Neue Elektroplattform, geringes Gewicht und 800-Volt-Technik: Die nächste Alpine A 110 nimmt Gestalt an. Mit dem A110 Future gibt die Renault-Tochter Alpine auf dem Goodwood Festival of Speed (9. bis 12. Juli) einen konkreten Ausblick auf die dritte Generation ihres Sportwagenmodells A110. Der als Entwicklungsträger deklarierte Prototyp soll nicht nur Ausblick auf die künftige Technik geben, sondern auch erste Hinweise auf das spätere Design liefern. In Goodwood kann das Publikum den Prototypen auf dem berühmten Bergrennkurs in Aktion erleben.
Alpine: "erster elektrischer Sportwagen"
Technische Basis ist die neue Alpine Performance Platform (APP), eine speziell für Sportwagen entwickelte Elektroarchitektur und keine Konzernplattform. Alpine bezeichnet die kommende A110 als den weltweit ersten echten Elektro-Sportwagen. Die Aluminium-Plattform soll den charakteristischen Leichtbau des Vorgängers bewahren und ihn hinsichtlich Fahrdynamik sogar übertreffen.
Ein zentrales Entwicklungsziel ist ein möglichst geringes Gewicht. Die Cell-to-Pack-Batterie besteht aus zwei Modulen, die eine für Sportwagen günstige Gewichtsverteilung von 40:60 zwischen Vorder- und Hinterachse ermöglichen sollen. Das Gesamtgewicht soll unter 1,5 Tonnen bleiben.
Für den Antrieb sorgt ein neuer 3-in-1-Doppel-Elektromotor an der Hinterachse mit Siliziumkarbid-Inverter (SiC). Leistungsdaten nennt Alpine noch nicht. Die 800-Volt-Architektur verspricht hohe und dauerhaft abrufbare Leistung sowie kurze Ladezeiten. Die Serienversion soll voraussichtlich im Herbst vorgestellt werden. Grundsätzlich soll sich die APP-Plattform auch für Hybrid- und Verbrennerantriebe eignen. Insofern scheint es nicht ausgeschlossen, dass es die A110 später auch in Varianten mit Verbrennungsmotor geben wird.