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Mazda e-Skyactiv-X: Update für den Diesel-Benziner

Deutschland-Chef Bernhard Kaplan bei der Vorstellung der neuen e-Skyactiv X-Versionen von Mazda3 und CX-30.
© Foto: Mazda

Mit dem Skyactiv-X-Antrieb hat Mazda seit 2019 eine interessante Alternative zum Selbstzünder im Programm. Nun wurde die Technik weiter verfeinert.


Datum:
01.04.2021
Autor:
Ralph M. Meunzel
1 Kommentare

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Es muss nicht immer Strom sein. Auch die Verbrenner haben noch genügend Potenzial und die Umstellung auf Elektro wird noch viel Zeit in Anspruch nehmen. Es geht also darum, dass eine zu tun und das andere nicht zu lassen. So ist Mazda als erster Hersteller auch der E-Fuel-Alliance beigetreten. Ziel der Organisation ist es, die Nutzung von Wasserstoff und synthetischen Kraftstoffen (E-Fuels) zu fördern. Damit soll ein weiterer Beitrag zur Minderung der CO2-Emissionen im Straßenverkehr zu leisten.

"Skyactiv X" nennt der Leverkusener Importeur die Technik, einen Benzinmotor zu bauen, dessen Zündung durch Kompression erzeugt wird, um den Kraftstoffverbrauch zu reduzieren. Aktuell ist der 2,0-Liter Vierzylinder Skyactiv-X Motor im Mazda3 und im CX-30 erhältlich. Die patentierte Verbrennungsmethode namens "Spark Controlled Compression Ignition" (SPCCI) leitet die Kompressionszündung durch einen von der Zündkerze erzeugten zusätzlichen Druckanstieg im Brennraum kontrolliert ein.

Diese Innovation löst laut Mazda die beiden größten Probleme, die bisher eine Großserienfertigung eines Benzinmotors mit Kompressionszündung verhindert haben: Maximierung des Betriebsbereichs, in dem eine Kompressionszündung möglich ist – sowie ein nahtloser Übergang zwischen Betrieb mit Kompressions- und Fremdzündung.

Der japanische Autobauer hat den e-Skyactiv X Motor umfassend weiterentwickelt. Optimierungen am Brennverfahren, am Verdichtungsverhältnis, der Nockenwelle, den Kolben und an den Steuerzeiten der Einlassventile sollen für eine noch bessere Leistungsentfaltung vor allem in mittleren und höheren Drehzahlen sorgen. Das macht sich beim Überholen oder beim Einfädeln in den fließenden Autobahnverkehr bemerkbar. Beim fünftürigen Mazda3 zum Beispiel beläuft sich der CO2-Ausstoß auf 100 g/km – bei einem Kraftstoffverbrauch von 4,4 l/100 km.

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KOMMENTARE


Gentleman-Driver

01.04.2021 - 17:54 Uhr

Großes Kompliment an Mazda, daß sie dem allgemeinen Elektro-Wahn eine solche, sehr sinnvolle Investition zur Seite stellen (um nicht zu sagen, entgegen stellen)! Der allgegenwärtig grassierende Elektro-Irrsinn als angeblich einzig zukunftsfähige Antriebsart ist ja kaum noch zu ertragen. Pharisäertum in Reinkultur.... Sicherlich sind Elektro-Fahrzeuge eine Teillösung für bestimmte Märkte (die bedauernswerten Großstädter) oder Mobilitätsbedarfe (Kurzstrecke, Wenigfahrer) - aber das kann in einer Welt mit viel ländlichen Regionen (und ganzen Kontinenten auf dem Stand von Entwicklungsländern) sowie zig Millionen vorhandener Diesel- und Benzin-angetriebener Fahrzeuge ja wohl nicht alles sein. Solange der Kunde die Wahl zwischen verschiedenen Antriebsarten hat, wird er durch seinen Kauf die Marktentwicklung beeinflussen - solange ihm die jeweilige Marke überhaupt noch die Wahl lässt! Schön blöd, wer - Volvo & Co. lassen grüßen - sich im aktuellen Wahn zu irgendwelchen Endterminen für Benziner und Diesel hinreißen lässt. Durch diesen Trend mit einhergehender (schleichender aber kontinuierlicher) "Entemotionalisierung" des Produktes Auto sägt sich die Branche selbst den Ast ab, auf dem sie sitzt. Wenn wir irgendwann nur noch weitgehend emotionsfreie, ergo austauschbare Produkte im Angebot haben, die nur noch durch zunehmend verzweifeltes hohles (weil substanzloses) Marketing-Gelaber herbeigedichtetes Marken-Storytelling gerechtfertigt werden sollen, werden diese immer belangloser und "egaler" fü den Endverbraucher. Dazu tragen dann auch noch "eigentumsfreie" Nutzungsmodelle (Auto-Abo, Car-Sharing) kräftig bei (egal, worin ich sitze, Hauptsache verfügbar, billig und ohne die Belastung der "Verantwortung" für bezahltes/erworbenes Eigentum). Der Abgesang auf die Branche hat längst begonnen. Mal sehen, wer sich wielange hält und welchen Stellenwert Autos künftig noch haben werden. Möge Mazdas Innovation einen Beitrag dazu leisten, daß die Vielfalt erhalten bleibt und es auch weiterhin noch attraktive, emotionale Autos gibt. Bravo und Danke!


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