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Opel-Machtkampf: GM lässt Muskeln spielen

Laut GM-Vize John Smith will der Konzern in Europa rund 10.000 Jobs abbauen.
© Foto: General Motors

Während die Tausende Opel-Mitarbeiter an allen vier deutschen Standorten gegen befürchtete Einschnitte protestieren, gibt sich die alte und neue Mutter General Motors betont selbstbewusst.


Datum:
05.11.2009
2 Kommentare

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Machtkampf um die Zukunft von Opel: Während die deutschen Opel-Beschäftigten an allen vier Standorten gegen befürchtete Einschnitte protestieren, gibt sich die alte und neue Mutter General Motors (GM) betont selbstbewusst. Der US-Konzern droht der Belegschaft offen mit Insolvenz, sollten die Betriebsräte nicht zu Zugeständnissen bereit sein. Und GM ist sich der Staatshilfe aus Deutschland und den anderen europäischen Opel-Ländern sicher: "Wenn sie den Magna-Plan mögen, mögen sie auch den GM-Plan", sagte Vize-Präsident John Smith am Mittwochabend. Tausende Beschäftigte demonstrierten an diesem Donnerstag gegen befürchtete Werkschließungen und massive Stellenstreichungen. Sie haben Angst vor harten Einschnitten, nachdem GM nach monatelangem Poker den Verkauf von Opel an den österreichisch-kanadischen Zulieferer Magna und russische Investoren abgeblasen hat (wir berichteten). In Deutschland arbeiten mehr als 25.000 Menschen für Opel. Nach Smiths Darstellung ist die Sorge unbegründet. GM wolle rund 10.000 der insgesamt gut 50.000 Opel-Arbeitsplätze in Europa streichen. Das wären in etwa genauso viele wie von Magna vorgesehen. Dies sei nötig, um die Kosten um 30 Prozent zu senken und Opel zu einem profitablen Unternehmen zu machen. "Attraktive Lösung" für Bochum Über die Pläne des Mutterkonzerns ist ansonsten noch wenig bekannt. Sie beruhen in weiten Teilen auf einem früheren Konzept, das aber noch aktualisiert werden soll. So muss das Werk in Bochum entgegen der früheren GM-Planung möglicherweise nicht geschlossen werden. Es könne eine attraktive Lösung geben, sagte Smith. Das sei aber noch nicht entschieden. In Nordrhein-Westfalen stehen im kommenden Jahr Landtagswahlen an. Hingegen droht dem Werk in Eisenach weiter eine zweijährige Stilllegung, das Werk im belgischen Antwerpen steht vor dem Aus.

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KOMMENTARE


Rolf Single, Dipl. Wirtsch. Ing.

05.11.2009 - 19:19 Uhr

Letztendlich hat Herr Dr. zu Guttenberg doch recht gehabt, als er in seiner Funktion als Wirtschaftsminister der letzten Bundesregierung vorgeschlagen hat, die Opel Sanierung im Rahmen eines Insolvenzverfahrens durchzuführen. Eine Opel-Insolvenz wäre in jeder Hinsicht, d.h. aus juristischen, marktwirtschaftlichen und politischen Gesichtspunkten, die sauberste Lösung und würde verhindern, dass inkonsequente Politiker sich jetzt von General Motors erpressen lassen und dabei aus wahltaktischen Gründen Milliarden an Steuergeldern für dirigistische Rettungsmassnahmen verschwenden.


Hans Sachs

06.11.2009 - 08:59 Uhr

Wenn GM sich eine Neuausrichtung ohne Magna zutraut, warum dann noch Steuergelder verschwenden!? Hoffentlich denkt die Politik mal endlich mit dem Kopf und nicht nur an die nächste Wahl!


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