Opel-Standortsicherung: Astra bleibt in Hessen, neue Modelle mit Leapmotor

08.06.2026 16:33 Uhr | Lesezeit: 4 min
Florian Huettl auf der Conncet 2026
Neues SUV kommt: "Die Partnerschaft mit Leapmotor soll ermöglichen, das Fahrzeug in weniger als zwei Jahren zu entwickeln“, sagt Opel CEO Florian Huettl.
© Foto: Stellantis Germany

Die nächste Generation des Astra, die auf der neuen Stellantis-Plattform basieren wird, wird wieder am Opel-Stammsitz in Rüsselsheim gebaut. Wie CEO Florian Huettl beim "Stellantis Investor Day" bekanntgab, plant der deutsche Hersteller bis 2030 die Einführung von mindestens vier neuen Modellen.

Opel bleibt Rüsselsheim treu und baut auch die kommende Generation des Kompaktmodells Astra an seinem Stammsitz. Das hat Unternehmenschef Florian Huettl nun angekündigt. Einen Zeitpunkt nannte er nicht. Das aktuelle Modell ist seit 2022 in Produktion und wurde gerade überarbeitet. Zwei bis drei Jahre dürften demnach mindestens noch vergehen, bis ein neues Modell kommt.

"Die Vergabe der nächsten Astra-Generation an unser Werk in Rüsselsheim bekräftigt das Engagement von Opel für Deutschland als Industriestandort. Ich freue mich sehr, dass Rüsselsheim auch in Zukunft die Heimat des Astra bleiben und dieser in unmittelbarer Nachbarschaft zu unserem neuen 'Green Campus' gebaut werden wird", sagte Huettl. "Diese Investition ist ein klares Zeichen dafür, dass wir gemeinsam mit unseren Sozialpartnern Vereinbarungen erzielen, die allen Beteiligten zugutekommen."

Siebte Generation des Astra

Die dann siebte Auflage des Kadett-Nachfolgers wird auf der neuen Universal-Plattform "STLA One" basieren, die beim Stellantis-Konzern ab 2027 zum Einsatz kommt. Wie bisher handelt es sich um eine Multi-Energie-Plattform, die die Nutzung von Verbrennern und E-Antrieben erlaubt. Welche Varianten Opel im Astra anbieten wird, ist noch offen. 


Opel Astra (L) Facelift

Gelber Opel Astra fahrend vor Steinwand von vorn fotografiert Bildergalerie

"Die Investition in die Produktion der nächsten Astra-Generation in Rüsselsheim unterstreicht den Fokus von Stellantis auf Deutschland sowie die Bedeutung von Opel", erklärte Emanuele Cappellano, COO von Stellantis Enlarged Europe. "Das C-Segment, auf das rund 30 Prozent des gesamten Pkw-Absatzes in Europa entfallen, ist ein wesentlicher Bestandteil der europäischen Strategie von Stellantis, die Marktabdeckung des Unternehmens in unserer Region zu stärken - ganz im Sinne unseres Strategieplans 'FaSTLAne 2030'."

Zudem will Opel auch Geld in weitere Modelle des Portfolios stecken. In Deutschland sollen bis 2030 zusammengenommen über eine Milliarde Euro investiert werden, darunter fällt auch die neue Unternehmenszentrale in Rüsselsheim.

Elektrisches Kompakt-SUV ab 2028

Noch vor dem neuen Astra dürfte Anfang 2028 ein elektrisches Kompakt-SUV starten, das Opel gemeinsam mit der chinesischen Schwester Leapmotor entwickelt und baut (wir berichteten). Dass Stellantis dieses Modell im spanischen Saragossa bauen lässt, hatte Sorgen um die deutschen Standorte von Opel geschürt.

Schon im kommenden Jahr könnte es einen Modellwechsel beim Opel Corsa geben, der als reines E-Auto rund 25.000 Euro kosten soll. Außerdem ist ein viertes neues Modell für den Zeitraum bis 2030 angekündigt.


90 Jahre Opel-Kompaktklasse Kadett und Astra

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