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Trotz Trump-Drohungen: Autoproduktion in Mexiko legt deutlich zu

Auch für deutsche Autobauer ist Mexiko ein attraktiver Produktionsstandort.
© Foto: Audi

Die Branche zitterte vor Handelsbeschränkungen auf dem wichtigen US-Markt. Die Befürchtungen haben sich aber nicht bestätigt. Die Autobauer in Mexiko fertigen mehr Fahrzeuge als jemals zuvor.


Datum:
09.01.2018
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Trotz der Unsicherheit wegen der protektionistischen US-Wirtschaftspolitik fertigen die Autobauer in Mexiko mehr Fahrzeuge denn je. Die Produktion stieg 2017 um 8,9 Prozent auf 3,77 Millionen Autos, wie der Verband der mexikanischen Automobilindustrie (Amia) am Montag mitteilte. Der Export stieg demnach um 12,1 Prozent auf 3,1 Millionen Fahrzeuge.

Drei Viertel der exportierten Autos gingen in die die USA. "Wir exportieren nicht nur mehr in alle Welt, sondern auch mehr in die USA. Die Exporte stiegen um zehn Prozent und das trotz der Unsicherheit wegen der Neuverhandlung des Nordamerikanischen Freihandelsabkommens", sagte Amia-Präsident Eduardo Solís.

Auf Betreiben der Vereinigten Staaten wird der Nafta-Vertrag zwischen den USA, Kanada und Mexiko derzeit neu verhandelt. US-Präsident Donald Trump hatte angekündigt, aus Nafta auszusteigen, sollten die Gespräche scheitern.

Lokaler Markt schwächelt

Als wichtigste Exportziele nach den USA folgten mit weitem Abstand Kanada (8,6 Prozent) und Deutschland (3,1 Prozent). Der Export nach Deutschland legte gegenüber dem Vorjahr um 22,2 Prozent auf rund 96.700 Fahrzeuge zu. Der Automarkt in Mexiko hingegen schwächelte im vergangenen Jahr: Der Absatz sank um 4,6 Prozent auf 1,53 Millionen.

Angesichts der protektionistischen Töne aus dem Weißen Haus war das vergangene Jahr für die mexikanische Autoindustrie von Unsicherheit geprägt. US-Präsident Trump drohte mit Strafzöllen für Autobauer, die ihre Produktion von den Vereinigten Staaten nach Mexiko verlegen. Die schlimmsten Befürchtungen haben sich bislang allerdings nicht bewahrheitet.

Zwar beerdigte Ford seine Pläne für ein neues Werk in Mexiko, andere Autobauer investieren aber weiter kräftig. So baut BMW derzeit eine Fabrik in San Luis Potosí. Ab 2019 soll dort der Großteil der weltweiten Produktion der neuen 3er-Serie vom Band laufen.

Attraktiver Standort

Relativ niedrige Löhne, gut ausgebildete Arbeitskräfte, ein großes Netz an Zulieferern und eine solide Infrastruktur machen Mexiko als Produktionsstandort für Automobilhersteller attraktiv. Mittlerweile sind fast alle großen Hersteller in dem lateinamerikanischen Land vertreten. Bis 2020 will Mexiko pro Jahr fünf Millionen Autos bauen und der fünftgrößte Automobilstandort der Welt werden. (dpa)

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