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Volvo-Chef Samuelsson: "Streben keine Reduktion des Händlernetzes an"

Hakan Samuelsson: "Wir müssen smarter sein."
© Foto: Volvo Cars

Im Gespräch mit dem "Handelsblatt" erklärt Volvo-CEO Hakan Samuelsson, warum der schwedische Autobauer auf seinem Weg zur reinen Elektromarke konsequent auf den Direktvertrieb über das Internet setzt.

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Volvo sieht das Geschäftsmodell Autohandel durch seine neue Online-Vertriebsstrategie nicht in Gefahr. "Die Kunden wollen Transparenz, und sie wollen einen komfortablen Bestellvorgang. Wenn wir selbst nichts tun, dann werden die Fahrzeuge über andere Plattformen gehandelt", sagte Vorstandvorsitzender Hakan Samuelsson im Interview mit dem "Handelsblatt". Weltweit entstehe derzeit digital eine neue Konkurrenz. "Wir müssen smarter sein", so der Manager.

Wie berichtet, wagt der schwedische Autobauer im Verkauf einen radikalen Schnitt: Die neuen Elektro-Modelle werden künftig ausschließlich im Direktvertrieb über das Internet vermarktet. Für die weltweit rund 2.300 Händler der Premiummarke bedeutet die Strategie eine Zäsur, sie übernehmen künftig eine neue Rolle im Kaufprozess.

Samuelsson erklärte in diesem Zusammenhang: "Wir streben keine Reduktion unseres Händlernetzes an." Die Vertriebspartner würden aktiv mit eingebunden. Statt der gewohnten Marge gebe es künftig eine Auslieferungsprämie für jedes Fahrzeug, dass sie an die Kunden übergeben. Auch Probefahrten und Beratungsleistungen würden vergütet.

Als einen großen Vorteil des digitalen Direktvertriebs – neben den deutlich niedrigeren Distributionskosten – sieht der Volvo-CEO die Preishoheit: "Wir haben unseren Kunden sehr aufmerksam zugehört. Was viele wirklich stört, ist die Intransparenz beim Preis." Die Autoindustrie sei die letzte Branche, in der es beim Verkauf keine klar erkenntlichen, einheitlichen Preise für die Produkte gebe. "Das wollen wir ändern. Wir müssen diese schädlichen Rabattschlachten beenden", betonte Samuelsson.

Benziner und Diesel auf dem Abstellgleis

Anfang März hatte Volvo angekündigt, ab 2030 nur noch reine Elektroautos zu bauen und zu verkaufen. "Verbrenner sind die Technik von gestern", sagte Samuelsson. Bereits 2025 werde die Hälfte der Volvo-Modelle vollelektrisch unterwegs sein, die andere Hälfte entfalle auf Hybride.

Der mit Wasserstoff betriebenen Brennstoffzelle prophezeit der Manager keine große Zukunft: "Vielleicht wird die Brennstoffzelle einmal von Bedeutung für Nutzfahrzeuge sein, bei Pkw wird Wasserstoff dagegen keine Rolle spielen." Der Wirkungsgrad von BEV sei deutlich besser.

AUTOHAUS Podcast mit Thomas Bauch: "Volvo stellt die Funktion der Retail-Partner nicht in Frage"

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