Rückruf für 40.000 EX30: Akkutausch auch bei Volvo

24.02.2026 11:00 Uhr | Lesezeit: 3 min
Volvo EX30 steht auf Felsen vorm Meer
Bis zum Austausch der Module empfiehlt Volvo eine Ladebegrenzung auf 70 Prozent.
© Foto: Dani Heyne

Nach Mercedes-Benz (EQA und EQB) ruft nun auch Volvo Cars sein E-Modell EX 30 zurück, um Module der Hochvolt-Batterien zu tauschen, berichtet "Der Spiegel". Demnach sind Insgesamt sind 40.323 Fahrzeuge betroffen.

Volvo ruft laut  Nachrichtenportal "Der Spiegel" 40.323 EX30 wegen Brandgefahr zurück. Betroffen sind die Varianten EX30 Single‑Motor Extended Range und Twin‑Motor Performance. Ursache sind Module in den Hochvoltbatterien, die überhitzen können. Der Hersteller plant demnach den kostenlosen Austausch der betroffenen Komponenten und informiert Halter direkt. Das KBA führt den Rückruf noch nicht. 

Sofortmaßnahme: Ladezustand auf 70 Prozent

Bis zur Reparatur empfiehlt Volvo, den Akku nur bis 70 Prozent zu laden, um das Risiko zu senken, schreibt "Spiegel" weiter. Nach Angaben des Unternehmens würden aktuell die Werkstatttermine koordiniert, sobald Ersatzteile verfügbar sind. Für Handel und Servicebetriebe bedeutet das nun eine enge Abstimmung mit Kunden sowie klare Hinweise zum sicheren Fahrzeugbetrieb.

Kostenfrage offen – Gespräche mit Zulieferer

"Der Spiegel" berichtet von Schätzungen, nach denen neue Batteriemodule ohne Logistik‑ und Reparaturkosten rund 195 Millionen US‑Dollar kosten könnten. Volvo hingegen bezeichnet diese Berechnungen als "spekulativ" und verweist auf laufende Gespräche mit dem Zulieferer. Genaue finanzielle Auswirkungen sind offen.

Seit Dezember habe Volvo EX30‑Besitzern in über einem Dutzend Ländern empfohlen, nicht nahe an Gebäuden zu parken und nicht vollzuladen, so "Spiegel" weiter. Für Betriebe ist die Prüfung von Kundenhinweisen, eine Priorisierung nach Risiko und eine dokumentierte Übergabe wichtiger Sicherheitsinformationen zentral.

Markenimage im Blick

Branchenstimmen betonen die Bedeutung des Themas für das Sicherheitsimage. Laut "Spiegel" sieht Experte Andy Palmer wenig Spielraum für Fehler – das Thema Sicherheit sei für Volvo identitätsprägend. Händler sollten proaktiv kommunizieren, Ersatzmobilität klären und Rückfragen zur Ladebegrenzung transparent beantworten.

Das ist jetzt für Kunden wichtig

Kunden sollten die 70‑Prozent‑Begrenzung einhalten, das Fahrzeughandbuch beachten und auf Herstellerkommunikation reagieren. Werkstatttermine werden vom Hersteller bzw. den Betrieben zugewiesen. Bei Abstellplätzen gilt: Hinweise von Volvo zur Parkposition beachten, bis die Modultausche erfolgt sind.


Volvo EX30 Cross Country (Fahrbericht)

Volvo EX 30 CC Bildergalerie

HASHTAG


#Rückruf

Mehr zum Thema


#Volvo

MEISTGELESEN


STELLENANGEBOTE


KOMMENTARE

SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!

WEITERLESEN



NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


Auto News für die Automobilbranche: AUTOHAUS ist eine unabhängige Abo-Fachzeitschrift für die Automobilbranche und ein tagesaktuelles B2B-Online-Portal. AUTOHAUS bietet Auto News, Wirtschaftsnachrichten, Kommentare, Bilder und Videos zu Automodellen, Automarken und Autoherstellern, Automobilhandel und Werkstätten sowie Branchendienstleistern für die gesamte Automobilbranche. Neben den Auto News gibt es auch Interviews, Hintergrundberichte, Marktdaten und Zulassungszahlen, Analysen, Management-Informationen sowie Beiträge aus den Themenbereichen Steuern, Finanzen und Recht. AUTOHAUS bietet Auto News für die Automobilbranche.