Ford hat einen Rückruf für mehrere Modelle gestartet, bei denen die Funktion der Rückfahrkamera beeinträchtigt sein kann. Betroffen sind Fahrzeuge aus den Baujahren 2014 bis 2018. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) überwacht die Aktion unter der Referenznummer 15850R.
Die betroffenen Fahrzeuge wurden im Zeitraum vom 25. Juni 2014 bis 20. Dezember 2018 produziert. Der
Hersteller hat gegenüber dem KBA keine weiteren Eingrenzungen wie bestimmte Motorisierungen oder Ausstattungslinien genannt. Eine eindeutige Identifikation ist daher nur über die Fahrgestellnummer (FIN) und die Herstellersysteme möglich.
In
Deutschland sind nach KBA-Angaben 42.780 Fahrzeuge potenziell betroffen. Zahlen zum weltweiten Umfang des Rückrufs liegen bislang nicht vor.
Eckdaten zum Rückruf
- Hersteller: Ford
- Modelle: Transit Connect, Tourneo Connect, Edge, Mustang
- Produktionszeitraum: 25.06.2014 – 20.12.2018
- Rückrufgrund: Eingeschränkte Funktion der Rückfahrkamera (u. a. verzerrtes, invertiertes oder schwarzes Bild)
- Risiko: Reduzierte Sicht nach hinten, erhöhtes Unfallrisiko beim Rückwärtsfahren und Rangieren
- Maßnahme: Auslesen relevanter Diagnosefehlercodes, bei Bedarf Austausch der Rückfahrkamera
- Betroffene Fahrzeuge weltweit: Keine Angabe des Herstellers
- Betroffene Fahrzeuge in Deutschland: 42.780
- KBA-Referenznummer: 15850R
- Hersteller-Rückrufcode: 25S89
- Status: Rückruf behördlich überwacht
Fehlerbild und Risiko
Die Rückfahrkamera kann in den betroffenen Fahrzeugen fehlerhaft arbeiten. Konkret kann es laut Ford zu folgenden Auffälligkeiten kommen:
- Darstellung eines verzerrten Bildes
- Anzeige eines invertierten (auf dem Kopf stehenden) Bildes
- Anzeige eines schwarzen Bildschirms ohne Kamerabild
Damit ist die Sicht nach hinten erheblich eingeschränkt. Besonders beim Rückwärtsfahren und Rangieren kann dies dazu führen, dass Hindernisse, Personen oder andere Fahrzeuge nicht oder zu spät erkannt werden, oder es zu Zusammenstößen oder Beinahe-Unfällen kommt.
Maßnahme
Konkrete Angaben zur Reparaturdauer macht der Hersteller nicht. Aus Werkstattsicht ist höchstwahrscheinlich mit folgendem Ablauf zu rechnen: Kurzdiagnose (Fehlercodes auslesen, Funktionsprüfung der Kamera), bei Bedarf Aus- und Einbau der Rückfahrkamera inklusive anschließender Funktionskontrolle.