VW-Softwaresparte: Cariad bündelt Berliner Standorte an Campus

23.06.2026 12:59 Uhr | Lesezeit: 2 min
Peter Bosch, CEO der Volkswagen-Softwareunternehmens Cariad, ist bei der Eröffnung von dem Automotive Software Campus von Cariad, dem Softwareunternehmen des Volkswagen-Konzerns.
Cariad-Chef Peter Bosch bei der Eröffnung des Automotive Software Campus' in Berlin
© Foto: Sven Kaeuler/dpa

Cariad konzentriert seine Entwicklung in Berlin künftig an einem Standort. KI spielt dabei eine zentrale Rolle für Autonomes Fahren und Infotainment-Systeme.

Die Softwaretochter des Autokonzerns VW, Cariad, bündelt ihre Entwicklungstätigkeiten in Berlin fortan an einem einzigen Campus nahe des Hauptbahnhofs. Bereits seit gut einem Jahr läuft dort vor allem die Entwicklung von Softwarelösungen mit dem Fokus auf Künstlicher Intelligenz. Zur heutigen Eröffnung kam auch Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CSU). 

Schwerpunkte sind unter anderem das Autonome Fahren und sogenannte Infotainment-Systeme für die Interaktion zwischen Auto und Fahrerinnen und Fahrern.

"Autos können in Zukunft hören, die können sprechen, und die können vor allem selbst fahren", sagte Cariad-Chef Peter Bosch. Die dafür notwendige Sensorik sei durch Künstliche Intelligenz geprägt. "Das haben wir hier an einem Standort gebündelt." Cariad sei zuvor über mehrere Standorte in der Hauptstadt verteilt und habe bisher nicht diesen starken KI-Fokus gehabt, den es nun gebe, betonte Bosch. Rund 1.000 Beschäftigte arbeiten am Berliner Standort.

Cariad mit Problemen 

Die Softwarelösungen von Cariad kommen bei allen Marken und Töchtern des VW-Konzerns zum Einsatz. Das Unternehmen betreibt eigenen Angaben zufolge 20 sogenannte Tech-Hubs – Entwicklungszentren wie das in Berlin – sowie fünf Marken-Hubs, die direkt bei Herstellern wie Audi in Ingolstadt oder bei Porsche in Stuttgart angesiedelt sind.

Das Unternehmen kämpft mit Problemen. Bei den Softwarelösungen für die Marken kam es immer wieder zu längeren Verzögerungen. "Wir standen dort deutlich in der Kritik, zurecht, in der Qualität unserer Software, in der Lieferfähigkeit, aber auch bei den Kosten", sagte VW-Chef Oliver Blume.

Das Unternehmen sei in den vergangenen drei Jahren deutlich umgebaut worden. Unter anderem versucht VW inzwischen über Partnerschaften wie mit dem US-Elektroautoanbieter Rivian schneller und günstiger bei Software und Vernetzung ans Ziel kommen.

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