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Corona-Krise: US-Automarkt eingebrochen

Corona-Krise
US-Automarkt eingebrochen
Die Corona-Krise bremst den US-Automarkt aus.
© Foto: picture alliance / Neil Emmerson/Robert Harding
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Die Ausbreitung des Coronavirus legt Volkswirtschaften rund um den Globus lahm. Die Autoverkäufe in den USA sind im ersten Quartal bereits stark gesunken, dabei hat der Stillstand erst begonnen.

Kunden bleiben zu Hause, Händler schließen: Wie viele andere Branchen leidet auch die US-Autoindustrie stark unter den Folgen der Coronavirus-Pandemie. Marktführer General Motors (GM) und der Rivale Fiat Chrysler meldeten am Mittwoch kräftige Rückgänge bei den Verkaufszahlen für das erste Quartal. Auch der deutsche Branchenriese Volkswagen musste bereits erhebliche Abstriche machen. Besonders die März-Zahlen sind ein schlechtes Omen für das, was noch kommen dürfte.

VW verkaufte in den vergangenen drei Monaten 75.075 Autos und damit 13 Prozent weniger Fahrzeuge als im Vorjahr, wie das Unternehmen am US-Sitz in Herndon (Virginia) mitteilte. Von Januar bis Februar stiegen die Verkäufe noch um 9,4 Prozent, bis sie im März wegen der Ausbreitung der Lungenkrankheit Covid-19 um 42 Prozent einbrachen. Der Fokus liege nun auf größtmöglicher Stabilität für Kunden, Mitarbeiter und Händler, sagte Vertriebsmanager Duncan Movassaghi.

Auch die VW-Sportwagentochter Porsche bekam die Corona-Krise bereits deutlich zu spüren. Mit 11.994 Autos wurde der Oberklassehersteller 20,2 Prozent weniger Fahrzeuge los als im Vorjahreszeitraum. Wie in Europa mussten auch in den USA viele Händler schließen. Trotz der kurzfristigen Unsicherheit wolle Porsche allen Mitarbeitern und Kunden Sicherheit und Hilfe bieten, sagte US-Chef Klaus Zellmer. Das werde Porsche darauf vorbereiten, umso energischer zurückzukommen.

Audi musste ebenfalls auf dem US-Markt im ersten Quartal einen herben Einbruch beim Absatz hinnehmen. Die Verkäufe sanken in den ersten drei Monaten im Jahresvergleich um 14 Prozent auf 41.367 Autos, wie das Unternehmen in der Nacht zum Donnerstag in Herndon (Virginia) mitteilte.

Nicht anders erging es BMW - auch die Münchner verzeichneten einen Absatzrückgang. Besonders deutlich war das Minus bei der Tochter Mini mit 35,1 Prozent. Die Stammmarke BMW wies einen Rückgang von 15,3 Prozent auf.

Lage ist düster

Bei US-Marktführer GM hielt sich der Absatzrückgang im ersten Quartal mit minus sieben Prozent noch in Grenzen. Allerdings nahm die Corona-Krise in den USA erst im März richtig Fahrt auf - für diesen Zeitraum weist der Autokonzern keine konkreten Zahlen aus. Am deutlichen Quartalsminus lässt sich aber schon erkennen, wie düster die Lage ist. Anleger reagierten nervös und ließen den Aktienkurs von GM im US-Börsenhandel zeitweise um mehr als sieben Prozent fallen.

Fiat Chrysler verkaufte in den vergangenen drei Monaten zehn Prozent weniger Autos auf dem US-Markt. Der zweitgrößte US-Autobauer Ford will seine Zahlen erst an diesem Donnerstag vorlegen. Noch deutlicher wurden die verheerenden Folgen der Corona-Pandemie fürs Geschäft bei den Herstellern, die monatliche Absatzbilanzen veröffentlichen. Hyundai etwa wurde im März 43 Prozent weniger Neuwagen bei US-Kunden los als im Vorjahr. Mazda und Mitsubishi erlitten Einbußen um 42 Prozent beziehungsweise um 52 Prozent.

VW setzt US-Produktion weiter aus

Indes verlängert Volkswagen die Produktionspause in seinem US-Werk in Tennessee angesichts der Coronavirus-Krise um eine weitere Woche. "Die Gesundheit und Sicherheit unseres Teams bleiben unsere oberste Priorität", teilte Werksleiter Tom du Plessis am Mittwoch (Ortszeit) in Chattanooga mit. Alle Mitarbeiter würden vorerst weiter voll bezahlt. Nach derzeitigem Planungsstand soll die Produktion am 12. April wieder anlaufen. Die Werksleitung werde die Situation im Blick behalten und über Updates informieren, falls weitere Maßnahmen nötig würden, teilte du Plessis mit. Die Bänder waren am 21. März angehalten worden. (dpa)


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