Gebrauchtwagen: So verlieren Händler kein Geld an Fake‑Verkäufer

09.03.2026 11:40 Uhr | Lesezeit: 2 min
Neu- und Gebrauchtwagen stehen bei einem Autohändler in Dresden nebeneinander.
Bayerwald-Leasing: Leitfaden gegen Betrug
© Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Als Reaktion auf die aktuelle Betrugsmasche im GW-Geschäft gibt Bayerwald‑Leasing Tipps, mit denen Händler gefälschte Angebote leichter erkennen können.

In Deutschland, Österreich und der Schweiz warnen derzeit zahlreiche Autohersteller, Finanzierungsdienstleister und Mobilitätsanbieter vor einer wachsenden Betrugswelle im Online‑Gebrauchtwagenhandel. Kriminelle erstellen gefälschte Websites und täuschend echt wirkende E‑Mails, über die Fahrzeuge verschiedenster Marken zu auffallend niedrigen Preisen angeboten werden – häufig mithilfe manipulierten Bildmaterials oder verfälschter "Angebotskataloge" (wir berichteten).

"Die vermeintlichen Verkäufer sind häufig größere Autohändler, deren Identität durch Betrüger gestohlen wurde", sagt Stefan Schuster, Geschäftsführer des B2B‑Gebrauchtwagenspezialisten Bayerwald‑Leasing. "Oft haben wir auch erfahren, dass viele unserer Kunden Gelder an diese ‘Verkäufer’ überwiesen haben, die dann natürlich verloren sind."

Als Reaktion darauf hat Bayerwald‑Leasing einen Leitfaden für seine Händlerpartner entwickelt. Die Hinweise sollen helfen, verdächtige Angebote frühzeitig zu erkennen und finanzielle Schäden zu vermeiden. Händler sollen die Prüfpunkte immer dann anwenden, wenn ungewöhnlich attraktive Angebote per E‑Mail auftauchen.

  1. Von wem stammt die E-Mail?
  2. Wie lange erhalten Sie bereits E-Mails von diesem Absender? (Angebote über mehrere Jahre sind in der Regel weniger gefährlich.)
  3. Wenn die Angebote für Sie interessant erscheinen, prüfen Sie bitte die genaue Absender-E-Mail-Adresse (nicht nur in der Signatur, sondern auch im tatsächlichen Absender).
  4. Ist in der Signatur eine Telefonnummer angegeben? Falls nicht, ist dies ungewöhnlich.
  5. Suchen Sie selbst nach der Homepage des Anbieters (nicht über den Link in der E-Mail). Überprüfen Sie, ob die Daten – insbesondere Telefonnummer und E-Mail-Adresse – übereinstimmen.
  6. Rufen Sie die auf der Homepage angegebene Telefonnummer an und prüfen Sie, ob die Angebote tatsächlich von diesem Absender stammen.
  7. Kontaktieren Sie vor einer Überweisung z.B. die Zentrale des Anbieters und lassen Sie sich die IBAN telefonisch mitteilen. Überprüfen Sie, ob diese mit der IBAN auf der Rechnung übereinstimmt.

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