Der deutsche Gebrauchtwagenmarkt hat im Juli merklich an Dynamik verloren. Nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) wurden 577.139 Pkw-Besitzumschreibungen registriert. Das entspricht einem Rückgang von 4,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Im Juni hatte das Geschäft noch um fünf Prozent zugelegt (wir berichteten).
Auch im bisherigen Jahresverlauf liegt der Markt unter dem Vorjahresniveau. Von Januar bis einschließlich Juli wechselten rund 3,77 Millionen Pkw den Besitzer. Damit verzeichnete das KBA ein Minus von 2,7 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2025.
Gesamtmarkt ebenfalls rückläufig
Über alle Fahrzeugarten hinweg registrierte die Behörde im Juli 685.844 Kfz-Besitzumschreibungen. Das waren 4,2 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Auch bei den Anhängern zeigte sich ein Rückgang: Die Zahl der Besitzumschreibungen sank um 4,6 Prozent auf 42.670 Einheiten.
Nur Kraftomnibusse im Plus
Mit Ausnahme der Kraftomnibusse, die ein Wachstum von 6,8 Prozent erreichten, entwickelte sich der Gebrauchtfahrzeugmarkt im Juli durchweg negativ. Sämtliche weiteren Fahrzeugsegmente verzeichneten gegenüber dem Vorjahresmonat rückläufige Umschreibungszahlen.
Damit setzte sich die seit Jahresbeginn erkennbare Abschwächung des Gebrauchtwagenmarktes fort. Trotz des weiterhin hohen Handelsvolumens bleibt die Zahl der Besitzerwechsel sowohl im Monatsvergleich als auch kumuliert hinter den Vorjahreswerten zurück.