Skoda baut seine Elektro-Palette weiter aus. Nach Enyaq und Elroq folgt nun der Epiq, ein rund 4,17 Meter langes City-SUV, das für die Marke eine Schlüsselrolle übernimmt. Denn während die größeren Stromer bereits erfolgreich im Markt etabliert sind, soll der Epiq neue Kundengruppen an die Elektromobilität heranführen und den Einstieg deutlich erschwinglicher machen. Der Basispreis liegt bei 25.900 Euro. Damit wird der Epiq zum günstigsten vollelektrischen Modell der Marke.
Technisch basiert der Neuzugang auf der neuen MEB+-Plattform des Volkswagen-Konzerns und teilt sich viele Komponenten mit dem Cupra Raval und dem VW ID.Cross. Dennoch verfolgt Skoda einen eigenen Ansatz. Während der Cupra stärker auf Dynamik und Emotionalität setzt, bleibt der Epiq ganz Skoda: praktisch, geräumig und alltagstauglich. Gerade beim Raumangebot spielt der Tscheche seine traditionellen Markenwerte aus. Trotz kompakter Abmessungen fasst der Kofferraum 475 Liter und gehört damit zu den größten seiner Fahrzeugklasse. Hinzu kommt ein zusätzlicher 25-Liter-Frunk unter der Fronthaube. Auch eine Anhängelast von bis zu 1.200 Kilogramm unterstreicht den Nutzwert des Fahrzeugs.
Bis zu 440 Kilometer Reichweite
Im Innenraum setzt Skoda auf ein aufgeräumtes Design nach der neuen "Modern Solid"-Philosophie. Das zentrale 13-Zoll-Touchdisplay basiert auf Android-Technologie und wird durch Online-Dienste, die MySkoda-App sowie zahlreiche "Simply Clever"-Lösungen ergänzt. Bidirektionales Laden und ein Digital Key gehören ebenfalls zum Angebot.
Skoda Epiq (2027)
Angeboten wird der Epiq mit zwei Batteriegrößen und drei Leistungsvarianten. Den Einstieg bildet der Epiq 35 mit 85 kW / 115 PS und einer 38,5-kWh-LFP-Batterie. Darüber rangiert der Epiq 40 mit 99 kW / 135 PS. Die Topversion Epiq 55 leistet 155 kW / 211 PS und nutzt eine 55-kWh-NMC-Batterie. Alle Varianten setzen auf Frontantrieb. Je nach Version sind Reichweiten von bis zu 440 Kilometern möglich.
Auch beim Laden zeigt sich der Epiq zeitgemäß. Die stärkeren Versionen laden Gleichstrom von zehn auf 80 Prozent in rund 23 Minuten. Serienmäßig stehen zudem 11 kW AC-Ladeleistung zur Verfügung. One-Pedal-Driving mit einstellbarer Rekuperation ist ebenso an Bord wie zahlreiche Sicherheits- und Assistenzsystemen: Front Assist, Spurhalteassistent, Side Assist, Verkehrszeichenerkennung und sieben Airbags inklusive Mittenairbag. Optional stehen unter anderem Travel Assist 3.0, ein intelligenter Parkassistent und eine 360-Grad-Kamera zur Verfügung.
Neue Designsprache, hohe Erwartungen
Optisch markiert der Epiq gleichzeitig den Beginn einer neuen Design-Ära. Als erstes Serienmodell setzt er die neue Skoda-Formensprache "Modern Solid" vollständig um. Charakteristisch sind das sogenannte Tech-Deck-Face an der Front und die neue T-förmige Lichtsignatur.
Für Skoda ist der Epiq weit mehr als nur ein weiteres Elektroauto. Das Modell soll den Einstieg in die elektrische Welt der Marke erleichtern und zusätzliche Volumina generieren. Die Nachfrage scheint bereits vorhanden zu sein: Laut Hersteller lagen für den Epiq und dem ebenfalls neuen Peaq bereits vor Marktstart mehr als 45.000 verbindliche Bestellungen vor.
Der Epiq dürfte damit genau jene Rolle einnehmen, die Skoda seit Jahren besonders gut beherrscht: viel Auto mit Top-Technik und Ausstattung zu einem attraktiven anbieten. Skoda jammert also nicht, sondern liefert und erzielt damit außerordentliche Erfolge in Europa. So kann eine erfolgreiche Antwort auf die Anbieter aus Fernost aussehen.