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Insolventer Autozulieferer Veritas: Suche nach neuen Investoren läuft

Insolventer Autozulieferer Veritas
Suche nach neuen Investoren läuft
Veritas Zulieferer Hauptsitz
Veritas AG in Gelnhausen
© Foto: Veritas
Zum Themenspecial Automobilzulieferer

Veritas ist seit längerem auf Schlingerkurs. Nachdem der Einstieg eines US-Investors wegen Corona geplatzt war, meldete der Zulieferer Ende April Insolvenz an. Jetzt hält man nach einem neuen Geldgeber Ausschau.

Der Betrieb des Automobilzulieferers Veritas AG ist fünf Wochen nach Beginn des vorläufigen Insolvenzverfahrens stabilisiert worden. "Wir haben die Materialversorgung sichergestellt und die Insolvenzgeldvorfinanzierung umgesetzt", sagte Rechtsanwalt Jan Markus Plathner von der Kanzlei Brinkmann & Partner am Freitag in Gelnhausen. Er ist seit Ende April vom Amtsgericht Hanau bestellter vorläufiger Insolvenzverwalter von Veritas.

Die Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit funktioniere sehr gut, komplexe Fragen zur Anwendung der Regeln bei gleichzeitiger Gewährung von Kurzarbeiter- und Insolvenzgeld seien gemeinsam geklärt worden, erklärte Plathner. Zudem sei er in ständigem Austausch mit den Kunden, "die sich sehr für den Erhalt des Unternehmens engagieren".

Die Veritas AG verfügt über Tochtergesellschaften mit eigenen Produktionsstandorten in Gelnhausen und Gießen (Hessen), Neustadt und Polenz (Sachsen) sowie Benshausen (Thüringen). Gegenüber April wurde die Produktion den Angaben zufolge wieder hochgefahren und zahlreiche Beschäftigte bereits aus der Kurzarbeit zurückgeholt. Das Familienunternehmen beschäftigt rund 2.200 Mitarbeiter in Deutschland, weltweit sind es 4.400.

US-Firma springt wieder ab

Der Lieferant für Leitungssysteme (u.a. Kraftstoff, Thermomanagement, Abgas) befindet sich schon seit Jahren in unruhigem Fahrwasser. Anfang 2019 kündigte man ein umfassendes Restrukturierungsprogramm an. Im Februar dieses Jahres wurde schließlich der Einstieg des US-Investors AIAC bekannt gegeben, der aber infolge der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Umsatzrückgängen wieder absprang.

Laut Plathner ist die Suche nach neuen Investoren erfolgreich angelaufen. "Es haben sich bereits Interessenten gemeldet, was mich freut." Er wies allerdings auch darauf hin, dass die – nicht zuletzt durch Corona ausgelöste – schwierige Situation im Automobilzulieferer-Bereich auch Einschnitte bei Veritas zur Folge haben könne. Gleichwohl zeigte sich Insolvenzverwalter optimistisch, da bei allen bei allen Beteiligten eine hohe Motivation erkennbar sei, Veritas neu aufzustellen. (rp)


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