Der so genannte Tankrabatt soll ab Anfang Mai für zwei Monate die Autofahrer und Unternehmen in Deutschland von den hohen Spritpreisen entlasten. Die Steuern auf Diesel und Benzin werden bis Ende Juni um rund 17 Cent pro Liter gesenkt. Der Bundestag stimmte der Senkung der Energiesteuersätze zu. Auch der Bundesrat gab in einer Sondersitzung grünes Licht - unterdessen wird Sprit an der Zapfsäule erst mal noch teurer.
Nach einer rund zweiwöchigen Talfahrt geht es nun wieder deutlich nach oben. Am Freitagmittag - kurz nachdem der Bundestag den Tankrabatt ab 1. Mai beschlossen hatte - schossen die Preise so stark nach oben wie noch bei keinem Mittagssprung seit Einführung der 12-Uhr-Regel. Der ADAC ermittelte bei Superbenzin der Sorte E10 ein Plus von 14,1 Cent, bei Diesel von 16,3 Cent. Sowohl vor als auch nach dem Mittagssprung waren die Preise klar höher als zur jeweils gleichen Zeit am Vortag. Das deutet auf einen weiteren Anstieg im Tagesdurchschnitt hin.
Schon am Donnerstag waren die Preise gestiegen: Super E10 hatte sich im bundesweiten Tagesdurchschnitt um 1,1 Cent auf 2,074 Euro pro Liter verteuert, Diesel um 2,3 Cent auf 2,150 Euro pro Liter. Nach Ostern waren die Spritpreise rund zwei Wochen tendenziell gefallen und hatten sich ein gutes Stück von ihren Hochs entfernt. Nun geht es in die andere Richtung. Eine Rolle dürfte dabei der Ölpreis spielen, der bei der für Europa wichtigen Sorte Brent inzwischen wieder über 100 Dollar pro Barrel (159 Liter) liegt.