Iran-USA-Konflikt: Dieselpreis springt im Wochenvergleich um fast zwölf Cent

15.07.2026 09:46 Uhr
«Günstig Tanken» steht auf einer Anzeigetafel mit den aktuellen Spritpreisen an einer Tankstelle im Landkreis Alzey-Worms. Die Einigung auf eine Waffenruhe im Iran gibt Hoffnung in Sachen Spritpreis. Foto: Andreas Arnold/dpa
Pünktlich zum Start der heißen Phase des Sommerreiseverkehrs sind die Kraftstoffpreise noch einmal massiv gestiegen.
© Foto: Andreas Arnold / dpa

Auch Benzin hat sich kräftig verteuert. Treiber dürften die stärkeren Spannungen zwischen Iran und USA sein. Der jüngste Preisanstieg an den Zapfsäulen fällt nach Meinung des Mobilitätsclubs allerdings um einige Cent zu hoch aus. Wer beim Tanken sparen will, sollte nach Möglichkeit kurz vor 12 Uhr mittags zur Tankstelle fahren.

Tanken wird immer teurer. Vor allem Diesel hat sich auf Wochensicht massiv verteuert, wie aus Daten des ADAC hervorgeht. Im bundesweiten Tagesdurchschnitt des Dienstags kostete ein Liter des Kraftstoffs 2,07 Euro. Das waren 11,7 Cent mehr als noch am Dienstag vor einer Woche. 

Auch Superbenzin legte deutlich zu: Ein Liter der Sorte E10 kostete 2,083 Euro und damit 5,9 Cent mehr als eine Woche zuvor. Damit schmilzt auch der Preisabstand zwischen Diesel und E10 immer weiter ab. Normalerweise liegt der deutlich über 10 Cent, weil Diesel niedriger besteuert wird. Diesel gilt allerdings beim Preis als deutlich krisenanfälliger. 

Treiber: Iran-Konflikt und Ferienbeginn

Laut ADAC ist die jüngste Verteuerung beim Tanken vor allem auf den in den vergangenen Tagen deutlich gestiegenen Ölpreis infolge der erneuten Eskalation im Nahen Osten zurückzuführen. Aktuell notiert Brent-Öl bei rund 85 US-Dollar, in der Vorwoche waren es etwa 75 US-Dollar. Dass der Preisaufschlag bei Diesel fast doppelt so stark ausfällt, liegt unter anderem daran, dass Diesel zu großen Teilen importiert werden muss und sein Preis in Krisenzeiten generell deutlich volatiler ist.

Der jüngste Preisanstieg an den Zapfsäulen fällt nach Meinung des Mobilitätsclubs allerdings um einige Cent zu hoch aus, zumal er auf ein ohnehin schon deutlich überhöhtes Preisniveau trifft. Auch die bevorstehende Reisewelle mag ebenfalls eine gewisse Rolle für zulegende Kraftstoffpreise spielen.

Kurz vor 12 Uhr tanken

Wer beim Tanken sparen will, sollte nach Möglichkeit kurz vor 12 Uhr mittags zur Tankstelle fahren, denn dann sind die Kraftstoffpreise im Tagesverlauf am niedrigsten. Um 12 Uhr steigen sie stark an und fallen danach langsam wieder ab.

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