Keine Preisentspannung: Ölförderstaaten heben Produktionsziele nicht an

05.10.2026 09:08 Uhr | Lesezeit: 3 min
Ölförderung auf einer Bohrinsel im Meer
In Erwartung der G7-Entscheidung war der Preis für Brent-Öl aus der Nordsee deutlich auf 98,72 US-Dollar je Barrel gefallen. Zu Handelsschluss am Freitag lag er jedoch bereits wieder bei 102,25 US-Dollar.
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Die G7-Industriestaaten hatten zuletzt mit der Freigabe von Ölreserven ein Signal gesetzt. Die Produktionsländer der Opec+ bleiben hingegen bei ihren Quoten. Denn die Lage am Golf bleibt volatil.

Wichtige Ölexportländer des Verbunds Opec+ wollen ihre Förderziele auch im November nicht anheben. Das teilten Saudi-Arabien, Russland und weitere fünf Staaten nach einer Online-Sitzung mit. Somit werden die Produktionslimits der Gruppe den zweiten Monat in Folge unverändert bleiben.

Diese Länder hatten zuvor seit dem vergangenen Herbst ihre vereinbarten Quoten nach und nach gesteigert. Die tatsächliche Produktion konnte damit jedoch nicht Schritt halten. Das liegt vor allem am Iran-Krieg, der die wichtige Öltransportroute durch die Straße von Hormus erfasst hat.

Hormus: Erneut Angriff auf Tanker

Schätzungen von Marktbeobachtern deuteten jedoch darauf hin, dass die Ölexporte aus der Golfregion trotz des Konflikts zuletzt wieder gestiegen seien, hieß es vom Analyseteam der Commerzbank. Doch die Lage bleibt volatil: Nach Angaben eines Kapitäns wurde in der Meerenge erneut ein Tanker beschossen, wie die britische Schifffahrtsbehörde UKMTO am Sonntag meldete.

Die Gruppe der sieben führenden Industrieländer (G7) hatte am Freitag entschieden, in den nächsten vier Monaten 100 Millionen Barrel (je 159 Liter) an Rohöl- und Dieselreserven freizugeben. Ob die Preise an den Märkten und Tankstellen dadurch nachhaltig gedämpft werden können, ist fraglich. In Erwartung der G7-Entscheidung war der Preis für Brent-Öl aus der Nordsee deutlich auf 98,72 US-Dollar je Barrel gefallen. Zu Handelsschluss am Freitag lag er jedoch bereits wieder bei 102,25 US-Dollar.

Änderungen: Grammatik und Zeichensetzung korrigiert, holprige Formulierungen geglättet, Zwischenüberschrift als H3 gesetzt sowie die Währungsangabe am Schluss konsistent auf "US-Dollar" korrigiert. Anführungszeichen kamen im Text nicht vor und mussten daher nicht angepasst werden.


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