Michael Haberland tritt zur Kommunalwahl 2026 erneut für den Münchner Stadtrat an. Das gab der CSU-Politiker und Autolobbyist jetzt bekannt. Der Präsident des Automobilclubs Mobil in Deutschland hat sich in den vergangenen Jahren vor allem als streitbarer Vertreter der Autofahrerinteressen einen Namen gemacht.
Zuletzt rückte Haberland bundesweit in den Fokus, weil er maßgeblich an der Rückkehr zu Tempo 50 auf der Landshuter Allee beteiligt war – einer der am stärksten befahrenen Verkehrsachsen Münchens. Der Beschluss, der seit dem 13. Januar 2026 gilt, basiert laut Stadt und Landesamt für Umwelt auf stabil unterschrittenen Stickstoffdioxid-Grenzwerten. Der aktuelle Jahresmittelwert liegt bei 37,78 Mikrogramm pro Kubikmeter – unter dem EU‑Grenzwert von 40 Mikrogramm. Prognosen sagen für 2026 bei Tempo 50 sogar 35 Mikrogramm voraus. Für rund 150.000 Autofahrer täglich bedeutet die Änderung einen flüssigeren Verkehrsfluss.
Haberland sieht die Entscheidung als Beispiel dafür, wie Verkehrspolitik faktenbasiert gestaltet werden könne: "München wächst seit Jahren, aber die Stadt ist auf dieses Wachstum nicht ausreichend vorbereitet." Die vergangenen Monate im Stadtrat hätten gezeigt, "wo der Schuh drückt". Sein Eindruck: Die Stadt werde "eher verwaltet als aktiv gestaltet".
Der dreifache Familienvater geht mit einem klaren Programm in die nächste Wahlperiode. Er fordert eine Mobilitätspolitik "für alle Verkehrsträger", ein Ende "ideologischer Blockaden" sowie Maßnahmen für einen flüssigeren Verkehr, darunter intelligente Ampelschaltungen, grüne Wellen und schnellere Baustellenabwicklungen.
"München muss wieder lebens- und liebenswert werden mit pragmatischen Lösungen statt ideologischer Symbolpolitik", sagt Haberland. "Wir brauchen Lösungen, die den Alltag der Menschen tatsächlich verbessern."
Bei der Wahl am 8. März 2026 kandidiert Haberland auf Liste 1 (CSU), Platz 23.