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ADAC: In der Pannenstatistik ragen schlappe Batterien heraus

Ihre Investition ist überschaubar, aber ohne sie geht nichts: Die Starterbatterie war im Vorjahr für fast jede zweite Panne verantwortlich, zu der der ADAC gerufen wurde.
© Foto: ADAC

Corona macht auch den Starterbatterien von Kraftfahrzeugen schwer zu schaffen. Dies macht der neueste Pannenbericht des ADAC deutlich.


Datum:
03.05.2021
Lesezeit: 
3 min
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Zwar gab es mit der Corona-Pandemie und dem deutlich zurückgegangenen Verkehrsaufkommen für die Gelben Engel des ADAC im vergangenen Jahr rund zehn Prozent weniger Pannen zu beheben – rund 3,4 Millionen (2019: 3,8 Mio.) Mal waren Straßenwacht und Mobilitätspartner 2020 unterwegs. Was den Helfern des ADAC aber besonders aufgefallen war, ist die deutliche Zunahme streikender Batterien und der von ihnen ausgelösten Pannen.

Fast jede zweite Panne batteriebedingt

Ab März (1. Lockdown) bis Juli 2020 lag die Zahl der Batteriepannen teilweise deutlich höher, und auch im November war wieder eine Steigerung erkennbar. Insgesamt stieg der Anteil der Batterieausfälle an allen Pannen von 41,8 Prozent im Vorjahr auf 46,3 Prozent. Den Hauptgrund benennt der ADAC wie folgt: "In diesen Monaten im Lockdown wurden viele Fahrzeuge wenig oder kaum bewegt." Das Gegenteil zeige sich bei den Reifenpannen. Diese sind laut Statistik in den Lockdown-Monaten deutlich zurückgegangen.

E-Autos machten noch häufiger schlapp als Verbrenner

Eine Sonderauswertung des ADAC zu Pannen bei Elektroautos machte deutlich: Auch hier waren entladene und defekte 12-Volt-Bordbatterien eindeutig Pannenursache Nummer eins. Mit 54 Prozent lag der Anteil bei Elektroautos sogar rund acht Prozent höher als bei Fahrzeugen mit konventionellen Antrieben. Die Bordbatterie versorgt beim Elektroauto wie beim herkömmlichen Auto die Bordelektrik: Damit lassen sich Türen öffnen, Licht oder Infotainmentsysteme in Betrieb nehmen. Auch die Hochvoltspannungsversorgung wird dadurch aktiviert.

"Probleme mit E-Autos werden vermutlich noch zunehmen"

Spezifische Elektroauto-Bauteile wie Akku, Elektromotor oder Ladetechnik sind laut Pannenstatistik dagegen sehr zuverlässig und nur für 4,4 Prozent der Pannen verantwortlich. Aber: Der Bestand von Elektroautos auf deutschen Straßen ist aktuell noch deutlich jünger als der von herkömmlichen Fahrzeugen. Die ADAC Experten erwarten, dass verschleiß- und alterungsbedingte Pannen von E-Autos in den nächsten Jahren deshalb weiter ansteigen werden.

Insgesamt 109 Fahrzeugreihen von 25 Automarken wurden in der Pannenstatistik ausgewertet. 40 der 109 Modellreihen waren im Pannenjahr 2020 ziemlich zuverlässig, rund die Hälfte der Fahrzeuge auf deutschen Straßen zeigte gemischte Ergebnisse und 16 Fahrzeugmodelle schnitten sogar besonders schlecht ab.

Die detaillierten Ergebnisse der Pannenstatistik und der einzelnen Fahrzeugreihen kann man unter adac.de nachlesen. (bs)

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