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BASF: Ökobilanz bei Lackierprozessen

Durch die Ökoeffizienz-Analyse der BASF und Dürr können Kunden zukünftig individueller bei Lackierprodukten beraten werden.
© Foto: BASF

Die Unternehmen BASF und Dürr haben in der Ökoeffizienz-Analyse Lackiersysteme getestet und sind zu eindeutigen Ergebnissen gekommen. Demnach sollen integrierte Prozesse ohne Füller oder mit Nass-in-Nass-Applikation klare Vorteile bringen.


Datum:
02.11.2012
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Integrierte Prozesse ohne Füller oder mit Nass-in-Nass-Applikation zeigen bei der Autoserienlackierung deutliche Vorteile für Wirtschaft und Umwelt. Zudem kann durch moderne Anlagen- und Applikationstechnik die Ökoeffizienz deutlich gesteigert werden. Das geht aus der neuen umfangreichen Ökoeffizienz-Analyse von BASF und Dürr hervor, in der Anlagen- und Lacktechnik ganzheitlich untersucht wurden.

"Umweltfreundliche Lacke sind der richtige Weg"

Der Lackierprozess ist einer der energieintensivsten Prozessschritte bei der industriellen Automobilfertigung. Freigesetzte Lösemittel (VOC), Energieverbrauch oder CO2-Bilanz spielen eine bedeutende Rolle. "Die Studie bestätigt unseren eingeschlagenen Weg, den wir seit rund drei Jahrzehnten mit der Entwicklung wasserbasierender, lösemittelarmer oder -freier Lacksysteme konsequent verfolgen. So konnten wir bereits vor 25 Jahren den ersten Wasserbasislack in die Serie einführen, wir sind Pionier und Technologieführer auf diesem Gebiet", erklärt Dr. Walter Jouck, Leiter Technologie-Management der BASF Coatings.

Die Ökoeffizienz-Analyse

Die von BASF entwickelte Ökoeffizienz-Analyse setze die Wirtschaftlichkeit von Produkten und Prozessen ins Verhältnis zu ihren Auswirkungen auf die Umwelt. Sie helfe der BASF und ihren Kunden dabei, zu entscheiden, wie sie sowohl wirtschaftlicher als auch ökologischer agieren könnten. Dafür wird der gesamte Lebensweg eines Produkts oder Verfahrens ganzheitlich betrachtet – von der Rohstoffgewinnung über die Herstellung und Verwendung des Produkts bis zur Entsorgung. Die wichtigsten Ergebnisse der aktuellen Studie beziehen sich auf Lackierprozesse mit Füller, verkürzte Lackierprozesse sowie auf den Einsatz moderner Anlagen- und Applikationstechnik.

Wasserbasierende Systeme punkten durch geringe VOC-Werte

Bei den Prozessen mit Füllern haben BASF und Dürr die wichtigsten industrieüblichen Varianten von lösemittelhaltigen und wasserbasierten Lacksystemen untersucht. Die Detailergebnisse zeigen, dass wasserbasierte Prozesse zwar mehr Energie (Klimatisierung der Lackierkabine sowie durch einen zusätzlichen Zwischentrockner) verbrauchen und dadurch mehr CO2-Emissionen verursachen als Prozesse mit lösemittelhaltigem Lack. Auf der anderen Seite ergebe sich ein deutlich geringerer Ausstoß von Lösemitteln (VOC) bei wasserbasierten Prozessen. Dadurch schnitten die wasserbasierten Prozesse bei der Bewertung ihrer Ökoeffizienz in der Studie insgesamt gut ab.

Verbesserung der Ökoeffizienz mit Integrierten Prozessen

Bei den integrierten Prozessen handelt es sich um verkürzte Lackierprozesse. Hierbei entfällt der Füller und damit auch ein Einbrennschritt. In der Ökoeffizienz-Studie wurden sowohl lösemittelhaltige als auch wasserbasierte Integrierte Prozesse im Vergleich zu herkömmlichen Füllerprozessen bewertet. Die Ergebnisse lassen einen eindeutigen Vorteil beim Energieverbrauch, der CO2-Bilanz und dem VOC-Ausstoß bei den verkürzten Prozessen erkennen. So zeigt sich eine Reduzierung des Energieverbrauchs und der CO2-Bilanz um jeweils circa 20 Prozent. Vergleicht man das Einsparpotenzial von VOC, ergibt sich eine signifikante Verbesserung zwischen Standard-Wasserprozessen und wasserbasierten Integrierten Prozessen. Insgesamt weisen die Letztgenannten im Vergleich zu den konventionellen Füllerprozessen deshalb eine deutlich höhere Ökoeffizienz auf.

Moderne Anlagen- und Applikationstechnik steigert Ökoeffizienz

Durch moderne Anlagen- und Applikationstechnik kann die Ökoeffizienz des Lackierprozesses deutlich verbessert werden. So ergeben sich deutliche Einsparpotentiale beim Energieverbrauch der Lackierkabinen, wenn diese in Umluftfahrweise betrieben werden. Mit dieser Technik wird es deutlich wirtschaftlicher, die Lösemittel aus der Kabinenluft durch Nachverbrennung zu entfernen. Dadurch kann die Ökoeffizienz auch bei lösemittelhaltigen Prozessen deutlich optimiert werden, so BASF.

Bessere Beratung durch die Studie

"Die Analyse hilft uns dabei, unsere Kunden individuell zu beraten, so dass der Automobilhersteller zu einer für ihn optimalen Lösung im Hinblick auf Umweltfreundlichkeit und Kosten kommt", erklärt Dr. Alexander Haunschild, Leiter Serienlacke Europa der BASF. "Denn die Rahmenbedingungen und Einflussfaktoren sind bei den Autobauern und ihren Werken unterschiedlich. Deshalb gibt es keine einheitliche Antwort auf die Frage des besten Prozesses. Aber BASF und Dürr können auf Basis der Analyse individuell für jedes Kundenwerk den besten Lackierprozess und die beste Lacktechnik liefern."
(ll/sh)

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