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Digitalisierung: "Bei uns steht der Reparaturbetrieb im Mittelpunkt"

Treiben die Digitalisierung im Sinne der Reparaturbetriebe weiter voran: Fabian Pape (r.), Mitgründer und zuständig für die strategische Geschäftsentwicklung (CBDO), und Joern Fischer (l.), General Manager Digital Services Innovation Group.
© Foto: RepairFix

Mit neuen Funktionen und Schnittstellen sowie Kooperationen mit Großauftraggebern baut RepairFix die Praxisvorteile seiner Software motum kontinuierlich aus. Das Ziel des Münchner StartUps ist eine weitere Prozessbeschleunigung für alle Beteiligten mit klarem Fokus auf den K&L-Werkstätten.

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Dass der Bedarf an innovativer Technologie im Bereich Kfz-Reparaturabwicklung hoch ist und deren Einsatz etliche Chancen bietet, war den RepairFix-Machern bereits vor Jahren klar. Dass die zugrundeliegende Geschäftsidee der Digitalisierung sich in der Branche dennoch nur zögerlich durchsetzte, ist für Mitgründer Fabian Pape kein Zufall: "Die Reparaturwerkstätten wurden von vielen Seiten mit Onlineportalen, EDV-Systemen und Apps konfrontiert, die aber meist aus Sicht der Auftraggeber wie Versicherungswirtschaft oder Schadensteuerungsunternehmen programmiert waren. Oft wurden die Prozessvorteile durch die Vielzahl verschiedener Lösungen konterkariert. Die Programme wurden deshalb nicht aus Überzeugung eingesetzt, sondern weil die Werkstatt sonst riskiert hätte, Reparaturvolumen zu verlieren."

Über 3.000 Anfragen pro Monat

Das Ziel, Digitalisierung im Sinne der K&L-Betriebe umzusetzen, hat man bei RepairFix deshalb konsequent verfolgt und das mit Erfolg: "2021 wollten wir unseren Kundenstamm auf 200 Werkstätten ausweiten, das haben wir aktuell bereits erreicht. Inzwischen werden 3.000 Fälle pro Monat über motum als Softwareplattform abgewickelt und auch die Zahlen pro Betrieb steigen kontinuierlich an", freut sich Pape über die wachsende Nachfrage. Diese liegt nicht nur an der Zusammenarbeit mit Branchengrößen wie Eurogarant oder dem BVdP, die ihren Werkstätten einen Einsatz der RepairFix-Lösung empfohlen hatten, betont der Mitgründer gegenüber Autohaus: "Wir sind den Verantwortlichen für diese Impulse in den Markt hinein und das wichtige Feedback zu unserer Software sehr dankbar. Über kurz oder lang setzt sich ein System aber nur dann durch, wenn es die Anforderungen der Betriebe und ihrer Kunden erfüllt und das tun wir."

Echte Arbeitserleichterung

So wurden Schnittstellen zu KSR und dem PPG-Process Manager umgesetzt, mit C@risma von Audatex soll im Laufe des Jahres ein weiteres Schwergewicht folgen. Zudem laufen aktuell Gespräche unter anderem mit DMS-Anbietern wie Gudat, PDR-Cloud und PlanSo. Und auch die Funktionalität von motum wird immer weiter ausgebaut, beschreibt Pape die Fortschritte: "Ein großer Schritt ist die revisionssichere digitale Dokumentenbestätigung direkt über unser System. Die Werkstatt kann Reparaturkostenübernahmen, Leistungsvereinbarungen, Datenschutzbestimmungen oder AGB per WebApp aufs Handy des Kunden senden, der diese prüft und freigibt. Dadurch beschleunigen wir die Prozessabwicklung noch einmal deutlich, Ersatzteile können bestellt werden und die Instandsetzung kann beginnen.“

Mit der digitalen Terminvereinbarung, die vor allem von Kfz-Versicherungen und Schadensteuerungsunternehmen gefordert wird, hat man aktuell ein weiteres Highlight umgesetzt: "Der Autofahrer meldet seinen Schaden und kann bis zu drei Wunschtermine zur Fahrzeugübergabe vorschlagen. Die Werkstatt wählt einen aus und der Kunde bekommt diesen auf seinem Smartphone bestätigt. Passt keiner der Vorschläge in den Kalender kann ein Alternativtermin zurückgesandt werden, den der Autofahrer freigeben kann. Der Reparaturbetrieb behält also auch hier die volle Termin- und Planungshoheit."

Schadensteuerer binden motum an

Da verwundert es nicht, dass RepairFix als Innovationspartner der Zukunftswerkstatt in Esslingen mit an Bord ist und interessierte Besucher die digitalen Prozesse live vor Ort testen können. Überzeugt hat motum bereits weitere Großauftraggeber der Instandsetzungsbetriebe, unterstreicht Fabian Pape: "Sowohl die Werkstattnetze der Innovation Group als auch von riparo nutzen unsere Software, da es die Abwicklung nicht nur für die Werkstatt und den Kunden erleichtert, sondern auch für Schadensteuerer und Versicherer."

In einer Testphase mit mehreren K&L-Betrieben konnte motum mit deutlichen Vorteilen gegenüber nicht digitalisierten Prozessen punkten, wie Joern Fischer, General Manager Gateway Digital Services bei der Innovation Group, bestätigt: "Die Ergebnisse unseres gemeinsamen Pilotversuchs waren wirklich beeindruckend. Deshalb haben wir uns entschlossen, eine direkte Schnittstelle zwischen motum und Gateway zur Serienreife zu bringen. Auf dieser Basis akzeptieren wir erste Kalkulationen, die anhand der Schadensbilder aus motum erstellt werden sowie die digital bestätigten Dokumente. Anfang Oktober haben wir unsere Partnerwerkstätten über diese Neuerung informiert."

Neue Marktchancen für Werkstätten

Denn natürlich hat auch der Reparaturbetrieb handfeste Vorteile: "Im Falle eines gesteuerten Schadens wird der hinterlegte Großkunde automatisch über den Kontakt mit dem Versicherungsnehmer und vereinbarte Termine informiert. Schon bald werden wir in der Lage sein, die Daten direkt in die IG-Lösung Gateway zu übertragen, so dass der Prozess noch einmal vereinfacht wird." Da motum keine spezifische Lösung für einen Schadensteuerer darstellt, sondern über Schnittstellen funktioniert, sind weitere Anwendungsfälle möglich, hebt Pape hervor: "Die Werkstätten können zudem weitere Großauftraggeber wie Leasingfirmen oder Fuhrparks in die Software integrieren - diese werden dann automatisch über Schadenfälle informiert. Das ist für die Werkstatt eine weitere Möglichkeit, Großkunden zu gewinnen beziehungsweise enger an sich zu binden." Auf dieser Basis ist sich der RepairFix-Mitgründer auch sicher, dass sein Unternehmen 2022 den nächsten Schritt gehen wird: "Unser Ziel ist es, die Anzahl der Werkstattkunden mindestens zu verdoppeln." (kt)

Überzeugende Testläufe: Die Schadensteuerungsunternehmen Innovation Group und riparo binden die Softwarelösung motum von RepairFix in ihre Systeme ein.
© Foto: RepairFix
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