Von aktuellen Entwicklungen im Fahrzeugbau bis hin zum Einsatz Künstlicher Intelligenz in der Werkstattpraxis reichte das Programm einer gemeinsam von Eurogarant, ZKF und Automechanika Frankfurt organisierten Veranstaltung. Nachdem das Format bereits auf der letzten Messe 2024 auf große Resonanz gestoßen war, bot auch die Neuauflage Fuhrparkmanagern und Entscheidungsträgern aus der Versicherungswirtschaft die Gelegenheit, kompakt und praxisnah Einblicke in moderne Reparaturmethoden zu erhalten.
Das Programm setzte sich aus Fachvorträgen renommierter Experten, Live-Einblicken an den Messeständen von DAT und Sehon sowie einem Get-together am ZKF-Gemeinschaftsstand zusammen, auf dem auch die Eurogarant AG wieder vertreten war. So entstand ein Tagesablauf, der fachliche Tiefe mit dem typischen Messecharakter verband: fundiert, vielseitig und mit genügend Raum für den persönlichen Austausch.
Zukunftsthemen und Recht
Auf der Bühne in Halle 11.1 widmete sich Helge Kiebach vom Kraftfahrzeugtechnischen Institut (KTI) den Auswirkungen von Giga-Casting und weiteren Neuerungen im Fahrzeugbau auf die Unfallreparatur. Dirk Marichal von ADIS stellte mit dem Euro-DFT ein System zur Fahrzeugdiagnose und -programmierung vor, das den Zugang zu Hersteller-Servern ermöglicht und damit einen wichtigen Baustein moderner Unfallinstandsetzung darstellt. Juristische Perspektiven brachte Rechtsanwalt Henning Hamann von Voigt ein: Er beleuchtete die Risiken, die für Fuhrparkmanager in der Schadenabwicklung zwischen Haftpflicht und Kasko entstehen können – ein Thema, das in der Praxis ebenso relevant ist wie auf den ersten Blick komplex.
Von E-Mobilität und Caravans
Direkt im Anschluss ging der Blick noch einmal weiter in Richtung Zukunft: Beim vom ZKF und der Automechanika organisierten Versicherungsforum standen E-Mobilität und Energiespeicher im Mittelpunkt. Rainer Kühl vom KTI zeigte auf, welche besonderen Anforderungen das Abschleppen und Bergen verunfallter Elektrofahrzeuge mit sich bringt – technisch, organisatorisch und versicherungsseitig. Danach lenkte Nicole Meixner, Geschäftsführerin des Caravaning Gutachter Fachverbands (CGF e. V.), die Aufmerksamkeit auf ein Segment, das in der Schadenwelt gern unterschätzt wird, in der Praxis aber seine ganz eigenen Tücken kennt: die Unfallinstandsetzung von Caravans und Reisemobilen.
Auch abseits der Vortragsbühne hielt das Programm einige anschauliche Stationen bereit. Am Stand der DAT erhielten die Flottenkunden Einblicke in aktuelle Entwicklungen der Schadenkalkulation. Für ein besonderes Highlight sorgte zudem die Vorführung einer Lackierkabine mit KI-gestützter Roboterlackierung am Stand von Sehon – ein Programmpunkt, der eindrucksvoll zeigte, dass die Werkstatt von morgen längst keine ferne Zukunftsmusik mehr ist, sondern schon heute hörbar den Takt vorgibt. Gleichzeitig blieb genügend Zeit, um das breite Angebot der Automechanika auf eigene Faust zu erkunden, Kontakte zu vertiefen und zwischen den Programmpunkten ein wenig Messeluft zu schnuppern.
Zeit zum Durchatmen
Dass dazu auch Networking und ein passender Rahmen gehören, versteht sich von selbst. Einen willkommenen Gegenpol zum Messetrubel bot in diesem Jahr der Stand der Eurogarant AutoService AG in Halle 11.1. Das neue Standkonzept stand unter dem Motto: „Wer hart arbeitet, muss auch mal chillen.“ Gemeint war damit freilich keine Pause vom Geschäft, sondern vielmehr eine Einladung, einen intensiven Messetag in entspannter Atmosphäre ausklingen zu lassen – mit guten Gesprächen, kurzen Wegen und einem Umfeld, das zeigte: Auch in einer hochdynamischen Branche darf man gelegentlich einen Gang herunterschalten.
Zufriedenes Fazit
Entsprechend positiv fiel auch das Fazit aus. Guido Kalter, Vorstand Schadenmanagement, zeigte sich mit dem Verlauf des Tages sehr zufrieden: „Für unsere Flottenkunden war es wieder spannend, sich mit den Neuerungen in der Unfallschadenabwicklung, der E-Mobilität und den rechtlichen Aspekten zu befassen. Wir sind froh über die gute Resonanz auf unser Programm.“ Und wer nach so viel Input noch nicht messemüde war, sondern frisch aufgetankt in den weiteren Abend starten wollte, fand bei der Happy Hour der Messe Frankfurt die passende Fortsetzung.