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GDV: Kfz-Unwetterschäden 2020 deutlich unter dem Durchschnitt

Derart heftige Sturm- und Unwetterschäden gab es zur Freude der Autoversicherer 2020 eher selten. Dies ersparte alleine den Kfz-Assekuranzen Kosten von rund 60 Prozent.
© Foto: GDV/gpren­tice/Getty Images

Zeitgleich zu den starken Hagelschlägen der vergangenen Woche veröffentlichte der Gesamtverband der Deutschen Versicherer seine Bilanz zu den Unwetterschäden des Vorjahres. Alleine bei den Kfz-Schäden wurde dabei das Niveau früherer Jahre um 550 bis 600 Mio. Euro unterboten.


Datum:
28.06.2021
Lesezeit: 
3 min
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Im vergangenen Jahr sind die versicherten Unwetterschäden an Autos deutlich geringer ausgefallen als sonst, wie der GDV am letzten Donnerstag berichtete. "Sturm, Hagel, Blitz und Überschwemmungen verursachten 2020 rund 154.000 Kfz-Schäden mit einem Gesamtschaden von 350 Millionen Euro", bilanzierte GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen.

Zum Vergleich: In früheren Jahren lagen die Schadenzahlen in der Kfz-Versicherung bei 850 Millionen bis 900 Millionen Euro. "2020 war für Kraftfahrtversicherer ein deutlich unterdurchschnittliches Naturgefahrenjahr. Das lag vor allem daran, dass schwere Hagelereignisse und im Herbst schwere Stürme ausgeblieben sind", so Asmussen.

Bayern mittlerweile vor dem "Hagel-Mekka" BW

Mit durchschnittlich 4,9 Schadenmeldungen auf 1.000 kaskoversicherte Fahrzeuge waren die Autofahrer in Bayern am stärksten von Unwettern betroffen. Damit führt Bayern inzwischen auch deutlich die bundesweite Naturgefahrenbilanz an, die der GDV am Donnerstag vorgestellt hat.

Auf den Plätzen zwei und drei folgen das früher regelmäßig betroffene und schon "klassische Hagel-Mekka" Baden-Württemberg (4,0) sowie Nordrhein-Westfalen (3,2). Schlusslicht der Statistik ist Schleswig-Holstein, wo Hagel eher ein seltenes Ereignis zu sein scheint. Mit 1,5 Schadenmeldungen pro 1.000 ganzjährigen Verträgen sind hier die Autofahrer vergleichsweise glimpflich davongekommen.

Deutschlandweit 1,95 Milliarden Euro Schaden

In allen Bundesländern zusammen schlugen Naturgefahren im vergangenen Jahr für die Versicherer mit insgesamt 1,95 Milliarden Euro zu Buche. Zu den 350 Millionen Euro, die die Kfz-Versicherer geleistet haben, kommen 1,6 Milliarden Euro der Sachversicherer hinzu, davon 300 Millionen Euro für weitere Naturgefahren wie Starkregen oder Hochwasser. Erfasst sind in der Statistik versicherte Schäden an Fahrzeugen, Häusern und Hausrat sowie an Gewerbe- und Industriebetrieben.

Verband empfiehlt Naturgefahren-Absicherung von Kfz

"Mit einer Kaskoversicherung kann man sich vor den finanziellen Folgen eines Schadens an seinem eigenen Fahrzeug versichern", rät der GDV. Die Voll- bzw. Teilkaskoversicherung übernimmt unter anderem die Kosten für Schäden durch Sturm, Hagel, Blitz und Überschwemmungen. Die Vollkaskoversicherung ersetzt – zusätzlich zu den Leistungen der Teilkaskoversicherung – weitere Schäden am eigenen Auto, zum Beispiel die Schäden nach einem selbst verursachten Unfall. (fi)

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