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Generali Gruppe: Schneller und flexibler Scanner auch für kleine Hagelereignisse

AachenMünchener Vorstand Ulrich Rieger (l.) und Frank Decker, Chef-Sachverständiger der Generali-Deutschland-Gruppe, bei der Erstpräsentation des neu entwickelten Hagelscanners „Colibri“, den die drei Kfz-Versicherer des Konzerns in Kürze auch bereits bei kleinen, regionalen Hagelereignissen einsetzen werden.
© Foto: Walter K. Pfauntsch

"Kundenzufriedenheit erreichen wir nicht durch manuelles Dellenzählen", ist Ulrich Rieger, Mitglied der Vorstände der AachenMünchener Versicherungen, überzeugt. Mit ihrem völlig neu entwickelten Hagelscanner namens "Colibri" sehen sich die AachenMünchener und die beiden weiteren zum Generali-Konzern gehörenden Kfz-Versicherer CosmosDirekt und Generali denn auch technologisch an der Spitze heute möglicher Digitalprozesse in der Elementarschadenabwicklung.


Datum:
24.03.2017
1 Kommentare

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8.500 Hagelschäden 2008 alleine in Krefeld, 38.500 hagelbeschädigte Fahrzeuge im Jahr 2013: Das sind markante Zahlen, die selbst eine rund 110 Mann starke Sachverständigenorganisation, wie sie die Generali-Gruppe für ihre drei in Kraftfahrt tätigen Versicherer unterhält, an ihre Grenzen bringen kann. Frank Decker, dem Chef-SV dieser konzerneigenen Sachverständigen-Organisation, war es da stets ein Dorn im Auge, dass seine Mitarbeiter jedes Jahr in den Sommermonaten ihren "hohen Sachverstand darauf verwenden mussten, um simple Dellen auf dem Blech zu zählen". Schließlich bleibe ja auch der sonstige Alltag mit Groß- und Alltags-Unfallschäden nicht stehen, wo ebenfalls die fachliche Expertise seines Teams dringend benötigt werde. 

Beschleunigung der Scan- und auch Folgeprozesse

20 Minuten habe in der Vergangenheit ein sehr guter SV mindestens für das "reine Dellenzählen" benötigt, weiß auch Ulrich Rieger, Mitglied der Vorstände der AachenMünchener Versicherungen und zuständiger Vorstand für Schaden und Komposit. Diese Zeit habe man bis 2016 mit Hilfe großer Kammer-Scanner bereits reduzieren können auf rund 12 bis 15 Minuten. 

Mit ihrem völlig neuen Hagelscanner, der in Baden-Württemberg von einem renommierten Dienstleister der Generali-Gruppe entwickelt und der Redaktion von AUTOHAUS-Schadenmanager vorab im Praxisbetrieb exklusiv präsentiert wurde, sei es jetzt gelungen, diese Durchlaufzeiten nochmals drastisch zu reduzieren und gleichzeitig die Folgeprozesse im Sinne eines ganzheitlich neuen, digitalen Konzeptes deutlich zu optimieren. 

Mehr Zeit für den persönlichen Service am Kunden

Am allerwichtigsten, so Ulrich Rieger, sei den drei zur Generali-Deutschland-Gruppe gehörenden Kfz-Versicherern dabei das Thema Kundenzufriedenheit: "Was wir jetzt mit der Hagelscanner-Technologie 2.0 an Zeit einsparen, bringen wir ab dieser Saison im Rahmen von mehr persönlichem Service an unseren Kunden zusätzlich mit ein." 

Chef-SV Frank Decker und Vorstand Rieger sehen sich mit ihrem neuen Hagelschaden-Gesamtprozess, bei dem heute bereits auch die Regulierung bis zum Abschluss durchgesprochen, organisiert und im Falle einer fiktiven Abrechnung die Überweisung "direkt aus der Halle heraus" vorgenommen werden könne, nach eigenem Bekunden "sehr weit vorne" im gesamten Markt.

Die Fakten zu "Colibri"

Betrachtet man alleine die Fakten, die der neue Hagelscanner schafft und allen Folgeprozessen zuträglich macht, ist die positive Grundstimmung der beiden Technologietreiber des Generali-Konzerns durchaus verständlich: Es dauert maximal eine Stunde, bis der komplette Hagelscanner – verpackt in zwei Holzkisten und transportiert mit einem VW Caddy – ausgeladen, aufgebaut und betriebsbereit ist. Lediglich fünf Module müssen dabei zu einem halbkreisförmigen Durchfahrtsbogen zusammengesteckt werden. Die Ausmaße dieses Durchfahrt-Scanners sind so gewählt, dass vom Kleinwagen bis zu SUV's oder auch einem VW T6 alle Arten von Kfz gescannt werden können. Und sollten höhere Fahrzeuge zur Besichtigung anstehen, kann der Scanner mittels weiterer Steckmodule sowohl in der Höhe, als auch in der Breite noch "beliebig erweitert" werden. 

Schnelle Kalibrierung und Schadensauswertung

Ebenfalls zeitoptimiert vollzieht sich nach dem Zusammenbau des Scanners dessen Kalibrierung: 30 magnetisierte Tafeln werden einmalig und ohne zentimetergenau erforderliche Vorgabe an das erste Fahrzeug angebracht, das dann in Schrittgeschwindigkeit zweimal durch den Bogen fährt und dabei abgetastet wird. Mittels dieser Referenztafeln ist der Scanner danach innerhalb von wenigen Minuten bereits voll einsatzfähig. 

Der Scanvorgang eines hagelbeschädigten Fahrzeuges mit anschließender Datenverarbeitung und Auswertung, die auch optisch auf einem Bildschirm exakt und sehr übersichtlich dargestellt wird, dauerte bei der Vorabpräsentation gegenüber unserer Redaktion noch rund fünf Minuten. Ein Wert, der in den wenigen Wochen bis Beginn der Hagelsaison 2017 laut den vor Ort mit anwesenden Entwicklern nochmals auf rund die Hälfte durch Optimierung der Algorithmen und Nutzung aller Rechnerprozessoren gesenkt werden soll. 

Kunde kann Gesamtablauf "live" verfolgen

Was Frank Decker und Ulrich Rieger besonders betonten, war aber nicht nur die in allen Bereichen erreichte Beschleunigung des Schadenfeststellungsprozesses, sondern insbesondere die "hohe Flexibilität" des Gerätes, mit dem gleichzeitig ein "objektivierbares und reproduzierbares Schadenbild" erzielt werde. Wichtig ist Vorstand Rieger ferner, dass der "Kunde zusehen kann, was mit seinem Auto passiert. Er sieht den gesamten Prozess". 

Der Scanner erfasse im Übrigen auch "mehr, als unsere Regulierer mit bloßem Auge erkennen" und liefere hoch verlässliche Daten. "Von daher gibt es aus unserer Sicht danach auch keine unschönen Diskussionen mit dem Kunden. Wenn eine Delle da ist, muss sie von uns bezahlt werden, und das tun wir auch", so Ulrich Rieger. Wie fein der Scanner, dem man symbolisch den Produktnamen "Colibri" gegeben hat, abtastet, erkenne man laut dem Entwicklungsteam auch daran, dass sogar Steinschläge in der Windschutzscheibe erkannt und mit ausgewertet werden. 

"Ändern unseren kompletten Prozess bei Hagel"

Die nächste Evolutionsstufe werde nun die Schnittstellen und die Übermittlung der strukturierten Daten aus diesem System in ein Kalkulationssystem betreffen. Frank Decker denkt hier bereits an ein "ganz einfaches, simples Excel-Tool, solange wir von einem anschließenden Reparaturfall und nicht einem Totalschaden sprechen". Wenn man ein "so hoch performantes Gerät hat, muss man auch seine Prozesse ändern und auf voll digitale, automatisierte Abläufe setzen. Sonst bringt das nichts", ergänzt der Chef-SV der Generali-Gruppe. Und dass mit der innovativen Hagelscan-Technologie 2.0 noch viele weiteren Möglichkeiten offen stehen, weiß auch AachenMünchener-Vorstand Ulrich Rieger, der eine hohe Sinnhaftigkeit nicht zuletzt für Leasing- und Mietwagenfirmen in Zusammenhang mit Fahrzeugrückläufern und deren schnellem Check sieht. 

Eignung auch für kleine Hagelereignisse

Eine entscheidende Innovation ist für Rieger in Zusammenhang mit der leichten Transportierbarkeit, der schnellen Einsatzfähigkeit und des geringen Platzbedarfs des künftig von der Generali-Group genutzten Hagelscanners zudem die Möglichkeit, ihn auch bei kleineren Hagelereignissen von beispielsweise nur 30 oder 40 regional beschädigten Fahrzeugen wirtschaftlich sinnvoll zum Einsatz zu bringen. "Wir gehen hier völlig neue Wege, die uns insgesamt schneller, flexibler machen und uns bei unseren Kunden im Service weit nach vorne bringen. Das war letztlich auch eines unserer ganz fundamentalen Entscheidungskriterien für die aktive Entwicklungsbegleitung dieser neuen Technologie bis zur jetzt erreichten Marktreife und ihren Einsatz in der unmittelbar bevorstehenden Hagelsaison." 

Mehr Fakten und Fotos im AH-Magazin HagelBranche

Einen ausführlichen Beitrag mit Bildern und Details zum Scanner sowie weiteren Fakten zu den drei Kfz-Versicherern des Generali-Konzerns können Sie in unserer am 18. April neu erscheinenden Ausgabe des AUTOHAUS-Magazins HagelBranche nachlesen. Die HagelBranche ist das Entscheidermagazin der Branche für den Markt im gesamten deutschsprachigen Raum und wird auch bei der HagelAkademie am 26. April 2017 in Esslingen für alle Teilnehmer, Referenten und potentiellen Auftraggeber aus der Versicherungs- und Leasingbranche aufliegen.   (wkp)

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KOMMENTARE


Mario Balmer

27.03.2017 - 11:50 Uhr

Das Problem mit Scannern in der Praxis ist die Umsetzung durch die SV. Bei 10 SV bekommen Sie 10 verschiedene Resultate. Zum Beispiel können SV meist nur ungenügend beurteilen mit welchem Aufwand Dachrahmen mittels AOL repariert werden können.


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