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Sturm, Hagel, Blitz & Wasser: 1,5 Mrd. Euro Unwetterschäden alleine im August

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Schwerer Hagelschlag mit tennisballgroßen Eisbomben hinterließ am 26. August 2023 vor allem in den oberbayerischen Gemeinden Bad Bayersoien und Benediktbeuern ein Bild der Verwüstung. Irreparabel verbeulte Karosserie-Oberflächen mit beschädigten Scheiben, Spiegeln und sonstigen Anbauteilen trieben dabei auch die Quote der wirtschaftlichen Totalschäden von Privat- und Händlerfahrzeugen nach oben.
© Foto: Walter K. Pfauntsch

Schwere Unwetter mit Hagel sind Ende August vor allem über Süddeutschland hinweggezogen. Die Schadenbilanz für die Versicherer ist mit vorerst geschätzten 900 Mio. Euro bereits beträchtlich. Für August 2023 rechnet der GDV mit insgesamt 1,5 Mrd. Euro versicherten Schäden aus Naturereignissen.


Datum:
25.09.2023
Lesezeit:
3 min
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Die Versicherungswirtschaft zieht eine erste Bilanz der schweren Unwetter Ende August. "Wir gehen derzeit von versicherten Schäden von insgesamt gut 900 Millionen Euro aus", sagt kürzlich Jörg Asmussen, Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Für den gesamten August würden sich die Schäden durch Sturm, Hagel, Blitz und Überschwemmungen damit sogar auf 1,5 Milliarden Euro aufsummieren.

In der Statistik enthalten sind Schäden an Häusern, Hausrat, Gewerbe- und Industriebetrieben über 550 Millionen Euro für die Unwetterserie Ende August beziehungsweise 950 Millionen Euro für den gesamten Monat. In der Kfz-Versicherung fielen Schäden in Höhe von 350 Millionen beziehungsweise 550 Millionen Euro an.

Unwetter mit Sturm und Hagel richteten vom 24. bis 30. August vor allem in Bayern schwere Schäden an. Das Tief "Denis" hatte seinen Schwerpunkt in den südbayerischen Orten Bad Bayersoien und Benediktbeuern. Dort ging am 26. August ungewöhnlich großer Hagel mit bis zu zehn Zentimeter Durchmesser nieder.

Schadenaufwand lag im ersten Halbjahr bei 1,9 Milliarden Euro

Für das erste Halbjahr 2023 hat der GDV erst kürzlich versicherte Naturgefahrenschäden von 1,9 Milliarden Euro bilanziert. Das liegt unter dem Durchschnitt der vergangenen Jahre (wir berichteten). Im Gesamtjahr 2022 hatte der Schadenaufwand bei 4,3 Milliarden Euro gelegen, leicht über dem langjährigen Durchschnitt von 4,2 Milliarden Euro.

GDV mahnt erneut zur Klimafolgenanpassung

Vor diesem Hintergrund appellierte Asmussen an die Politik, Prävention und Klimafolgenanpassung nicht zu vernachlässigen: "Wir müssen uns auf die Klimafolgen mit immer mehr Wetterextremen einstellen. Die Anpassung des Baurechts, weniger Flächenversiegelungen und ein Baustopp in Überschwemmungsgebieten müssen zügig umgesetzt werden." (kaf/wkp)

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