Unfallstatistik November 2025: Unfalltod weiterhin ein enger Begleiter auf deutschen Straßen

26.01.2026 10:48 Uhr | Lesezeit: 4 min
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Häufiges Zeichen für das Leid der Hinterbliebenen von Verkehrstoten sind oftmals aufwendig gestaltete und liebevoll gepflegte Gedenkkreuze an den vormaligen Unfallstellen. 2025 war kein Jahr, in dem weniger Familien als 2024 Anlass für ein ehrendes Gedenken hatten.
© Foto: Walter K. Pfauntsch

Der jetzt vom Statistischen Bundesamt Wiesbaden ausgewertete Monat November macht deutlich, dass es wohl noch deutlich länger dauern wird, bis Deutschland das ersehnte Vision-Zero-Ziel erreichen wird. Die bisherigen Prognosen – neuerlicher Anstieg der Verkehrstoten auf rund 2.800 – erscheinen sehr realistisch. In den ersten elf Monaten kam es bereits zu 2.582 Unfalltoten.

Im November 2025 sind in Deutschland rund 28.400 Menschen bei Straßenverkehrsunfällen verletzt worden. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen mitteilt, waren das 1 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Die Zahl der Verkehrstoten stieg indes um 16 auf 211 Personen. Damit ist der November 2025 der sechste von insgesamt elf bislang detailliert ausgewerteten Monaten, in denen im Vergleich zum Vorjahr jeweils mehr zu Tode gekommene Verkehrsteilnehmer zu b eklagen waren. 

Größte Monats-Veränderungen gegenüber 2024

Der blutigste Monat des laufenden Jahres war der Juni mit insgesamt 314 Verkehrstoten und einem Anstieg gegenüber dem Vergleichsmonat 2024 um 39 Personen. Den deutlichsten Rückgang gab es dagegen im August 2025 (– 28). Insgesamt registrierte die Polizei im November 2025 rund 224.600 Straßenverkehrsunfälle, das waren 2 Prozent oder 4.700 mehr als im Vorjahresmonat.

Leicht weniger Crashs, aber höhere Sterberate

Im Zeitraum Januar bis November 2025 erfasste die Polizei insgesamt 2,29 Millionen Straßenverkehrsunfälle und damit 1 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum (-17.700). Darunter waren 271.400 Unfälle mit Personenschaden, bei denen 2.582 Menschen getötet wurden. Damit ist die Zahl der Verkehrstoten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 27 gestiegen, während die Zahl der Unfälle mit Personenschaden in etwa gleichgeblieben ist. Die Zahl der Verletzten im Straßenverkehr sank im selben Zeitraum um 1 Prozent oder 2.500 auf 338.000 Personen.

5 Länder reduzieren Verkehrstotenzahl um 76...

In der 10-Monats-Monatsstatistik für Januar bis Oktober 2025 konnten folgende Länder ihre Verkehrstotenzahl aus dem Vergleichzeitraum 2024 reduzieren: Die drei Stadtstaaten Berlin (–19), Hamburg (–12) und Bremen (–8), Nordrhein-Westfalen (–19) und Sachsen-Anhalt (–18). Keine Verbesserungen, aber auch keine Verschlechterungen gegenüber dem Vorjahreszeitraum weisen Bayern und Sachsen (beide +/– 0) auf.

...aber 9 Länder erhöhen sie um 103

Zur Steigerung der Mortalität trugen dagegen im selben Zeitraum bei: Hessen, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen (jeweils +2), Saarland (+4), Schleswig-Holstein (+5), Brandenburg (+8), Baden-Württemberg (+19), Rheinland-Pfalz (+27) und Niedersachsen (+34) als erneutes Schlusslicht wie bereits im Oktober 2025. 

Wo der Straßenverkehr am gefährlichsten ist

Die meisten Todesopfer pro einer Million Einwohner verzeichnet wie so oft erneut Mecklenburg-Vorpommern (55), gefolgt von Brandenburg und Niedersachsen (beide jeweils 44). Viel Blutzoll pro einer Million Einwohner fordert der Straßenverkehr auch in Thüringen (40), Sachsen-Anhalt (39), Rheinland-Pfalz (37), Bayern (35), Sachsen (33), Baden-Württemberg (30), Hessen und Schleswig-Holstein (jeweils 29). 

Deutlich "gemäßigter" im Vergleich zu den negativen Spitzenreitern geht es in Norddrhein-Westfalen undc im Saarland (je 23 Tote/Mio. EW) zu.

Stadtstaaten glänzen mit geringem Todesrisiko

Die besten Quoten mit gleichzeitig der geringsten Wahrscheinlichkeit, im Straßenverkehr ums Leben. zu kommen, haben verständli herweise die drei Stadtstaaten Bremen (6 Tote pro 1 Mio. EW), Berlin (10) und Hamburg (11), was vor allem auch mit den deutlich geringeren Fahrgeschwindigkeiten im städtischen Verkehr zusammenhängt. Erfahrungsgemäß kommt es im urbanen Verkehrsgeschehen dagegen öfter zu Unfällen, bei denen Fußgänger, Radler und Zweiradfahrer verunglücken. 

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