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Verspätete Warnungen: Schwere Vorwürfe gegen den Landkreis Ahrweiler

Der Eifel-Ort Schuld im Landkreis Ahrweiler am Tag nach den Sturzfluten.
© Foto: picture alliance/dpa/Boris Roessler

Die Schuldzuweisungen in Zusammenhang mit den Sturzfluten vor gut zwei Wochen in NRW und Rheinland-Pfalz gehen unvermindert weiter. Seit Samstag stehen nun auch Landrat und Kreisverwaltung von Ahrweiler im Fokus: Sie sollen viel zu spät auf die Warnungen des Landesumweltamtes reagiert haben.

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Milliardenschäden, 135 Tote und weiterhin 59 Vermisste in Rheinland-Pfalz sowie 47 Todesopfer auch in Nordrhein-Westfalen sind die bisherige, traurige Bilanz der verheerenden Sturzfluten vor gut zwei Wochen. Seit den Ereignissen werden auch die Diskussionen darüber lauter, wer mangels falscher Einschätzung der bevorstehenden Gefahren möglicherweise falsch, zu spät oder nicht der Situation angepasst gehandelt habe.

Am Wochenende machten jetzt Medienberichte die Runde, wonach der Landkreis Ahrweiler bereits am am Nachmittag des 14. Juli durch das Landesumweltamt informiert worden sei, dass der bisherige Pegel-Höchststand der Ahr von 3,37 Meter "deutlich übertroffen" werde. Gegen 21.30 Uhr sei die Kreisverwaltung noch präziser über einen erwarteten Pegelstand von "fast sieben Metern" informiert worden – also einem Flutausmaß, das die bisherigen Hochwasser-Höchststände um mehr als 100 Prozent übertreffen werde. Der Landkreis habe allerdings laut der "Rhein-Zeitung" erst gegen 23.15 Uhr den Katastrophenfall mit Warnstufe 5 ausgerufen und mit der Einleitung erster Evakuierungsmaßnahmen begonnen.

"Warnungen kamen viel zu spät"

Häuser im Bereich von 50 Metern links und rechts der Uhr sollten ab diesem Zeitpunkt evakuiert werden. Landrat Ludwig Pföhler rief die Bevölkerung dem Zeitungsbericht zufolge dazu auf, sich in höher gelegene Stockwerke ihrer Gebäude zu begeben. Da waren laut Rhein-Zeitung allerdings die ersten Häuser bereits "von der Wassermassen mitgerissen worden". Dass die Warnungen an die Bevölkerung viel zu spät erfolgten, machte in der vorgenannten Zeitung auch der Kieler Krisenforscher Frank Roselieb deutlich. Er spricht davon, dass bereits am frühen Mittwochabend (14. Juli) Voralarm hätte erfolgen müssen, damit Notmaßnahmen eingeleitet hätten werden können. (kaf)

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