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Studie: Mehrheit kauft am liebsten beim Händler vor Ort

Studie
Mehrheit kauft am liebsten beim Händler vor Ort
Ein Auto online zu kaufen kommt für die meisten Deutschen nicht in Frage. Testfahrt und persönlicher Kontakt haben nach wie vor einen hohen Stellenwert.
© Foto: ProMotor/T. Volz
Zum Themenspecial Elektromobilität

Die meisten Stationen der Customer Journey legen Fahrzeugkäufer am liebsten im Autohaus zurück. Den Online-Kanal darüber zu vernachlässigen wäre aber ein Fehler.

Die meisten Deutschen kaufen Autos nach wie vor am liebsten beim Händler vor Ort. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle „Digital Life Index-Report“ des Beratungsunternehmens Publicis Sapient. In der weltweit durchgeführten Studie untersucht das Unternehmen regelmäßig Veränderungen der Mobilitäts- und Energieansprüche von Verbrauchern.

In diesem Zusammenhang wollten die Autoren auch untersuchen, wie es um die Digitalisierung des Autokaufs steht. Dabei kam heraus, dass die meisten Autokäufer nach wie vor auf den Händler vor Ort vertrauen. So gaben 86 Prozent an, den Kaufvertrag für ein Auto lieber im Autohaus als online abzuschließen. Ebenso viele erklärten zudem, auch den Verkaufsvertrag für ihr altes Auto am liebsten beim Händler vor Ort zu machen. Auch bei anderen, wesentlichen Etappen der Customer Journey gaben die meisten Käufer den Autohäusern den Vorzug. So zum Beispiel bei der Beratung durch einen Auto-Experten (89 Prozent), Fahrzeugkonfiguration (72 Prozent), Testfahrt (84 Prozent), Finanzierung (84 Prozent), Preisverhandlung (83 Prozent) und Fahrzeugauslieferung.

81 Prozent nutzen im Kaufprozess das Internet, aber nur 12 Prozent kaufen auch online

Den Online-Kanal zu vernachlässigen ist aber dennoch keine gute Idee. Denn 81 Prozent der Umfrageteilnehmer haben bereits zumindest einen Teil ihrer Customer-Journey schon online zurückgelegt. Von diesen haben die meisten das Internet vor allem am Anfang des Kaufprozesses als Informationsquelle genutzt, um sich über Fahrzeugtypen, Marken, oder Technologien zu informieren (42 Prozent). Eminent wichtig war das Internet auch für den Fahrzeugvergleich (49 Prozent). Für letzteren bevorzugten 57 der Befragten sogar ganz ausdrücklich das Internet und nicht den klassischen Handel (43 Prozent). Dass sie den Kauf- oder Verkaufsvertrag für ein Fahrzeug online geschlossen haben, gaben hingegen nur je 12 Prozent an.

Abgesehen von den einzelnen Abschnitten auf der Customer-Journey wurden die Teilnehmer der Studie auch gefragt, welchen Verkaufskanal insgesamt sie bevorzugen. Dabei gab es erneut eine deutliche Mehrheit für den stationären Handel: 62 Prozent nannten diesen als erste Wahl. Auf Platz zwei folgt der Online-Kauf direkt beim Hersteller (18 Prozent) und auf Platz drei der Online-Kauf beim Händler (12 Prozent). Online-Marktplätze und Showrooms der Hersteller hingegen landen abgeschlagen bei drei und vier Prozent.

45 Prozent wollen nicht auf Testfahrt und Besichtigung vor Ort verzichten

Als wichtigstes Argument gegen einen reinen Online-Kauf nannten die meisten Deutschen, dass sie das Fahrzeug, das sie kaufen, zuvor ansehen und fahren wollen (45 Prozent). Auf Platz zwei folgt, dass sie die Verträge mit einem Menschen durchgehen wollen und Fragen stellen können (34 Prozent). Knapp ein Drittel gab außerdem an, sich unwohl dabei zu fühlen einen derartig großen Kauf online zu machen. Mit 78 Prozent bevorzugen die meisten zudem eindeutig, das Fahrzeug selbst zu kaufen oder zu finanzieren. Leasing und Abomodelle präferieren hingegen nur zwölf und elf Prozent der Deutschen.

Der Report widmet sich daneben auch der Frage, welche Autos die Deutschen wollen. Dabei zeichnet sich ein klarer Trend hin zu umweltfreundlicheren und kraftstoffeffizienteren Fahrzeugen ab. So gaben 44 Prozent der Befragten an, bei ihrem nächsten Auto, wahrscheinlich, sehr wahrscheinlich oder definitiv ein Auto mit Hybrid-Antrieb zu kaufen. Bei reinen E-Autos liegt dieser Wert bei 40 Prozent. Jedoch bremsen laut Umfrage Bedenken hinsichtlich der Reichweite der Batterien (52 Prozent) und Preise (46 Prozent) die breite Etablierung von Elektrofahrzeugen. Zudem erwarten die Verbraucher (93 Prozent), dass ihre Fahrzeuge vernetzt sind und über entsprechende Connectivity-Features verfügen. Die Hälfte der Befragten gab an, dafür auch höhere Kosten in Kauf zu nehmen. (aw)


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