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Umfrage: Steigendes Interesse an E-Autos

Umfrage
Steigendes Interesse an E-Autos
Der üppige staatliche Zuschuss für E-Autos spielt kaum eine Rolle.
© Foto: Sergii Chernov/stock.adobe.com
Zum Themenspecial E-Auto-Prämie

Trotz der Klimadebatte setzen viele Verbraucher in Deutschland nach wie vor auf Verbrenner und umstrittene Stadtgeländewagen. Aber die SUV werden immer kleiner und das Interesse an E-Autos nimmt zu. Die Kaufprämie spielt dabei wohl keine große Rolle.

Unter Deutschlands Autofahrern steigt einer neuen Umfrage zufolge der Zuspruch zu Elektroautos. Derzeit wollen sich demnach elf Prozent der Autokaufinteressenten ein rein elektrisches Auto zulegen. Das hat das Umfrageinstitut YouGov im Auftrag des Vergleichportals Check24 ermittelt. Das waren vier Prozentpunkte mehr als bei der vorigen Elektroauto-Umfrage vor einem knappen Jahr, wie Check24 am Sonntag in München mitteilte.

Auch Hybridwagen werden demnach beliebter: Derzeit wollen 13 Prozent der potenziellen Autokäufer sich ein Auto mit kombiniertem Benzin- und Elektroantrieb zulegen, im August 2019 waren es noch zehn Prozent.

Der üppige staatliche Zuschuss für Elektroautos von bis zu 9.000 Euro spielt laut Umfrage aber kaum eine Rolle. Knapp drei Viertel - 73 Prozent - der Verbraucher sagten, dass die Prämie keinen Einfluss auf ihre Pläne habe. Und insgesamt bevorzugen nach wie vor knapp 60 Prozent ein Auto mit Benzin- oder Dieselmotor. Woran das liegt, haben die Meinungsforscher nicht ermittelt, doch übliche Einwände gegen Elektroautos sind hohe Preise und niedrige Reichweiten.

Kfz-Versicherungen für E-Autos ähnlich wie bei Verbrennern 

Bei den Versicherungskosten gibt es laut Check24 keine allgemeingültige Aussage, manche Modelle sind teurer zu versichern als ähnliche Autos mit herkömmlichem Motor, andere günstiger. "Kfz-Versicherungen für Elektroautos sind nicht grundsätzlich günstiger oder teurer als für vergleichbare Verbrenner", sagte Tobias Stuber, der Geschäftsführer Kfz-Versicherungen bei dem Münchner Unternehmen.

Trotz der Klimadebatte ist zwar der Trend zu schweren Stadtgeländewagen (SUV) in Deutschland zuletzt ungebrochen geblieben. Allerdings hat sich der vor allem in den Ballungsräumen umstrittene Fahrzeugtyp in seinen wesentlichen Abmessungen immer mehr den übrigen Neuwagen angenähert, wie eine aktuelle Studie des Duisburger CAR-Zentrums zeigt. Danach unterscheiden sich die in der ersten Jahreshälfte neu zugelassenen SUV bei einem Marktanteil von 34,1 Prozent bei Breite, Länge und Gewicht nur noch wenig von anderen Neuwagen. Zuvor hatte die 'Welt am Sonntag' über die Studie berichtet.

SUV werden kleiner

Nach Auswertung der Neuzulassungen sind die SUV durchschnittlich vier Zentimeter breiter, drei Zentimeter länger und 159 Kilogramm schwerer als die übrige Flotte, so die Forschungseinrichtung. In der Vergangenheit klafften die Werte um bis zu zehn Zentimeter in der Breite, 30 Zentimeter in der Länge und fast 600 Kilogramm Gewicht auseinander. Grundsätzlich werden die Autos aber allesamt von Jahr zu Jahr größer und schwerer.

Studienleiter Ferdinand Dudenhöffer führt die Angleichung auf den Trend zurück, dass immer mehr SUV im Kleinwagen- und Kompaktformat auf den Markt kommen. Die gesellschaftliche Diskussion über die Gefährlichkeit sogenannter Stadtpanzer werde aber von wenigen "Dickschiffen" geprägt, die rund zwei Meter breit und um die fünf Meter lang sind. Die Premiumhersteller bräuchten diese Modelle für die Märkte USA und China, handelten sich hierzulande aber Akzeptanzprobleme ein, warnte der Auto-Experte. (dpa)


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