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Virusgefahr: Autobranche trifft Vorsichtsmaßnahmen

Virusgefahr
Autobranche trifft Vorsichtsmaßnahmen
Webasto hat seine Zentrale bei München wegen der Virusgefahr geschlossen.
© Foto: Winfried Wagner/dpa
Zum Themenspecial Automobilzulieferer

Die Angst vor dem Coronavirus hat Einfluss auf die Automobilproduktion: Webasto schließt seine Zentrale in München, VW-Mitarbeiter arbeiten in Peking von zuhause und Toyota stoppt die Produktion in China.

Nach der Infektion von vier Webasto-Mitarbeitern mit dem Coronavirus hat der Autozulieferer die Konzernzentrale samt Entwicklungs- und Testzentrum für Dächer in Stockdorf bei München geschlossen. Aber "Stand heute läuft der Betrieb an allen anderen Standorten in Deutschland normal weiter", sagte eine Sprecherin am Mittwoch.

In Stockdorf seien 1.000, an den anderen sieben Standorten in Deutschland rund 3.000 Mitarbeiter beschäftigt. In Stockdorf "läuft das Tagesgeschäft - soweit unter den aktuellen Bedingungen möglich - wie gewohnt weiter", sagte die Sprecherin: "Die meisten Kolleginnen und Kollegen können von zuhause arbeiten."

Am Dienstag war bei Webasto der erste Coronavirusfall in Deutschland bekanntgeworden. Ein Mitarbeiter hatte sich bei einer chinesischen Kollegin angesteckt. Inzwischen wurde bei drei weiteren Mitarbeitern die Lungenkrankheit festgestellt.

Alle Standorte in China bis Sonntag geschlossen

In China hat Webasto elf Werke mit 3.500 Mitarbeitern - darunter in der Metropole Wuhan, wo das Coronavirus ausbrach. Alle Standorte in China seien aufgrund der Neujahrsfeierlichkeiten bis Sonntag geschlossen, sagte die Sprecherin. Darüber hinaus gebe es behördliche Anordnungen. So sei Schanghai auch die nächste Woche bis 9. Februar geschlossen.

"Wir stehen in engem Kontakt mit unseren Kunden und Behörden, um die erneute Aufnahme der Produktion zu koordinieren, sobald dies möglich ist", sagte die Webasto-Sprecherin. "Vieles hängt auch von der Entwicklung der Nachfrage unserer Kunden in der Region - also der Autohersteller - ab. Wir können Auswirkungen auf die globalen automobilen Lieferketten nicht ausschließen."

Webasto erwirtschaftet mit Panorama-, Schiebe- und Cabrio-Dächern sowie Standheizungen rund 3,4 Milliarden Euro Jahresumsatz - fast die Hälfte davon in China.

VW-Mitarbeiter in Peking arbeiten von zuhause

Wegen des Ausbruchs der Lungenkrankheit in China lässt Volkswagen seine 3.500 Mitarbeiter in Peking für zwei Wochen von daheim aus arbeiten. Wie der Autobauer am Mittwoch mitteilte, werden bis auf weiteres auch alle Geschäftsreisen in China und international ausgesetzt. Nach dem bisher geplanten Ende der - schon um drei Tage verlängerten - offiziellen Neujahrsferien am kommenden Montag sollen die Mitarbeiter in der Hauptstadt bis 17. Februar zuhause bleiben und von dort arbeiten. "Wir streben an, ein gesundes und sicheres Arbeitsumfeld für unsere Kollegen sicherzustellen."

Toyota stoppt Produktion

Der japanische Autobauer Toyota hat angesichts der Ausbreitung des Coronavirus in China den Betrieb seiner Werke in dem Nachbarland für die nächsten Tage eingestellt. Aufgrund von Faktoren wie den Richtlinien der chinesischen Behörden sowie der derzeitigen Lage bei der Teilezulieferung habe man entschieden, den Betrieb der Fabriken bis zum 9. Februar auszusetzen, teilte eine Sprecherin des Konzerns in Tokio mit. Man werde die Situation beobachten und entscheiden, wie ab dem 10. Februar weiter vorgegangen werde. (dpa)


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