Bilanz 2025: TÜV Rheinland legt kräftig zu

22.04.2026 04:04 Uhr | Lesezeit: 3 min
TÜV Rheinland-Zentrale in Köln
TÜV Rheinland hat 2025 eine Umsatz von fast drei Milliarden Euro erwirtschaftet.
© Foto: TÜV Rheinland

Mehr Umsatz, mehr Personal, mehr Investitionen: TÜV Rheinland meldet für 2025 ein starkes Jahr – getrieben auch vom internationalen Geschäft und neuen Technologiefeldern.

TÜV Rheinland hat im Geschäftsjahr 2025 seinen Wachstumskurs fortgesetzt. Der Prüfkonzern erzielte einen Umsatz von 2,98 Milliarden Euro, ein Plus von 9,7 Prozent gegenüber 2024 (2,71 Milliarden Euro). Wie das Unternehmen in Köln mitteilte, legten alle vier Geschäftsbereiche bei den Erlösen zu.

Getrieben wurde das Wachstum insbesondere von Dienstleistungen rund um die Prüfung elektrischer und elektronischer Produkte, Tests von Photovoltaikmodulen, Unterstützung beim Marktzugang in internationalen Märkten sowie technischen Services für die Energiebranche. Auch klassische Prüfungen – etwa an Fahrzeugen, Druckanlagen und Aufzügen – entwickelten sich stabil.

TÜV Rheinland verweist zudem auf eine kontinuierliche Dynamik über mehrere Jahre: Von 2022 bis 2025 sei der Umsatz im Schnitt um 9,4 Prozent jährlich gestiegen. "Als eines der weltweit größten Prüfunternehmen haben wir im Wettbewerb eine starke Position. Wir wollen auch langfristig vorne mitspielen", sagte Michael Fübi, Vorstandsvorsitzender der TÜV Rheinland AG, am Dienstag bei der Bilanzvorstellung. 

Internationales Geschäft bleibt Wachstumssäule 

Der Konzern erwirtschaftete 2025 55,1 Prozent seines Umsatzes außerhalb Deutschlands. Fübi: "Von Köln in die Welt: Diesen Weg geht TÜV Rheinland seit mehr als 50 Jahren. Unsere globale Präsenz und die breite Aufstellung in nahezu allen Branchen ermöglichen es uns, Risiken abzufedern und nachhaltig zu wachsen." Für das laufende Jahr erwarte man ein weiteres Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich. 

Personalaufbau und offene Stellen

Zum Jahresende 2025 beschäftigte TÜV Rheinland weltweit 28.550 Mitarbeitende – 1.500 mehr als im Vorjahr. 66,1 Prozent der Belegschaft arbeiten außerhalb Deutschlands. Aktuell sucht das Unternehmen nach eigenen Angaben weltweit mehr als 1.200 neue Mitarbeitende, darunter knapp 400 in Deutschland. Besonders gefragt seien Ingenieurinnen und Ingenieure sowie Fachkräfte für technische Berufe, hieß es. 

Ergebniskennzahlen steigen – Ziele "übertroffen" 

Beim Ergebnis legte TÜV Rheinland ebenfalls zu: Das Betriebsergebnis (EBIT) stieg 2025 auf 242 Millionen Euro (2024: 215 Millionen Euro), die EBIT-Marge erreichte 8,1 Prozent (2024: 7,9 Prozent). Bereinigt um Sondereffekte lag das EBIT bei 268 Millionen Euro, die bereinigte EBIT-Marge bei neun Prozent (2024: 8,3 Prozent). "Wir haben unsere finanziellen Ziele für 2025 nicht nur erreicht, sondern in vielen Bereichen übertroffen. Das gibt uns die Stabilität, auch in einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld weiter zu wachsen", betonte Finanzvorstand Philipp Kortüm.

Investitionen, Übernahmen und Fokus auf neue Technologien 

TÜV Rheinland investierte 2025 87,2 Millionen Euro (2024: 86,1 Millionen Euro), unter anderem in neue Labore, Digitalisierung und innovative Technologien. In China flossen größere Mittel in Laborstandorte in Taicang und Shenzhen, um die Nachfrage nach Prüf- und Zertifizierungsdienstleistungen zu bedienen.

Zudem setzte der Konzern sein anorganisches Wachstum fort und übernahm 2025 fünf Unternehmen im Geschäftsbereich People & Business Assurance. Zwischen 2022 und 2025 akquirierte und integrierte TÜV Rheinland nach eigenen Angaben 23 Unternehmen. In den ersten drei Monaten 2026 kamen bereits vier weitere Übernahmen hinzu – unter anderem in Deutschland (Arbeitssicherheit und Windenergie), Südkorea (Produktprüfung) und den USA (technische Beratung). 

Inhaltlich baut TÜV Rheinland seine Angebote für neue Technologiefelder aus. Dazu gehören Zertifizierungen für KI-Managementsysteme ebenso wie Cybersicherheit und intelligente Verkehrssysteme. Für den wachsenden Markt plant der Konzern zudem ein neues Labor im indischen Delhi zur Prüfung von Fahrzeugkomponenten. Auch die Energie- und Mobilitätswende bleibt ein zentrales Feld.


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