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Thüringer Kfz-Präsident Peter: Autohändler und Kunden tief verunsichert

Helmut Peter (Archivbild)
© Foto: Autohausgruppe Peter

Das Vorhaben der Bundesregierung, die Subventionen für PHEV und BEV zu streichen bzw. zu kürzen, stößt weiter auf Unmut im Kfz-Gewerbe. Helmut Peter beklagt fehlende Planungssicherheit.


Datum:
02.05.2022
Autor:
rp
Lesezeit: 
3 min
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Vor dem Hintergrund der ab 2023 geplanten E-Auto-Förderung hat Helmut Peter eine tiefe Verunsicherung bei Autohändlern und Kunden ausgemacht. Als Grund nannte der Präsident des Thüringer Kraftfahrzeuggewerbes am vergangenen Freitag auf der Automesse Erfurt, dass die Bundesregierung zunächst eine Verlängerung der Förderung von Hybridfahrzeugen angekündigt habe, um kurze Zeit danach das Auslaufen der Prämie zum Jahresende anzukündigen. Angesichts von Lieferzeiten bei Neuwagen von mehr als einem Jahr könne man so nicht planen, sagte Peter der "Thüringer Allgemeinen" (Samstagsausgabe).

Wie berichtet, plant die Bundesregierung, die Förderung von Plug-in-Hybridfahrzeugen bis Ende 2022 komplett einzustellen. Die Innovationsprämie für reine Elektroautos soll zudem gekappt werden.

"Die Kunden kaufen mittlerweile die Autos, die verfügbar sind", betonte der Kfz-Unternehmer. Daher seien auch die Preise für Gebrauchtwagen angestiegen. Händler könnten inzwischen auch keine verbindlichen Preise für Neufahrzeuge mehr benennen. "In den Kaufverträgen lassen die Händler derzeit nicht nur den voraussichtlichen Liefertermin offen, sondern müssen die Kunden auch darauf aufmerksam machen, dass der endgültige Preis nicht feststeht", erläuterte Peter der Zeitung. Kunden müssten mit Aufschlägen von drei bis fünf Prozent bis zum Auslieferungstag rechnen.

Die automobile Regionalmesse in Erfurt wertete Peter als klares Signal an die Kunden, dass es die Branche nach der Pandemie noch gebe. Thomas Peckruhn, Vize-Präsident des Zentralverbandes Deutsches Kfz-Gewerbe (ZDK), unterstrich ebenfalls die Bedeutung der Veranstaltung: "Wer jetzt aufhört, sich um die Kunden zu kümmern, der macht einen großen Fehler", wird der Autohändler zitiert. Der Kauf eines Autos sei eine emotionale Angelegenheit. Kunden wollten den Wagen anfassen, einsteigen und testen. Dafür biete eine Messe eine nahezu ideale Möglichkeit.

Erfolgreicher Restart

Die Automobilmesse Erfurt fand in diesem Jahr vom 29. April bis 1. Mai statt. Mit 18.143 Besuchern habe Mitteldeutschlands wichtigster Branchentreff nach Corona ein starkes Comeback gefeiert, teilten die Veranstalter am Montag mit. "Wir sind unter den derzeitigen Umständen und nach der mehr als einjährigen Pause mehr als zufrieden mit dem Ergebnis. Und diese Zufriedenheit und Freude teilen auch die Händler und Aussteller mit uns, die ordentliche Verkaufsergebnisse vorweisen konnten", sagte Matthias Andrzejak, Geschäftsführer der SP Veranstaltungs- und Handels GmbH. Es zeige, wie wichtig hochwertige regionale Veranstaltungen für die Branche seien.

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow hatte die Branchenshow offiziell eröffnet. Insgesamt präsentierten in den drei Messehallen über 100 Aussteller ihr Auto-, Zweirad- und Tuning-Angebot.

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