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Auto-Abos im Händlercheck: Geschäftsmodell mit Potenzial

Auto-Abos im Händlercheck
Geschäftsmodell mit Potenzial
Der Auto-Abo-Anbieter Cluno sicht den Schulterschluss mit dem Handel.
© Foto: Cluno

Rund die Hälfte der Autohaus-Entscheider kann sich vorstellen, ein Auto-Abo ins Portfolio aufzunehmen und geht auch davon aus, dass sich diese Mobilitätsangebote am Markt etablieren werden.

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Von AUTOHAUS-Chefredakteur Ralph M. Meunzel

Das Mieten von Autos dürfte so alt sein, wie das Auto selbst. Zehn Prozent der Neuzulassungen gehen laut Kraftfahrt-Bundesamt auf das Konto der Mietgesellschaften. Es handelt sich also um ein volumenstarkes Geschäft. Inzwischen gibt es ziemlich viel Bewegung hinsichtlich neuer Geschäftsmodelle entlang der automobilen Wertschöpfungskette. Es stellt sich allerdings prinzipiell die Frage, wie der Handel daran partizipieren kann bzw. ob man ihn auch lässt. Aktuell gibt es Anbieter wie Fair.com in den USA oder Cluno in Deutschland, die den Schulterschluss mit Autohäusern suchen und deren Geschäftsmodell nur in Zusammenarbeit mit dem Handel funktioniert.

Im aktuellen AUTOHAUS Panel geht es konkret um das Thema Auto-Abo. Damit ist gemeint, dass der Kunde sein Auto weder kauft noch least, sondern auf Zeit zu einem bestimmten festen monatlichen Betrag mietet. Bestimmte Leistungen wie Wartung und Versicherung sind dabei inkludiert. Auch die Möglichkeit der vorzeitigen Rückgabe ist gegeben. In der Regel müssen nur noch die Benzinkosten gezahlt werden.

Nur 53 Prozent der befragten Entscheider im Handel haben allerdings bisher von diesen Modellen nach eigenen Angaben gehört. 41 Prozent halten dies für ein interessantes Geschäftsmodell und bewerten die Chancen für den Handel eher als positiv. Rund ein Viertel sprechen dagegen von einer Modeerscheinung und sehen dieses Konzept als für Händler nicht geeignet (20 Prozent). Dabei wären 43 Prozent bereit in die Software zu investieren und 34 Prozent Werbeausgaben zu tätigen.

Als Anbieter von Auto-Abos würden sich zwischen 40 bis 50 Prozent der Befragten ihren Hersteller oder Importeur an ihrer Seite wünschen. 40 Prozent sind allerdings auch davon überzeugt, dass Shared Mobility zu weit vom Kerngeschäft des Handels entfernt ist. Dagegen sehen 38 Prozent die Möglichkeit, das eigene Geschäft zu diversifizieren. Für jeden Fünften birgt ein Auto-Abo-Modell auch eine Gefahr für das eigentliche Handelsgeschäft.

Chancen und Risiken

Hinsichtlich der Chancen zur Verbreiterung des Angebots ist das Auto-Abo für 42 Prozent eine Möglichkeit der verlängerten Probefahrt – und damit letztlich eine weitere Möglichkeit, um Autos zu verkaufen. Für 37 Prozent bietet ein derartiges Angebot Eroberungspotenzial für Neukunden. Als Risiken sieht der Handel explizit eine Schwächung der Kernkompetenzen (34 Prozent), die Abwertung des Fuhrparks, die Kannibalisierung des Geschäfts und einen zu hohen Aufwand (jeweils 33 Prozent). Rund die Hälfte der Befragten kann sich aber vorstellen, das Auto-Abo ins Portfolio aufzunehmen und gehen auch davon aus, dass sich dieses Geschäftsmodell am Markt etablieren wird.


Der AUTOHAUS pulsSchlag ist Teil der Wissensplattform AUTOHAUS next. Mehr zum Top-Thema des Monats und zum aktuellen Neuwagen-, Gebrauchtwagen- und Aftersalesgeschäft der Branche finden Sie in der Ausgabe 4/2019. Das Stimmungsbarometer des deutschen Autohandels erscheint monatlich in Kooperation mit puls Marktforschung und Santander. Mehr zu den Bezugsmöglichkeiten erfahren Sie unter www.autohaus.de/pulsschlag

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