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Autobörse: Mobile.de erhöht Preise

Mobile dreht auch in diesem Jahr eine Preisrunde.
© Foto: Mobile.de

Erst im Juni hatte Autoscout24 mit saftigen Preisaufschlägen für Schlagzeilen gesorgt. Jetzt zieht der Marktführer nach.

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Bei der Gebrauchtwagenbörse Mobile.de steigen die Preise für gewerbliche Verkäufer. Zum 1. November 2019 erfolgt eine Anpassung über alle Staffeln und Tarifpakete von durchschnittlich elf Prozent, wie aus einem Händlerschreiben des Unternehmens hervorgeht, das AUTOHAUS vorliegt. Lediglich für Geschäftspartner, die die beiden niedrigsten Staffeln mit maximal drei inserierten Fahrzeugen im Monatsdurchschnitt buchen, bleiben die Preise unverändert.

Teurer wird es ab November vor allem für Kunden mit einem größeren Bestand. So zahlen Händler für 51 bis 70 Fahrzeuge im Paket "Kompakt" 639,99 Euro. Das sind 100 Euro mehr als bisher. In der gleichen Staffel werden für das Top-Paket "Premium" künftig 949,99 Euro fällig, ein Anstieg von 80 Euro. Tiefer in die Tasche greifen müssen die Mobile.de-Händler auch für jedes zusätzliche Fahrzeug, das das jeweilige Paket-Kontingent überschreitet. Laut Preisliste belaufen sich die Zusatzkosten auf bis zu knapp 18 Prozent.

Die Mobile.de GmbH begründet die jüngste Erhöhung unter anderem mit der technischen Weiterentwicklung der Plattform. "Damit Ihr Unternehmen keine digitale Entwicklung verpasst, investieren wir viel Zeit und Geld in unser Angebot", heißt es in dem Schreiben. Man wolle den Fahrzeugwechsel weiter vereinfachen und den Händlern in Zukunft "noch mehr Kunden auf den Hof senden".

Zugleich verweist der Marktführer unter den Fahrzeugbörsen auf 16 Millionen Nutzer pro Monat und damit auf "eine fast doppelt so hohe Reichweite wie der nächste Wettbewerber". Dem Handel würden durchschnittlich 1,1 Millionen Käuferanfragen pro Monat geliefert.

Der große Rivale Autoscout24 hatte bereits im Juni an der Preisschraube gedreht. Kräftige Aufschläge von bis zu 25 Prozent hatten prompt für harsche Kritik in der Branche und beim Deutschen Kfz-Gewerbe gesorgt (wir berichteten). (rp)

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KOMMENTARE


Wolfgang

31.10.2019 - 11:48 Uhr

Die letzten SECHS Preiserhöhungen haben für den Händler außer MEHRKOSTEN, nichts gebracht, keine Vorteile, keine Umsatzwunder, keine Mehranfragen, es bleibt alles beim alten, nur kostet halt mehr. Vor 10 Jahren hab ich für mobile.de Rechnungen für 200 Autos um die 300 Euro gehabt, jetzt zahle ich im Schnitt 1500 Euro und verkaufe deswegen nicht mehr und erwirtschafte auch nicht mehr Gewinn... Augenwischerei und Monopol... aber anscheinend funktioniert die Masche immer wieder...


Annotator

31.10.2019 - 12:14 Uhr

Und wenn Sie die Preise um 100% erhöhen wird nur gejammert aber nicht gekündigt.


Detlef Rüdel

01.11.2019 - 09:20 Uhr

@Wolfgang, und warum kündigen Sie dann nicht mobile.de? Gibt doch dann keinen logischen Grund, der Unternehmensgruppe weiterhin Geld zu überweisen, wenn nichts darüber an Mehrwert generiert werden kann.


Just2cents

04.11.2019 - 07:33 Uhr

Es gibt mittlerweile ja auch Alternativen. Verschiedene Anbieter starten eigene Börsen. Zum Beispiel die BDK Bank, die gerade mit einer eigenen Plattform startet. Man muss sich dann halt konsequent von Mobile.de lossagen.


Werner

04.11.2019 - 07:50 Uhr

Bei jeder Erhöhung das gleiche Gejammere, es ist von Monopol die Rede, Abzocke usw. Kündigen tut so gut wie keiner, also geht es ohne die Börsen nicht und bringen wohl wirklich Umsatz.Tun sie auch, ja Preiserhöhungen sind doof, aber welcher Kollege hat in den letzten 10 Jahren nicht regelmäßig seine Preise für was auch immer erhöht? Es geht nicht ohne Preiserhöhungen. Also einfach mal ruhig bleiben. Es wird ja nur gemeckert, weil man weiß es funktioniert, würde es nicht funktionieren, würde keiner meckern, sondern kommentarlos kündigen.Wir können doch froh sein, dass wir zwei funktionierende Börsen am Markt haben, wir sind dafür sehr dankbar, wir können seit vielen Jahren jedes Auto ankaufen und verkaufen es sogar wieder, selbst der größte Schrott.Erinnert Euch mal an Printmedienzeiten zurück, war da alles besser? Nein, niemals, viele Kunden musste man mit ihren Autos wegschicken, weil es unmöglich war sie im eigenen Marktverantwortungsgebiet zu vermarkten. Und nun nur Jammerei. Was soll das?


Frank Fehling

04.11.2019 - 16:34 Uhr

In der Automobilbranche wird immer wieder gejammert.Wenn mir etwas nicht passt, dann muss ich dafür sorgen das ich was ändere.Jammern hilft keinem.Die Automobilbranche ist im wandel durch das digitale Zeitalter. Internet ist in. Es gibt genug Möglichkeiten sich neu auf zu stellen. Leider sind die inhabergeführten Autohäuser dagegen. Sturheit verliert. Das beste Verkaufsteam hat erfolgt.


Marc

12.11.2019 - 07:30 Uhr

mir geht es gar nicht um die Preiserhöhungen, die sind doof egal bei wem, das schmeckt keinem.Was mich erheblich stört, dass ich als bezahlender Kunde mit Bewertungen und Einschätzungen ob mein Auto zu teuer oder zu günstig ist bevormundet werde. Es wird kein seriöses Bewertungssystem von mobile.de geboten. Ob Autos zu teuer oder zu günstig sind, kann mobile.de überhaupt nicht entscheiden, soviele Faktoren wie wir Profis die Fahrzeuge einschätzen hat mobile.de überhaupt nicht. Es ist einfach eine Frechheit und es wird sich massiv in den Verkaufsprozess eingemischt. Das sich die Herren von mobile.de schwer tun hat sich schon darin gezeigt, dass die Herren welche bei uns vor Ort waren, alle durch die Bank noch nie im Leben in einem Autohaus gearbeitet haben und überhaupt nicht verstehen, was wir tun und warum wir das und das tun. Werbeanzeigen verkaufen, Seite 1 Inserate, dafür brauche ich keinen, da kann ich mit der Maschine mobile.de mich virtuell beschäftigen. Unseren Verkäufern erzählen wollen, dass z.B. die exklusive Innenausstattung keinen wirklichen Mehrwert sind, dafür aber Kunden hunderte Kilometer fahren und teilweise vom Ausland kommen und alleine dafür mehr bezahlen, weil ein bestimmtes Leder in einer bestimmten und seltenen Farbe im Fahrzeug ist, zeigt wie wenig sich die Herren von Autoverkauf Ahnung haben. Das gewisse zusätzliche Serviceleistungen die wir anbieten nicht immer alltäglich sind und wir nicht alles verschenken können. Nein der Großteil der Fahrzeuge sind zu teuer, Urteil mobile.deSomit für uns nun der nächste Schritt ab Januar 2020 werden wir mit einigen Häusern sagen, mobile ist zu teuer, nicht wegen der Preiserhöhung, sondern weil das Paket mobile.de nicht mehr passt und ihr immer weniger von unserem Geschäft, Sorgen, Herausforderungen versteht. Weil ihr uns ganz einfach nach einem Fahrzeugpreis bewerten mit total Schwachen Parameter im Hintergrund. Sorry für uns seit ihr nicht mehr die Profis, daher good bye. Wir waren in Wachstellung, als der erfahrene Händlerleiter mobile.de verlassen hat und verlassen nun auch mobile.de diesmal ohne Rückfahrkarte und nein wir wollen keine zwei drei Monate kostenlos, damit wir bleiben, wir wollen Systeme die uns Händlern helfen und nicht einschränken.


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