Viele Autokäufe in Deutschland werden in jüngster Zeit offenbar nicht mehr nur aus Lust auf etwas Neues, sondern aus schlichter Notwendigkeit getätigt. Nach einer Auswertung der Deutschen Automobil Treuhand (DAT) hielten 2025 rund 80 Prozent der Gebrauchtwagen- und 68 Prozent der Neuwagenkäufer ihre Anschaffung für absolut notwendig. Sämtliche Werte lagen damit laut DAT deutlich über dem Vorjahresniveau.
Besonders ausgeprägt war der Zwang zum Fahrzeugwechsel bei jungen Gebrauchtwagenkäufern. Von den unter 30-Jährigen bezeichneten 90 Prozent den Kauf als unumgänglich. Häufig war ein Punkt erreicht, an dem sich der Wechsel nicht länger aufschieben ließ. So nannten 33 Prozent der Gebrauchtwagenkäufer hohe Reparaturkosten oder die mangelnde Wirtschaftlichkeit ihres alten Autos als Kaufgrund, 30 Prozent wünschten sich ein zuverlässigeres Fahrzeug.
Nach Einschätzung der DAT haben viele Käufer den Fahrzeugwechsel während der von Lieferengpässen und hohen Preisen geprägten Jahre seit Corona aufgeschoben. Durch das Hinauszögern erhöhte sich der Anteil derjenigen, die unter Zugzwang handeln mussten.
Die grundsätzliche Bedeutung des Autos bleibt derweil auf hohem Niveau weitgehend stabil. 81 Prozent der befragten Pkw-Halter bezeichneten das eigene Fahrzeug als unverzichtbar, nach 82 Prozent im Vorjahr. Rund 93 Prozent wollen sich auch künftig wieder ein Auto anschaffen. Befragt wurden allerdings ausschließlich Personen, die bereits einen Pkw besitzen.