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Corona-Regeln in Bayern: Reifenwechsel aus sicherheitsrelevanten Gründen erlaubt

In Bayern dürfen aus sicherheitsrelevanten Gründen Reifen weiter gewechselt werden.
© Foto: industrieblick / stock.adobe.com

Nachdem am Mittwoch gemeldet wurde, dass in Bayern Reifenwechsel von den Ausgangsbeschränkungen betroffen und damit untersagt sind, gibt es nun eine Nachbesserung. Demnach stellen sicherheitsrelevante Gründe eine Ausnahme dar.


Datum:
02.04.2020
6 Kommentare

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Aufgrund der strikteren Ausgangsbeschränkungen sei es in Bayern derzeit gar nicht erlaubt, wegen eines Reifenwechsels in die Autowerkstatt zu fahren – dies wurde am Mittwoch auf Grundlage einer Meldung der Nachrichtenagentur dpa berichtet. Darin hatte das bayerische Gesundheitsministerium die Aussage bestätigt. Doch schon am Donnerstag gestaltet sich die Lage etwas anders. Denn in den FAQs des Bayerischen Staatsministeriums des Innern, für Sport und Integration (Abschnitt "Umzüge, Trauungen, Kfz-Reparaturen, TÜV") steht: "Ein Reifenwechsel sollte nur aus sicherheitsrelevanten Gründen (z. B. abgefahrene Reifen) stattfinden."

Weiter heißt es, dass das Aufsuchen einer Kfz-Werkstatt grundsätzlich ein triftiger Grund sei, die Wohnung verlassen zu können. "Allerdings sollten alle Arbeiten, die nicht notwendig sind, auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden." Wo möglich, sei ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. Von reinen Schönheitsreparaturen sollte abgesehen werden.

Auch das Kfz-Gewerbe Baden-Württemberg hat indes reagiert und der Agenturmeldung widersprochen, wonach es in diesem Frühjahr Probleme beim Reifenwechsel geben könnte. "Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall. In Baden-Württemberg sind alle Kfz-Werkstätten geöffnet, weil sie von der Landesregierung als so systemrelevant wie Lebensmittelgeschäfte eingestuft worden sind. Nur die Nachfrage nach Terminen könnte noch etwas größer sein", erklärt Carsten Beuß, Hauptgeschäftsführer des Verbandes des Kraftfahrzeuggewerbes Baden-Württemberg.

Beuß rät, "den Frühjahrsreifenwechsel, aber auch alle Werkstatt-Termine, bei Bedarf gerne auch zusammen mit den HU-Terminen, wie gewohnt zu vereinbaren". Es gebe durch Hygienemaßnahmen keine Ansteckungsgefahr, es gebe geringe Wartezeiten und einen wichtigen Grund, jetzt nicht von der üblichen Vorgehensweise abzuweichen. "Jeder Auftrag sichert Arbeitsplätze, denn die Werkstätten sind gerade das wirtschaftliche Rückgrat der Kfz-Betriebe", so der Hauptgeschäftsführer. (ah)

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KOMMENTARE


RHS

02.04.2020 - 18:18 Uhr

Herr Söder sollte, anstatt zu versuchen sich zu profilieren, mal besser überlegen, was er da anrichtet ... ob der Schaden jemals wieder gerichtet werden kann, ist fraglich. Schöne Grüße aus Niedersachsen


Ryba M.

03.04.2020 - 17:06 Uhr

Dann soll man bitte auch hier in Schleswig-Holstein die Werkstätten wieder öffnen. Denn ich habe im Februar Reifenwechseltermin für den 31.3.2020 vereinbart und erhielt einige Tage vorher die Absage, da man gezwungen sei, auf unbestimmte Zeit zu schließen. Nun fahre ich also im Sommer mit den Winterreifen weiter und ohne TÜV, da niemand TÜV macht ...


Jürgen Fröhlich

03.04.2020 - 22:32 Uhr

Mann kann es auch übertreiben


Frank Diezrich

06.04.2020 - 10:46 Uhr

Das finde ich persönlich Blödsinn, was ihr da schreibt ... ob ich jetzt noch 3 oder 4 Wochen mit meinen Winterreifen fahre oder nicht, was soll daran gefährlich sein?


Hans W

06.04.2020 - 14:43 Uhr

Man Leute---- mit euren Winterreifen könnt ihr auch den ganzen Sommer durchfahren ohne ein Sicherheitsrisiko einzugehen. Und TÜV guter Mann, den dürfen Sie nun bis zu 4 Monate überziehen, bei uns hier in Bayern sind die Stationen besetzt und Sie können einen ganz normalen Termin vereinbaren.Findet euch doch einfach damit ab und lasst es zu im Kopf. DIESES JAHR WIRD UND IST EINFACH ANDERS.


Chri§

19.04.2020 - 13:38 Uhr

@Hans: Klar könnte man das, sehe ich aber nicht ein. Die Winterreifen fahren sich bei den sommerlichen Temperaturen viel schneller ab, sind außerdem lauter und das Fahrzeug braucht mehr Sprit.


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