Die deutsche Kfz-Branche trauert um Dieter Sitz, den langjährigen Geschäftsführer von Skoda Auto Deutschland. Wie das Unternehmen bestätigte, ist Sitz im Alter von 85 Jahren verstorben. Er leitete den Importeur vom 1. August 1996 bis zum 31. Dezember 2005 – eine Zeit, in der er die Entwicklung der Marke in Deutschland maßgeblich prägte.
"Die Nachricht vom Tod unseres ehemaligen Geschäftsführers Dieter Sitz hat bei Skoda Auto Deutschland alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tief berührt. Viele von ihnen kannten ihn noch aus seiner aktiven Zeit", erklärte das Unternehmen auf Nachfrage.
Während seiner fast zehnjährigen Amtszeit setzte Sitz entscheidende Impulse für den Erfolg der Marke im deutschen Markt. Unter seiner Führung wurde Deutschland zum wichtigsten Absatzmarkt für die VW-Tochter Skoda. Zu seinen zentralen Maßnahmen gehörten die Neuausrichtung des Händlernetzes und die Einführung der "Skoda Roadshow", die den Markenauftritt weithin prägte.
Skoda Deutschland würdigt seinen früheren Chef als einen Menschen mit starkem Gestaltungswillen und klarer Vision: "Prägend waren sein tief verwurzelter Pioniergeist und die unbeirrbare Begeisterung für die Produkte, Händler und Mitarbeiter der Marke Skoda."
Unter seiner Regie konnte Skoda den Absatz in Deutschland um das Fünffache auf mehr als 100.000 Autos steigern. Der Marktanteil erhöhte sich von 0,62 auf 2,95 Prozent – eine unternehmerische Leistung, die bis heute nachwirkt.
Sitz selbst blickte bei seinem Abschied Ende 2005 dankbar auf seine Jahre beim Importeur zurück. In der damaligen Mitarbeiterzeitung sagte er, die Zeit bei Skoda seien "die schönsten Jahre meines Berufslebens" gewesen.
Das Unternehmen und frühere Wegbegleiter würdigen ihn als erfolgreichen Geschäftsführer, leidenschaftlichen Markenbotschafter und geschätzten Menschen, der mit seiner positiven Art und seiner Begeisterung für Wachstum und Veränderung viele Mitarbeitende geprägt habe.