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Deutscher Automarkt: Klarer Rückstand zur Halbzeit

Nach dem Ende der Abwrackprämie hat der deutsche Automarkt im ersten Halbjahr 2010 kräftig Federn lassen müssen.
© Foto: Archiv/AHO-Montage

Nach vorläufigen Zahlen kamen von Januar bis Juni 1,47 Millionen Autos neu auf deutsche Straßen. Das waren 29 Prozent weniger als im von der Abwrackprämie geprägten Vorjahreszeitraum. Der Privatmarkt brach um mehr als die Hälfte ein.


Datum:
02.07.2010
4 Kommentare

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Nach dem Ende der Abwrackprämie hat der deutsche Automarkt im ersten Halbjahr 2010 kräftig Federn lassen müssen. Von Januar bis Ende Juni wurden nach vorläufigen Zahlen der Herstellerverbände VDA und VDIK 1,47 Millionen Autos neu zugelassen – 29 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Pkw-Inlandsmarkt sei "natürlich überzeichnet durch das hohe Neuzulassungsvolumen des Vorjahres" als Folge der Abwrackprämie und der neu geordneten Kfz-Steuer, erklärte VDA-Präsident Matthias Wissmann am Freitag in Berlin.

Die deutschen Autohersteller rechnen in diesem Jahr mit 2,8 bis 2,9 Millionen neu zugelassenen Pkw in Deutschland. Das entspräche einem Rückgang von 24 bis 27 Prozent im Vergleich zu 2009. Vor sechs Monaten hatte der VDA für 2010 eine Spanne von 2,75 bis drei Millionen Neuzulassungen vorhergesagt.

Nach Angaben des VDIK schloss der Juni mit rund 289.400 Neuzulassungen und damit mit einem dicken Minus von 32 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Die Importeure stellten in ihrer Halbjahresbetrachtung das aktuelle Ergebnis den Verkaufszahlen von 2008 gegenüber: Im Vergleich ergebe sich ein Marktrückgang um lediglich zehn Prozent, dies entspreche den Prognosen für 2010, sagte VDIK-Präsident Volker Lange in Bad Homburg. Der Marktanteil der Mitgliedsmarken bewege sich mit fast 36 Prozent gegenüber 2008 auf annähernd gleichem Niveau.

Der private Markt schrumpfte nach Auslaufen der staatlichen Förderung bislang um mehr als die Hälfte (53 Prozent) auf insgesamt rund 628.000 Fahrzeuge. Der echte gewerbliche Markt steigerte sich dem Vernehmen nach im gleichen Zeitraum um sieben Prozent, lag allerdings noch deutlich unter den Vorgaben aus 2008. Die Pkw-Neuzulassungen mit Dieselmotor wurden von der negativen Entwicklung im ersten Halbjahr kaum beeinflusst (minus 2,9 Prozent). Ihr Anteil erholte sich auf 40,3 Prozent.

Hybridautos beliebt

Laut VDIK brach die Nachfrage nach Kleinst- und Kleinwagen wie erwartet stark ein (minus 47 Prozent). Die Oberklasse und die Offroader blieben in den ersten sechs Monaten dieses Jahres stabil, die Sportwagen legten nach einem Rückgang in 2009 wieder zu. 4.700 Neuzulassungen entfielen auf Hybridautos, ein Zuwachs von 54 Prozent. "Die zweitstärkste Gruppe der alternativen Antriebstechniken sind die Fahrzeuge mit Flüssiggasantrieb, ihr Rückgang um 21 Prozent fällt deutlich schwächer aus als im Gesamtmarkt", berichtete Lange. Die durchschnittlichen CO2-Emissionen aller neuen Pkw lagen bei 154,4 g/km – und damit fast auf dem Niveau der Prämienjahres (154,2 g/km). (rp)

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KOMMENTARE


Udo Winkler

03.07.2010 - 20:07 Uhr

Der Aderlass nach dem Abwrackprämienjahr war doch zu erwarten. der Automobilmarkt nach der Finanz - und Wirtschaftskrise wird nie mehr so sein wie vor der Krise. Egal welche Prämienprogramme, Bezuschussungen,Inzahlungnahmeprämien die Hersteller über den Handel einräumen der Markt ist gesättigt. Solange es die Hersteller nicht in Ihren Köpfen festigetn und umsetzen, dass Überproduktionen vermieden werden müssen, wird sich der Markt auch nicht erholen. Das andere Etwas, ist der Aufbruch in neue Antriebstechnologien. Ob Hybrid,Brenstoffzelle, Wasserstoff, es wird noch einige Zeit dauern bis sich der Markt darauf einstellt.Wenn diese Umbruchphase abgeschlossen ist,wird sich auch der Markt wieder erholen. So schmerzhaft diese Erfahrung im Moment ist,es hat ein Umdenken stattgefunden.Ich sehe es das Neue wird das ALte ersetzten. Das war so und wird auch so bleiben. Vertriebsstrukturen werden neu angedacht,es werden neue Margensysteme den Markt erobern, Hersteller lernen schneller umzudenken,auch aus diesem Tal wird man wieder aufsteigen.


J.Rädel

05.07.2010 - 10:19 Uhr

Der Verbraucher ist weiter verunsichert hinsichtlich der gesamtwirtschaftlichen Lage und der auf ihn zukommenden Kosten. Ob Steigende Kassenbeiträge, Gerüchte um Inflation und MwSt Erhöhung, all dies trägt negativ zum Konsum bei. Der Regierung mit einem intransparanten Kurs und ohne klare Richtung und definiertes Ziel kann hier leider auch kaum helfen und kommt der Vorbildaufgabe eventuell etwas wenig nach. Das die neue Technik den Boom auslöst darf bezweifelt werden, da der Endkunde oft nachrechnet ob es sich lohnt.Und in dem Fall stellt man schnell fest das die Kosten aus Zinsverlust des Kaufpreises und Wertverlust in Summe höher sind als bei Kauf eines 4 jährigen Gebrauchtwagen mit bewährter Technologie und Motoren die kaum mehr Treibstoff , aber deutlich weniger Folgekosten bei Rep. und Wartung als teure Hybrid oder Elektrofahrzeuge. Ganz abgesehen davon halten die Autos von heute fast alle 300.000 KM , damals wurde bei 200.000 gesagt " jetzt muss ein Neuer her". So werden die Fahrzeuge länger gefahren und seltener neue angeschafft.


Christiane Zimper, Rogätz

05.07.2010 - 11:23 Uhr

Versuchen Restwertbörsen und Versicherer - jeder für sich - das höchstrichterliche Urteil zu unterlaufen? Unter der Überschrift "Rettet die Restwertbörsen" kann auf www.captain-huk.de nachgelesen werden, wie mit Hilfe von BVSK und SSH wohl Schadenbegrenzung betrieben werden soll. Rettet die Restwertboersen - die Kreativabteilung der Huk liest mit" vom 29.06.2010 "Rettet die Restwertbörsen – Neues aus der HUK´schen “Kreativabteilung”" vom 28.06.2010 "“Rettet die Restwertbörsen” – aus Sichtweite der SSH ?" ebenfalls vom 28.06.2010 "Rettet die Restwertbörsen ! Montag, 21.06.2010 um 16:18 von Hans Dampf | · Gelesen: 7309 · heute: 96 | * 28 Kommentare So oder so ähnlich könnte man den Inhalt des letzten Rundschreibens des BVSK zum Thema Urheberrecht werten? Inhaltlich geht es hierbei um das aktuelle Urteil des BGH (I ZR 68/08 vom 29.04.2010) zum Urheberrecht von Lichtbildern des Kfz-Sachverständigen. Eine eindeutige BGH-Entscheidung zu Gunsten aller freien und unabhängigen Kfz-Sachverständigen. Beim BVSK ist man offensichtlich anderer Meinung. Hier die Interpretation des BVSK gemäß Rundschreiben 08/2010 vom Juni 2010 nebst “Lösungsansätzen”: ...." Quelle: http://www.captain-huk.de/haftpflichtschaeden/rettet-die-restwertboersen/ Alles in allem, klassische Beispiele, wohin finanzielle Abhängigkeiten führen. Chr. Zimper


Georg Müller

05.07.2010 - 12:40 Uhr

Den Versicherern geht es nicht darum, Restwerte zu überprüfen. Das ist nur ein vorgeschobenes Argument, zumal die Restwertbörsen ja nicht den allgemein zugänglichen Markt abbilden. Sie wollen dem Geschädigten möglichst schnell ein höheres Gebot aus diesem Sondermarkt vermitteln.


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