"Wir können mit Excel vieles darstellen, das ist aber keine Antwort für die Herausforderungen der Zukunft", sagte Andreas Weeber, Geschäftsführender Gesellschafter der Weeber Mobilitätsgruppe, am Mittwoch im Forum Automotive an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt (HfWU) in Geislingen. Zum Semesterabschluss entführte der Referent die Studierenden in die Welt von KI und Robotik angewandt im Autohaus.
Dabei ging es Weeber, der sein Autohaus gemeinsam mit seiner Frau Tamara und seinem Führungsteam zu einem Zentrum mit vielfältiges Mobilitätsangeboten und B2B-Dienstleistungen ausgebaut hat, nicht um theoretische Möglichkeiten, sondern um konkrete Anwendungen in der Praxis.
Viel Praxis statt Buzzwords
Sein Vortrag zum Thema "Prozessautomatisierung und KI als Wettbewerbsvorteil der Weeber Mobilitätsgruppe" sprudelte nur so von praktischen Beispielen. Das ist für Weeber alles kein Selbstzweck, sondern eine Chance die Wettbewerbsfähigkeit im kompetitiven Markt zu stärken, um einerseits Kosten zu sparen, aber auch um effektiver am Markt agieren zu können.
So habe man es beispielsweise geschafft, in den Betrieben weitgehend papierfrei zu arbeiten, d. h. Service- und Verkaufsprozess sind vollständig digitalisiert.
KI als Baustein für neue Angebote
Neben Prozessfragen ging es auch um neue Geschäftsfelder: Unter dem Label "Waldbike" bietet die Weeber E-Bikes an. Weeber berichtete, dass eine KI nach eigenen Vorgaben bei der Konstruktion unterstützt habe – ein Beispiel dafür, wie digitale Werkzeuge nicht nur Effizienz, sondern auch Produktentwicklung und Portfolio-Logik beeinflussen können.
Der Vortrag machte klar: Die Kernfrage lautet nicht, ob KI kommt – sondern, wo sie im Autohaus messbar entlastet. Und: Ohne saubere, digital durchgängige Prozesse bleibt KI schnell nur ein hübsches Add-on.