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Hamburg: Renault-Niederlassung will weiter angreifen

Thomas Pilling, Geschäftsführer der Renault-Niederlassung Hamburg
© Foto: Renault

Nach einem guten Jahr 2015 will der Standort auch 2016 "kräftig aufs Gaspedal drücken, um weiter zu wachsen". Helfen soll die Modernisierung der Filialen.

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Die Renault-Niederlassung Hamburg zieht eine positive Bilanz für das Geschäftsjahr 2015. Laut Mitteilung vom Dienstag konnte das Unternehmen 2.800 Neuwagen und 2.400 Gebrauchte absetzen, sieben Millionen Ersatzteile verkaufen und ein Umsatzplus von 18 Prozent erzielen. Auch 2016 wolle man "kräftig aufs Gaspedal drücken, um weiter zu wachsen", hieß es.

Zum 1. Februar 2016 hatte die Niederlassung das Autohaus Schultz & Sohn in Billstedt übernommen (wir berichteten). Zurzeit wird der Familienbetrieb im Schiffbecker Weg 27 für rund 700.000 Euro umgebaut. Bereits 2015 waren die Betriebe in Farmsen und am Nedderfeld modernisiert worden.

"Wir werden auch in 2016 unsere Strukturen weiter optimieren", sagte Geschäftsführer Thomas Pilling. "Mit der Übernahme von Schulz & Sohn haben wir zudem einen wichtigen Schritt in den Ausbau unseres Vertriebsnetzes gemacht. Mit unserem neuen, vierten Standort wollen wir weiter wachsen."

Modernisierung in Othmarschen

Der Betrieb Othmarschen hat seine Modernisierung noch vor sich. "In unsere hanseatische Keimzelle stecken wir besonders viel Herzblut und rund 1,1 Millionen Euro in den Umbau", so Pilling. "Natürlich werden wir auch in der Behringstraße 128 Renaults Showroom-Konzept 'Air Store' realisieren. Service- und Werkstattbereich erhalten unter anderem ein Direktannahmezentrum, einen digitalisierten Bremsprüfstand und eine LED-Lichtmessanlage der neusten Generation." Darüber hinaus werde die Fahrzeugauslieferung zur Erlebniswelt umgestaltet und für Dacia neue Präsentationsflächen, die sogenannten "Dacia-Boxen", geschaffen. Der Umbau hat bereits begonnen, der Betrieb läuft aber weiter.

Der 900 Quadratmeter große Showroom soll im Mai fertig werden, die Fertigstellung des Gesamtkomplexes ist für Juni vorgesehen. Dann will die Niederlassung auf insgesamt 16.000 Quadratmetern die Marken Renault und Dacia präsentieren – inklusiver leichter Nutzfahrzeuge bis 6,5 Tonnen, Elektromobile und Jungwagenbestand. "Alleine in Othmarschen werden wir 52 Mitarbeiter beschäftigen. Die Werkstatt wird über 18 Hebebühne und eine hochmoderne Lackierstraße verfügen. Hinzukommt noch unser erfolgreicher Spezialbereich, die Oldtimer-Restauration", sagte Pilling.

Die Renault Retail Group Niederlassung Hamburg ist Teil der bundesweiten Vertriebsgesellschaft der Renault-Unternehmensgruppe. In Hamburg ist die  Renault Retail Group (RRG) an den Standorten Eppendorf, Farmsen, Othmarschen und seit dem 1. Februar 2016 auch am Standort Billstedt vertreten und beschäftigt insgesamt 140 Mitarbeiter - darunter 17 Auszubildende. (se)

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KOMMENTARE


Projektversteher

23.03.2016 - 09:08 Uhr

Wachstum klingt immer gut, stellt sich lediglich die Frage, ob die entsprechenden Renditen äquivalent mitwachsen?Nach meiner Erfahrung mit der französischen Marke, geht es fast ausschließlich um Tageszulassungen und Preisschleuderei. D.h. mögliche Bonizahlungen werden bereits im Vorfeld dem Unternehmensgewinn zugerechnet und sog. AK's (echte Auslieferungen an Kunden) spielen nicht mal im Ansatz eine Rolle in der Betrachtung.Auffallend ist doch, dass bei den meisten Retailbetrieben im Bezug auf Wachstum nie das Wort Rendite fällt. Man stelle sich einmal vor, die gesamten taktischen Zulassungen würden nicht in den Marktanteil fließen, wo wohl würden dann die selbsternannten erfolgreichen Importeure stehen?!Aber bei Ren/Dac gibt es ja selbst ein Scoring für sog. Wiederzulassungen innerhalb 12 Monaten, inkl. Bonusanspruch. Warum wohl?!!!


Passion for Change

23.03.2016 - 11:49 Uhr

Nun ja, Projektversteher, es wäre nicht nur die Rendite interessant, sondern auch die mit einhergehende Wertvernichtung beim Handel. Wieviel verbrannte Erde hinterlassen die RRG-Betriebe ? Angebote von Tageszulassungen in den Internetbörsen zu Preisen die dem Handel jedes Argument nehmen...Der Handel und zum Teil auch die Interessenten bleiben frustriert zurück. Denn nicht jeder hat Lust nach Frankfurt, Köln oder Hamburg zu fahren. Also wendet man sich von der Marke ab. Am Ende verliert die Marke. Aber was soll´s ? Welcher vernünftig denkende Händler kann sich noch auf Renault verlassen und seine Zukunft auf diese Marke setzen ? Die gegenwärtige Qualität der aktuellen Modelle tun ihr übriges...das kann nicht lange gut gehen.


Jörg Herrmann

23.03.2016 - 15:27 Uhr

Der deutsche Markt ist der Pariser Zentrale nicht mehr wichtig! Horrende und unkalkulierbare Lieferzeiten lassen seit 2015 die Händler und Kunden in Deutschland stöhnen. Alles in allem: hausgemachte Probleme, die über die Jahre nicht gelöst wurden! Im Übrigen haben vom Hersteller subventionierte Niederlassungssysteme in Zeiten des Internetangebotes ausgedient. Immer noch der Händler vor Ort ist derjenige, der den Kunden direkt erreicht. Das mittlerweile "neue" Marken wie Hyundai, Kia, Seat und Skoda den ehemals etablierten Importeuren Peugeot, Renault, Toyota die Kunden weggeschnappt haben, ist anscheinend bis zum heutigen Tage in den Importeurszentralen nicht angekommen?


Passion for Change

23.03.2016 - 17:32 Uhr

Herr Herrmann, ich muß Ihre Aussagen ergänzen: Die Niederlassungen sind zwar vom Hersteller subventioniert, aber eigentlich letzten Endes von der Gans, welche de facto die goldenen Eier für den Hersteller legt: der "dumme, unfähige" Handel. Allerdings wird die Gans vom Hersteller nicht nur bis an den Rande der Überlebensfähigkeit gerupft sondern gerade noch von den subventionierten Niederlassungen unter Druck gesetzt. Ein Irrsinn und Wahnsinn sonder gleichen. Kannibalismus im wahrsten Sinne...


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