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Kfz-Gewerbe für kontaktlosen Verkauf vor Ort: "Was Baumärkte können, können wir auch"

Michael Ziegler: "Unsere Branche ist innovativ."
© Foto: Kfz-Gewerbe Baden-Württemberg

Die Branche hofft, die Verkaufsräume trotz Corona bald wieder öffnen zu können. Wie das rasch und zugleich gefahrlos gelingen könnte, sagt das Kfz-Gewerbe Baden-Württemberg.


Datum:
31.03.2020
6 Kommentare

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Das Kfz-Gewerbe Baden-Württemberg macht sich für einen kontaktlosen Fahrzeugverkauf auch direkt in den Autohäusern stark. "Wir brauchen die Möglichkeit, unsere Ausstellungsräume wieder zu öffnen", sagte Landesverbandspräsident Michael Ziegler in Stuttgart. Man habe deshalb das Wirtschaftsministerium gebeten zu prüfen, wann und unter welchen Voraussetzungen die Öffnung von Verkaufsausstellungen in den Betrieben möglich sein könnten.

Zu diesen Bedingungen zählt Ziegler etwa die Pflicht, nur eine bestimmte Zahl von Kunden in die Räumlichkeiten zu lassen. "Was Baumärkte oder Lebensmittelmärkte können, können wir auch", betonte er. Pro 20 Quadratmeter maximal ein Kunde wäre für die Handelsbetriebe in der Regel kein Problem, zwei Meter Abstand bei einem Beratungsgespräch auch nicht. "Da steht einfach das Auto dazwischen, viele sind sogar mehr als zwei Meter breit", erklärte der Branchenvertreter.

Digitale Tools einsetzen

Ziegler schlug auch vor, den kontaktlosen Autoverkauf vor Ort beispielsweise über Smartphones voranzutreiben. Handys seien eine perfekte Möglichkeit, Bild und Ton bei einem Beratungsgespräch zu verknüpfen. "Ein WhatsApp-Videocall wäre eine solche Variante." Jetzt sei die Zeit, die digitalen Möglichkeiten zu forcieren. Ziegler: "Unsere Branche ist innovativ, die Politik muss sie nur lassen, dann zeigen wir schnell, wie Autoverkauf ohne Corona-Gefahr funktionieren kann."

Für den Staat ist es in seinen Augen auch wichtig, "dass wir den Verkauf von Autos rasch, aber gefahrlos wieder ankurbeln, wenn er die Milliardenverluste ausgleichen will, die sich jetzt anhäufen, um den Zusammenbruch zu verhindern". Zehntausende Arbeitslose aus der Kfz-Branche wolle er sich erst gar nicht ausmalen. (rp)

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KOMMENTARE


Risiken

31.03.2020 - 14:48 Uhr

Herr Ziegler, es ist absolut richtig, was Sie sagen. Wir Händler können die Hygienevorschriften besser umsetzen als irgendein Baumarkt oder Lebensmittelhändler. Der Schutz unserer Mitarbeiter und unserer Kunden steht im Mittelpunkt, ganz klar. Aktuell kauft sowieso nur jemand ein Auto, der es unbedingt muss. Aber ohne Probefahrt und persönlicher Beratung geht das leider sehr selten, es sei denn, der Händler verschenkt die Autos oder verkauft diese aktuell weit unter den Einkaufspreisen im Internet. Jedes verkaufte Auto sichert die notwendige Liquidität und erhält die Preisstabilität. Herr Ziegler, ich hoffe Sie haben Erfolg mit Ihrer Ansprache beim Wirtschaftsministerium.


Gerd Maier

31.03.2020 - 15:21 Uhr

Herr Ziegler, diesen Gedanken hatten wir auch. Entfernung vom Schreibtisch zum Kunden mehr als 2 Meter, maximal sitzt eine Einzelperson oder ein Ehepaar am Schreibtisch. Ruinöse Geschäfte können wir uns nicht leisten, die Margen sind eh schon sehr gering und die Internetanbieter ruinieren das Geschäft sowieso. Wie soll ein Autohaus dies generieren, wenn Kunden Nachlässe von 30 % und mehr bekommen? Leider ist dies die Wirklichkeit und das fast nichts einbringende Gewährleistungsgeschäft darf dann der Händler vor Ort übernehmen.


Chef AH

31.03.2020 - 15:32 Uhr

Völlig falsch! Die Kontaktsperre ist einzuhalten, irgendwie habt ihr den Knall noch nicht gehört. Unser Land hat andere Probleme, als das ein oder andere Auto zu verkaufen. Alle haben bei einem Start die selbe Ausgangsposition.


Rein90

31.03.2020 - 15:59 Uhr

Tut mir leid, aber dem Chef AH- Ansatz kann ich nicht folgen - wenn sich alle an die Vorgaben halten, sehe ich das als durchaus machbar, wenn es nötig sein sollte oder vom Kunden gewünscht ist - von mir aus auch mit Mundschutz! Im Service haben wir ja auch Umgang mit Kunden.


Willi

31.03.2020 - 16:33 Uhr

... na klar... danach auch gleich den kontaktlosen Eisladen, den kontaktlosen Friseur, den kontaktlosen Blumenladen und als Höhepunkt vielleicht auch noch ein kontaktloses Bordell ... vielleicht hat der Herr noch nicht verstanden, dass es im Moment wirklich allen Händlern schlecht geht. Das ist wirklich schlecht, aber nun mal nicht zu ändern. Diejenigen, die jetzt wieder Schleichwege suche, empfehle ich mal eine Woche auf ner Intensivstation in Italien zu verbringen (als Helfer). Vielleicht helfen diese Eindrücke, um manches im Kopf wieder halbwegs gerade zu rücken.


fraglich

01.04.2020 - 09:27 Uhr

Ohne jemanden beleidigen zu wollen, aber das was derzeit von den Verbänden als "Forderung" kommt, ist peinlich und zum Fremdschämen. Es muss derzeit niemand ein Auto kaufen! Die paar Einheiten, die jetzt realisiert werden können, reichen nicht aus, um das Geschäft auskömmlich gestalten zu können. Alle Herstellerbanken haben Prolongationen ausgesetzt, es erfolgt hier kein Abfluss von Liquidität. Durch das Instrument der Kurzarbeit fallen die Personalkosten weg, welches wohl bei jedem die größten Fixkosten sind. Bei dem zweiten Block, die Mietkosten, sind sicher Einigungen möglich. Der Rest der bleibt muss durch ein gesundes Unternehmen zu stemmen sein. Liebe Verbände, ich wünschte mir ein ähnlich kämpferisches Vorgehen, wenn es um Themen mit Herstellern und Politik geht, die uns in normalen Zeiten das Leben schwer machen. Ihr Aufruf an die Branche sollte sein "StayHome".


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