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Kfz-Gewerbe: Verhaltene Aussichten in Hessen

23.04.2013 16:34 Uhr
Kfz-Gewerbe Hessen
Die Vertreter des hessischen Kfz-Gewerbes (v.l.): Geschäftsführer Joachim Kuhn, Vizepräsident Michael Kraft, Präsident Jürgen Karpinski und Pressesprecher Roger Seidl.
© Foto: Doris Plate/AUTOHAUS

2013 erwartet das Kraftfahrzeuggewerbe Hessen ein schlechteres Neuwagengeschäft als im Vorjahr. Die Bereiche Service und Gebrauchtwagen sollen sich aber stabil entwickeln.

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Das Autojahr in Hessen war 2012 geprägt von gestiegenen Umsätzen im Service und bei Gebrauchtwagen. Dem gegenüber standen deutliche Rückgänge im Neuwagenhandel. "Das hessische Kfz-Gewerbe hat 2012 mit Licht und Schatten erlebt", fasste Jürgen Karpinski, Präsident des Landesverbands Hessen des deutschen Kfz-Gewerbes am Dienstag in Frankfurt die Entwicklung zusammen. Für 2013 erwartet er nochmals ein schlechteres Neuwagengeschäft als im Vorjahr, aber Stabilität im Service und bei Gebrauchtwagen.

Karpinski warnte davor, den Neuwagenmarkt weiterhin mit Kurzzulassungen zu pushen. Trotz gegenteiliger Beteuerungen sei im ersten Quartal 2013 noch keine Besserung eingetreten. Sollte das damit verbundene Nachlassverhalten in der Branche nicht gravierend geändert werden, sei dies existenzgefährdend für die Betriebe. "Wir brauchen eine Verzinsung von acht Prozent auf das eingesetzte Kapital sonst sind wir nicht zukunftsfähig", betonte auch Vizepräsident Michael Kraft.

Insgesamt erreichte die hessische Kfz-Branche im vergangenen Jahr ein Umsatzvolumen von 16,2 Milliarden Euro und blieb damit um 3,7 Prozent hinter dem Vorjahreswert zurück. Die Rendite der Betriebe lag im Händlerdurchschnitt bei etwa 1,4 Prozent und damit um 0,6 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert.

Als Grund für die rückläufigen Renditen nannte Karpinski neben den ruinösen Neuwagen-Rabatten auch die inzwischen schwindenden Erlöse im Servicegeschäft. Verantwortlich dafür seien die gestiegene Qualität der Fahrzeuge und die verlängerten Wartungsintervalle, aber auch die Tendenz der Fahrzeughalter an Wartungsarbeiten zu sparen. Mit Blick auf die Verkehrssicherheit sei dies kritisch zu betrachten.

Maßnahmen gegen Geisterfahrer gefordert

Das hessische Kfz-Gewerbe hat sich deren Verbesserung auf die Fahnen geschrieben und setzt sich deswegen für die Rettungskarte und Warnwesten ein. Ebenso leistet der Verband mit dem Lichttest jedes Jahr einen wirkungsvollen Beitrag zur Verkehrssicherheit. Als sein besonderes Anliegen nannte Karpinski Aktivitäten gegen Geisterfahrer: "Wir fordern deshalb die Fahrbahn-Kralle und grelle Warntafeln an Autobahnauffahrten." (dp)

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