Gewinner und Verlierer im Pkw-Markt: China-Marken und E-Autos im Aufwind

06.07.2026 12:10 Uhr | Lesezeit: 3 min
Autos stehen auf einem Parkplatz. Darauf ist der Schriftzug Automarkt zu sehen.
Der deutsche Automarkt ist im ersten Halbjahr 2026 spürbar gewachsen. 
© Foto: Mit KI generiert / Adobe Firefly / AUTOHAUS

E-Autohersteller sind die großen Profiteure auf dem deutschen Automarkt. Auch chinesische Marken stehen auf der Sonnenseite.

Der deutsche Pkw-Markt ist im ersten Halbjahr 2026 spürbar gewachsen. Dabei zählten nach Daten des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) vor allem E-Auto-Anbieter zu den Treibern. Und mittlerweile auch die chinesischen Hersteller.

Größter Gewinner unter den relevanten Marken mit einem Marktanteil von mindestens einem Prozent ist BYD. Der chinesische Hersteller kam im ersten Halbjahr auf 26.252 Neuzulassungen und 1,8 Prozent Marktanteil. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht das einem Plus von 315 Prozent. Dahinter folgt Tesla mit 28.857 Neuzulassungen, 1,9 Prozent Marktanteil und einem Zuwachs von 225 Prozent. Beide Marken profitieren offensichtlich vom starken Wachstum des Elektrosegments, wobei bei BYD zusätzlich der Hochlauf eines noch jungen Vertriebs- und Modellangebots ins Gewicht fällt. Bei Tesla spielt das ausgesprochen schwache Vorjahresergebnis eine Rolle.

Ebenfalls deutlich zulegen konnte MG Roewe. Die chinesische Marke mit britischen Wurzeln erreichte 16.152 Neuzulassungen, 1,1 Prozent Marktanteil und ein Plus von 40,2 Prozent. Mini kam auf 21.171 Neuzulassungen, 39 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Fiat steigerte sich um 29 Prozent auf 35.832 Neuzulassungen. Hier dürfte der neue Trend zu kleinen und elektrifizierten Fahrzeugen geholfen haben.

Knapp außerhalb der Gewinner-Top-Fünf liegen Mazda mit 24.435 Neuzulassungen und einem Plus von 20 Prozent sowie Skoda mit 128.218 Neuzulassungen und 18 Prozent Zuwachs. Die tschechische VW-Marke war damit zugleich stärkster Importeur und erreichte 8,6 Prozent Marktanteil.

Deutsche Hersteller mit gemischter Bilanz

Bei den deutschen Marken fiel die Bilanz gemischt aus. VW blieb mit 273.747 Neuzulassungen und 18 Prozent Marktanteil klar stärkste Marke auf dem deutschen Markt, lag aber 4,3 Prozent unter dem Vorjahreswert. BMW steigerte sich um 6,5 Prozent auf 126.766 Neuzulassungen und kam auf 8,5 Prozent Marktanteil. Audi legte um 9 Prozent auf 106.422 Fahrzeuge zu, Mercedes-Benz lag mit 125.960 Neuzulassungen nahezu auf Vorjahresniveau (minus 0,8 Prozent). Deutlich im Plus war Opel mit 70.403 Neuzulassungen und einem Zuwachs von 14,5 Prozent. Porsche hingegen verlor 5,5 Prozent und kam auf 15.601 Neuzulassungen.

Auf der Verliererseite steht unter den größeren Marken Toyota am stärksten unter Druck. Die Japaner kamen im ersten Halbjahr auf 32.206 Neuzulassungen und ein Minus von 18,5 Prozent. Volvo verlor 17,6 Prozent auf 26.278 Neuzulassungen, Ford büßte 9,2 Prozent ein und erreichte 48.255 Neuzulassungen. Auch Seat lag trotz eines starken Junis in der Halbjahresbilanz im Minus. Die Marke kam auf 79.094 Neuzulassungen - ein Rückgang um 5,7 Prozent.

Auffällig sind zudem einige extreme Ausschläge bei kleineren Marken. Leapmotor legte um 306,5 Prozent auf 8.402 Neuzulassungen zu, blieb mit 0,6 Prozent Marktanteil aber unter der Ein-Prozent-Schwelle. Xpeng wuchs um 215 Prozent auf 3.357 Fahrzeuge, Smart um 116 Prozent auf 4.218 Einheiten. Insgesamt wurden von Januar bis Juni 1.484.393 Neuwagen zugelassen, 5,8 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Besonders stark legten batterieelektrische Autos zu, ihre Neuzulassungen stiegen um 48 Prozent.


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