Pkw-Neuzulassungen: Die Gewinner und Verlierer 2025

07.01.2026 15:37 Uhr | Lesezeit: 3 min
Skoda Elroq
Skoda zählt zu den großen Gewinnern des Jahres - auch wegen seines starken E-Auto-Programms.
© Foto: Skoda

Der deutsche Pkw-Neuwagenmarkt 2025 wächst nur leicht – doch die Verschiebungen sind deutlich. Skoda, BMW und Ford legen zu, Tesla verliert den Anschluss, und chinesische Marken wie BYD und MG drängen nach vorn. Wer profitiert, wer verliert?

Der deutsche Pkw-Neuwagenmarkt ist 2025 wie erwartet ganz moderat gewachsen. Trotz dieser Stabilität gab es bei den einzelnen Marken teilweise heftige Bewegungen, wenn Stückzahlen und Anteile neu verteilt wurden. Eine Übersicht der Gewinner und Verlierer des vergangenen Jahres:

Skoda wächst zweistellig 

Zu den Profiteuren unter den Marken mit mindestens einem Prozent Anteil zählen vor allem Skoda (226.472 Neuzulassungen, plus 10,2 Prozent), BMW (253.712, plus 8,9 Prozent) und Ford (108.299, plus 8,8 Prozent). Auch VW als klar größte Marke baute sein Ergebnis aus (560.796, plus 4,5 Prozent).

Skoda dürfte in wirtschaftlich angespannten Zeite nicht zuletzt von seinem "Viel Auto fürs Geld"-Image und einer starken Präsenz im E-Automarkt profitiert haben. VW konnte die Breite in seinem Modellprogramm ausspielen und kann sich auf eine traditionelle Stärke bei Flotten- und Gewerbekunden verlassen. Auch bei BMW dürften der hohe Dienstwagenanteil und ein mittlerweile breites elektrifiziertes Angebot geholfen haben – in einem Jahr, in dem Elektro- und Plug-in-Hybridantriebe deutliche Zuwächse verbuchten.

Audi und Mercedes fallen zurück

Bei den Premiumkonkurrenten Audi (205.862, plus 1,8 Prozent) und Mercedes-Benz (260.415, plus 1,0 Prozent) fiel das Wachstum dagegen merklich kleiner aus. Zumindest die Schwaben dürfen aber auf einen kräftigen Aufschwung im kommenden Jahr hoffen, wenn die volumenträchtigen neuen Elektromodelle CLA und GLC stärker in die Statistik einfließen. 

Auf der Verliererseite stehen 2025 mehrere Marken: Opel rutschte auf 136.189 Neuzulassungen ab – ein Minus von 7,9 Prozent. Porsche gab um 17,7 Prozent nach und kam noch auf 29.692 Einheiten. Unter den größeren Importeuren verloren unter anderem Kia (60.391, minus zwölf Prozent), Peugeot (57.613, minus 14,6 Prozent), Fiat (54.243, minus 5,8 Prozent) und Citroën (48.854, minus 7,9 Prozent). Besonders stark fiel der Einbruch bei Mitsubishi aus, 20.361 Einheiten bedeuten einen Absturz um 29 Prozent.

BYD schiebt sich nach vorne – MG bleibt China-Primus

Einer der Gründe für die Verluste bei etablierten Marken dürfte im wachsenden Konkurrenzdruck aus China liegen. Während das Gesamtvolumen kaum stieg, legten die Newcomer aus Fernost stark zu. So schob sich BYD mit 23.306 Neuzulassungen nach vorn – ein Plus von 706,2 Prozent, wenn auch noch auf kleiner Basis. Mit Leapmotor (7.280) und Xpeng (2.991) tauchen weitere chinesische Namen mittlerweile sichtbar in der Zulassungsstatistik auf. Stärkster chinesischer Anbieter bleibt MG Motor mit 26.479 Einheiten und einem Zuwachs um 26,2 Prozent. Was die Marken aus dem Reich der Mitte auf einem stagnierenden Markt gewinnen, muss ein anderer Anbieter verlieren.

Tesla-Absatz fast halbiert 

Auch unterhalb der Ein-Prozent-Schwelle gab es Verlierer. Tesla setzte seinen Abwärtstrend fort und fiel 2025 auf 19.390 Neuzulassungen, was einem Minus von 48,4 Prozent entspricht. Dabei spielt neben politischen Vorbehalten gegen Unternehmens-Boss Elon Musk auch eine Mischung aus verschärfter Konkurrenz, einer Normalisierung nach frühen Boomjahren und dem schrumpfenden technischen Vorsprung auf dem E-Automarkt eine Rolle. Viele Käufer finden inzwischen Alternativen bei deutschen Herstellern und Importeuren, oft mit sehr attraktiven Flottenkonditionen. Ein Kundensegment, dass die Amerikaner mit erratischer Preispolitik lange eher verschreckt als umworben haben.

In der Drei-Jahres-Perspektive wirkt der Gesamtmarkt erstaunlich robust, auch wenn sich die Antriebsstruktur stark verschiebt. 2023 registrierte das KBA rund 2,84 Millionen Pkw-Neuzulassungen (plus 7,3 Prozent), 2024 sank das Volumen leicht auf rund 2,82 Millionen (minus 1,0 Prozent), im vergangenen Jahr ging es wieder auf rund 2,86 Millionen nach oben (plus 1,4 Prozent). Vom Vor-Corona-Niveau – 2019 rollten über 3,6 Millionen Autos neu auf Deutschlands Straßen – ist der Markt jedoch nach wie vor ein großes Stück entfernt.


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