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Skoda-Handel und die Agentur: Noch nicht auf der Zielgeraden

11.11.2022 18:06 Uhr | Lesezeit: 4 min
Der neue und alte Vorstand des VDS mit Geschäftsführer (v.l.n.r.): Christian Hansen (Geschäftsführer), Jochen Müller, Kersten Borst, Thomas Peckruhn (erster Vorsitzender), Christian Melzer, Stefan Schwarzbauer sowie Christian Mette
© Foto: Ralph M. Meunzel/AUTOHAUS

Wie und zu welchen Konditionen die Skoda-Händler künftig ihre Neuwagen vertreiben werden, war das beherrschende Thema bei der diesjährigen Mitgliederversammlung des VDS in Oberursel. Der Vorstandsvorsitzende von Skoda, Klaus Zellmer, fand klare Worte.

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Der Transformationsprozess der Autoindustrie hat viele Facetten. Allerdings sind die Auswirkungen für die Protagonisten unterschiedlich. Das macht sich beispielsweise beim künftigen Vertriebssystem bemerkbar. So haben sich zahlreiche, vor allem europäische Hersteller entschieden, in erster Linie ihre Neuwagen über eine unechte oder echte Agentur zu vertreiben.

Dieser Wechsel steht jetzt auch den deutschen Skoda-Händlern bevor. Es war also klar, dass diese Thematik die Agenda auf der Händlerversammlung des Verbands Deutscher Skoda-Vertragspartner (VDS) am Freitag in Oberursel dominierte. Skoda-Vorstandschef Klaus Zellmer betonte unter anderem die Bedeutung der Autohäuser für die Marke. Der Topmanager stellte in seiner Grußbotschaft an die rund 250 anwesenden Vertragspartner aber klar, dass auch für den tschechischen Autobauer die (unechte) Agentur alternativlos sei.

Zellmer begründete dies durchaus einleuchtend unter anderem mit der notwendigen, DSGVO-konformen Nutzung von Kundendaten durch den Hersteller und die dadurch mögliche Verknüpfung von Online- und Offline-Vertrieb. Der Vorstandvorsitzende geht deshalb fest davon aus, dass es zu einer Einigung mit dem VDS hinsichtlich der Konditionen für die unechte Agentur komme.


VDS-Mitgliederversammlung 2022 in Oberursel

VDS-Mitgliederversammlung 2022 in Oberursel Bildergalerie

Knackpunkt Vergütung

Dass man allerdings noch nicht auf der Zielgeraden ist, wurde von den Verantwortlichen des Händlerverbands heute nochmals klargestellt. Knackpunkt ist die Vergütung in Prozent von der UPE. Die ca. sechs Prozent Marge, die im Raum stehen und bei der Schwestermarke Volkswagen für die BEV-Modelle gelten, sieht der VDS als nicht auskömmlich an. Kersten Borst, Sprecher des Arbeitskreises Betriebswirtschaft, belegte dies an einem konkreten Rechenbeispiel.

Für die nächste Sitzung mit den Werksvertretern hat sich der wiedergewählte VDS-Vorstand mit Präsident Thomas Peckruhn an der Spitze deshalb ein weiteres Verhandlungsmandat des Plenums geben lassen. Mit der einstimmig getroffenen Rückendeckung werde man jetzt gestärkt in die weiteren Verhandlungen gehen, unterstrich der Verbandsvorsitzende.

Bei den Neuwahlen wurden unter anderem die Ehrenamtsträger des Verbands bestätigt: Thomas Peckruhn (erster Vorsitzender), Kersten Borst (erster Stellvertreter und Sprecher Arbeitskreis Betriebswirtschaft), Christian Mette (zweiter Stellvertreter und Sprecher Arbeitskreis Service), Jochen Müller (Arbeitskreis Vertrieb und Marketing), Christian Melzer (Sprecher Arbeitskreis IT) sowie Stefan Schwarzbauer (Arbeitskreis Service). 

Einen ausführlichen Bericht über die diesjährige VDS-Mitgliederversammlung lesen Sie in der AUTOHAUS-Ausgabe 22 ab 28. November!


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