Laut einer aktuellen Umfrage des Beratungsunternehmens b-k-p Consulting ist für die meisten deutschen Autokunden (45 Prozent) im Zweifel der günstigste Preis beim Kauf eines Neuwagens das entscheidende Kriterium vor guter Qualität (36 Prozent) und Finanzierungsmöglichkeiten (16 Prozent). Nur knapp drei Prozent der Befragten gaben guten Service als maßgeblich für den Kauf eines neuen Autos an. Viele Käufer würden gerade in Krisenzeiten auf Schnäppchenpreise spekulieren. Thomas Kremer, geschäftsführender Gesellschafter der Unternehmensberatung, sieht in der hohen Bedeutung des Preises ein Indiz für die Kaufbereitschaft der Konsumenten: "Wir glauben nicht, dass es zu einem Kaufboykott kommt." Vielmehr würden die Ergebnisse darauf hindeuten, dass viele Verbraucher bereit sind, "in den für die kommenden Monate zu erwartenden Preispoker am Automarkt einzusteigen". Nach Ansicht des Experten könnte der Käufer so zum eigentlichen Gewinner der Krise werden. Für den Autohandel bedeutet diese Entwicklung aber auch Chancen. Kremer rät Händlern, die Krise zu nutzen, um ihre Produktivität radikal zu steigern. "Geschickte Preispolitik ist für Autohändler in den kommenden Monaten unerlässlich." Zur langfristigen Absicherung der Erträge müsste die gesamte Organisation kritisch durchleuchtet werden. Dazu würden auch indirekt für den Erfolg relevante Betriebsbereiche wie Administration und Lager gehören. Kremer: "Die Hersteller passen ihre Kapazitäten an, auch Händler müssen umschichten." Für die Erhebung wurden 1.020 Personen zwischen 18 und 65 Jahren online befragt. (tk)
Umfrage: Für Autokäufer entscheidet der Preis
Laut einer aktuellen Umfrage ist der Preis das wichtigste Argument beim Autokauf. Die Unternehmensberater von b-k-p Consulting sehen in den Ergebnissen der Erhebung auch eine Chance für den Handel.
Joachim Lasch