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E-Auto-Prämie wird aufgestockt: 400 Millionen Euro mehr

Umweltbonus
Die Bundesregierung stellt mehr Geld für E-Autokäufer zur Verfügung.
© Foto: Heidelberg

Ob das Umweltbonus-Budget bis zum Jahresende gereicht hätte, war zuletzt ungewiss. Nun soll der Fördertopf nachgefüllt werden. Der ZDK wertet die Aufstockung als "gutes Signal" für die E-Mobilität.


Datum:
21.07.2023
Autor:
SP-X
Lesezeit:
3 min
2 Kommentare

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Das Bundeswirtschaftsministerium stockt die Fördermittel für Elektroauto-Käufer auf. Nach Informationen des "Tagesspiegel" sollen mindestens weitere 400 Millionen Euro für den "Umweltbonus" zur Verfügung gestellt werden. Damit sind im laufenden Jahr nun 2,5 Milliarden Euro abrufbar, rund 1,72 Milliarden sind bereits ausgezahlt worden. 

Das Ministerium will mit der Aufstockung eine bessere Planbarkeit für Verbrauchern und Wirtschaft sicherstellen. Zuletzt hatte es so ausgesehen, als ob Antragssteller am Jahresende wegen erschöpfter Mittel leer ausgehen könnten.

Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) begrüßt die Entscheidung. "Diese Aufstockung ist ein gutes Signal. Alle Akteure müssen an einem Strang ziehen, damit das Vertrauen der Kunden in die Elektromobilität steigt", sagte Verbandspräsident Arne Joswig am Freitag.

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Der ZDK-Vertreter verwies auf die zuletzt stark rückläufigen Bestellungen bei batterieelektrischen Fahrzeugen. Die Nachfrage nach Elektroautos liege aktuell branchenweit mehr als ein Drittel unter dem Vorjahr. "Die reduzierte Förderung von E-Autos, bestehende Probleme bei der Ladeinfrastruktur, Vorurteile in der Bevölkerung und das Fehlen von günstigen Elektro-Kleinwagen führen dazu, dass die Bestellnachfrage aktuell rückläufig ist", so Joswig.

Den Umweltbonus gibt es seit Mitte 2016, finanziert wird er aus Bundesmitteln sowie von der Autoindustrie. Seit Anfang des Jahres gibt es nur noch Geld für reine E-Autos, Plug-in-Hybride sind aus der Förderung gefallen. Ab September können nur noch Privatpersonen die Kaufprämie beantragen, Gewerbetreibende erhalten sie nicht mehr.

Bislang sind rund zwei Millionen Anträge beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) eingegangen. Bis Juni 2023 wurden Zuschüsse für 1,2 Millionen reine E-Autos, 804.882 Plug-in-Hybride und 456 Brennstoffzellenautos beantragt. 

Verlässliches Förderumfeld schaffen

Joswig forderte die Bundesregierung auf, weiterhin für ein positives und verlässliches Förderumfeld zu sorgen, um den Hochlauf der Elektromobilität zu sichern. Außerdem komme es darauf an, weitere Rahmenbedingungen zu verbessern. Dazu zählt der ZDK-Präsident den Ausbau der Ladeinfrastruktur und die Vereinfachung der Bezahlmöglichkeiten an den Ladesäulen. Auch müsse über eine Senkung der Stromsteuer nachgedacht werden, hier hänge Deutschland immer noch stark zurück, so Joswig weiter. "Ein guter Schritt ist das angekündigte Programm der Bundesregierung zur Förderung der Eigenstromversorgung beim Laden in privaten Wohngebäuden durch die kombinierte Förderung von Ladestation, Photovoltaikanlage und Speicher."


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KOMMENTARE


N.Eutrum

21.07.2023 - 14:10 Uhr

Supi - die Party geht weiter. Wenn bis jetzt die Mehrheit der Autofahrer immer noch nicht von der E- Mobilität überzeugt werden konnten, dann werden es die nächsten 400 Millionen Steuergelder bestimmt schaffen...auch hat die Industrie noch einmal Glück gehabt - nicht auszudenken, dass man die E-Fahrzeuge marktgerecht hätte einpreisen müssen ! Eine Mobilitätswende auf Kosten der Steuerzahler....


Rudi S.

24.07.2023 - 08:46 Uhr

Warum muss der Steuerzahler für die Unfähigkeit der Automobilbranche zahlen, nur weil die nicht in der Lage ist zu marktgerechten Preisen zu produzieren. VW, z. B., verschnalzt den ID3 in China für € 15.000, in Deutschland soll der gleiche Schrott fast da dreifache kosten. Schluss mit dieser Streuerverschwendung!


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