Volkswagen hat Absatz und Gewinn in China deutlicher als erwartet steigern können. In den ersten neun Monaten des Jahres verkaufte der Konzern 30,2 mehr Autos als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Dies berichtete der Volkswagen-Chef in China, Winfried Vahland, am Donnerstag vor Journalisten in Peking. Nachdem bereits 684.786 Autos verkauft worden seien, habe Volkswagen das ursprünglich angestrebte Absatzziel von 800.000 Autos für dieses Jahr auf 900.000 angehoben. Der Marktführer in China erwartet 2007 auch ein höheres operatives Ergebnis als im Vorjahr mit 108 Mio. Euro. "Wir werden mehr verdienen als im Vorjahr", sagte Vahland. Das Gewinnwachstum habe im dritten Quartal noch zugenommen. Ein deutliches Plus erzielte die Marke VW – 594.270 verkaufte Autos waren ein Zuwachs von 27,9 Prozent. Darunter waren 6.322 importierte Fahrzeuge. Audi lieferte 76.168 Fahrzeuge an Kunden aus, 25,9 Prozent mehr als im Vorjahr und Skoda verkaufte 14.094 Fahrzeuge, nach 518 im Vorjahr. Volkswagen wuchs in China damit in diesem Jahr deutlich schneller als der Gesamtmarkt, der bisher nur um rund 24 Prozent zulegte. "Volkswagen ist seinem Umstrukturierungsplan in China voraus und gut gerüstet für die Herausforderung des weltweit am stärksten umkämpften Marktes", erklärte Volkswagen-Chef Martin Winterkorn in einer Presseerklärung die Entwicklung auf dem – nach den USA – zweitgrößten Auto-Markt der Welt. Als Ziel für den Marktanteil gab Vahland eine Stabilisierung um 17 Prozent vor, rechnet aber mit Schwankungen um zwei Prozent nach oben oder unten. Da die Kapazitätsauslastung in China heute schon auf mehr als 90 Prozent gesteigert wurde und der Absatz weiter anwachsen wird, denkt der Konzern über ein neues Werk nach, das etwa 2010 notwendig werden dürfte. Dafür könnte eine bestehende Fabrikationsstätte eines chinesischen Herstellers übernommen werden, sagte Vahland. Im November wird der Aufsichtsrat die Pläne für Investitionen in den nächsten fünf Jahren beschließen. Lesen Sie weiter: Liegt die Umstrukturierung von VW in China auf Kurs?
Volkswagen: Rekordfahrt im Reich der Mitte
Volkswagen hat Absatz und Gewinn in China deutlicher als erwartet steigern können. In den ersten neun Monaten des Jahres verkaufte der Konzern 30,2 Prozent mehr Autos als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, berichtete der sichtlich zufriedene Volkswagen-Chef in China, Winfried Vahland, am Donnerstag in Peking.