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Wellergruppe: Max Moritz ist Sanierungsfall

Wellergruppe im Krisen-Modus: Die Berliner suchen Käufer für die Max Moritz-Standorte.
© Foto: Wellergruppe

Die Wellergruppe hat am Dienstag für ihre VW- und Audi-Sparte die Sanierung unter Eigenverwaltung mit Gläubigerschutz beantragt.


Datum:
12.12.2017
40 Kommentare

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Schwere Finanzprobleme in der Wellergruppe: Der große Autohändler hat für seine Volkswagen-Sparte Max Moritz mit sofortiger Wirkung die Sanierung unter Eigenverwaltung mit Gläubigerschutz beantragt. "Das oberste Ziel von Max Moritz ist die erfolgreiche Suche von Investoren für die einzelnen Standorte im Interesse der Mitarbeiter und Kunden", teilte das Unternehmen am Dienstagabend mit. Die Schritte seien mit dem Volkswagen-Konzern eng abgestimmt und gingen nun in die Umsetzung.

Laut Mitteilung lief bereits seit 16 Monaten eine Restrukturierung von Max Moritz mit den Marken VW Pkw, VW Nutzfahrzeuge, Audi, und Skoda. Das ist offenbar nicht gelungen, nun erfolgt der Rückzug. Die Sparte ist bundesweit an zwölf Standorten vertreten, an denen nach Firmenangaben rund 650 Mitarbeiter pro Jahr über 22.000 Fahrzeuge verkaufen. Bereits besiegelt ist das Aus für den kleinen Service-Standort in Wiesmoor. Nach eingehender wirtschaftlicher Prüfung könne dieser geschlossen werden, hieß es.

Wie die Wellergruppe betonte, hat das Sanierungsverfahren auf die beiden anderen Brands AutoWeller (Toyota/Lexus/Seat) und B&K (BMW/Mini) keinen Einfluss. Diese Markensparten seien rechtlich und finanziell voneinander getrennt. Offentsichtlich liegt hier künftig der Firmen-Fokus: Erst im November hatte der Händler Pläne für einen BMW-Neubau in Burgdorf bei Hannover bekannt gemacht. Die Investitionen sollen bei drei Millionen Euro liegen (wir berichteten). Zudem wurde ein Toyota-Standort in Dortmund erworben.

Die Wellergruppe gehört zu den größten Autohändlern in Deutschland. In diesem Jahr setzt das Unternehmen nach eigenen Angaben rund 53.000 Fahrzeuge ab und erzielt einen Umsatz von ca. 1,3 Milliardne Euro mit insgesamt 2.300 Mitarbeitern. (rp/se)

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KOMMENTARE


Quattro

12.12.2017 - 20:50 Uhr

Bitte setzen Sie die Serie der größten Autohäuser in Deutschland fort, sie sollen uns alle ein Vorbild sein.


Chris

12.12.2017 - 21:45 Uhr

Hieraus lässt sich mal wieder ableiten, dass die Größe nicht einfach alles ist!


T. Balero

12.12.2017 - 22:56 Uhr

Hab doch noch vor wenigen Tagen gelesen, dass eine Gruppe schlauer Studenten in einer Studie festgestellt hat, dass die Wellergruppe der attraktivste Arbeitgeber im Automobilbsektor sei. Wie geht das denn??? Vielleicht waren es die 24 Tage Jahresurlaub oder die Tatsache, dass es dort weder Weihnachts - noch Urlaubsgeld gibt. Sorry .... ein bisschen Sarkasmus muss sein.


Oliver Maisfeld

12.12.2017 - 22:58 Uhr

Warum investiert nicjt der Hersteller in die Niederlassungen. Eine solch große Gruppe mit soviel Stückzahl muss doch Potenzial haben wenn man den Angaben im Artikel glauben schenken kann?!Viel wichtiger ist, was passiert nun mit den Mitarbeitern? Arbeiten diese nun wie in unserer Branche üblich weiterhin auf Provision oder bekommen sie nur noch das mickrige Fixum vom Bund als Gehalt gezahlt?Schade drum , große Gruppe und viel Glück.


Annotator

13.12.2017 - 08:23 Uhr

Quersubventionieren ! Oder ist vielleicht die ganze Wellergruppe ein Sanierungsfall.


MK

13.12.2017 - 08:30 Uhr

Ein wahrhaft trauriger Tag für diese tolle Marke Max Moritz. Leider ist der Mut und die Visionen von Herrn Weller nicht belohnt worden. Und bevor der Shitstorm hier losgeht, denkt bitte daran das nicht immer nur das Management die Schuld tragen muss. Ich glaube das die Gruppe genug Geld und Hoffnung versenkt hat...


reske

13.12.2017 - 09:01 Uhr

Qualität vor Quantität. Was nutzt schon der Titel„Umsatzweltmeister“?


ExVerkäufer

13.12.2017 - 09:27 Uhr

Einer der größten Händler Deutschlands! Zum einen tut es mir leid. Die Vision von Herrn Weller machte schon Eindruck. Zum anderen sah man seit Jahren eine ungeheuerliche Fluktuation von Verkäufern und besonders von Führungskräften. Die Führungskräfte wurden immer jünger! Die älteren hat man immer wieder rausgedrängt. Bei den Nachrichten, die man von VW hört macht es keinen Spaß mehr diese Produkte zu verkaufen. Aber nur Spaß ist nicht alles. Geld verdienen ist bei den Ansprüchen von VW mehr als wichtig. Weller war einst ein Liebling von Volkswagen. Da hat er die maroden Retail Betriebe in Ostfriesland gekauft. Aber das ist Geschichte. Schade.


Boss

13.12.2017 - 09:29 Uhr

Es ist natürlich traurig für die Angestellten aber ansonsten freue ich mich, dass die Strategie " uns reichen 1-2% Restmarge" nicht aufgegangen ist - denn wer denkt an die anderen kleinen Händler die Weller durch Preisdumping kaputt gemacht hat??


PB

13.12.2017 - 09:41 Uhr

Ein alternativer Gedanke ..... vielleicht ist Herr Weller auch so vorausschauend und möchte sich von den MaxMoritz Standorten trennen und per heute etwas weniger Geld verbrennen bevor die Leasingrückläufer aufschlagen und dann die richtige Geldvernichtung gestartet wird .....


pew

13.12.2017 - 09:48 Uhr

Hier galt eins :Stückzahlen und wieder Stückzahlen.Der Ertrag ist nebensächlich.Wie viele kleinere Händler im Großkundengeschäft hat man Kunden weggenommen(Über den Nettopreis). Es zahlt sich aus!! Stückzahlen.Mein Spruch "Man muss nur lange genug am Main (oder anderen Fluss) sstehen,die kommen alle vorbei.Es ist halt so. Siehe eben so große Händler in den Vergangenen Jahren.Frankfurt/München/Hamburg/Stuttgart u.s.w.


VKL

13.12.2017 - 10:21 Uhr

Lieber Herr Weller, wenn man bedenkt, dass Sie mit Ihrer großen Gruppe viele Grundsätze eines vorsichtigen Handelns missachten, dann wundert mich die heutige Situation überhaupt nicht. Ich habe Verträge von Ihren Kunden gezeigt bekommen, dass Sie im Gewerbekundengeschäft "gewildert" und Autos fast zum Nulltarif geliefert haben. Niedrigste Raten, keine Restwertabsicherungen und jetzt behaupten, dass die Dieselfahrzeuge ausschlaggebend waren. Warum muss man Restwerte erhöhen, anstatt ertragreich verkaufen und auch noch richtig absichern? Bei Volkswagen müssen Sie kein einziges Leasingfahrzeug übernehmen, wenn Sie auf Marge verzichten und es dadurch vernünftigerweise an den Hersteller zurückgeben. Welch Hohn an alle Mitbewerber, die gegen solche "Kaufmänner" wie Sie im Markt bestehen wollen. Viel Spass am nächsten Projekt, dass Sie doch noch Ihre 100.000 Fahrzeuge im Markt finden und liefern. Das hat aber oft nichts mit Rendite zu tun. Den Mitarbeitern wünsche ich zukünftig einen solideren Arbeitgeber mit größerer Weitsicht.


Frank

13.12.2017 - 10:57 Uhr

Nun da lässt sich Herr Weller immer feiern für Umsatz nur ist das leider kein Ertrag. Dazu kommen ständige Wechsel in der Führung der betrieb siehe in Hagen in 12 Jahren 11 Geschäftsführer.


VK1

13.12.2017 - 11:05 Uhr

Lieber mk, wer trägt denn die Verantwortung für ein Unternehmen und richtet es strategisch aus? -wenn nicht das Management.Irgendwo ist Ihr Kommentar in der Hinsicht widersprüchlich, dass in der "tollen" Marke Max&Moritz doch irgendwie (evtl. beim Deckungsbeitrag) ein Hund begraben war. Meine Gedanken sind primär bei den Mitarbeitern, für die diese Situation sicherlich nicht einfach ist...


Arno Nym

13.12.2017 - 11:34 Uhr

Erst den Markt kräftig stören durch nicht nachvollziehbare Angebote, dann Insolvenz anmelden - toll! Auf dem Weg dahin ist schon viel im Umfeld zerstört worden.Hauptsache, es sieht jemand genau hin, ob es evtl. noch Umschichtungen von Gebrauchtwagen gab...


GERMANBIGBIKER

13.12.2017 - 12:52 Uhr

Ich sage voraus, dass die Wellergruppe spätestens in 2019 nicht mehr existent ist.Die Banken sehen immer das ganze Konstrukt, da nutzen auch keine rechtlichen und finanziellen Trennungen. Es wurden auch von VW keine Neuwagen mehr geliefert und keine ZLBs verschickt. Warum ist hier dann nicht querfinanziert worden durch Weller? Die Liquidiät am Ende ?


Neutral

13.12.2017 - 13:45 Uhr

@Germanbigbiker... würden Sie Ihr hart verdientes Geld aus den anderen Marken in dieses Unternehmen stecken, obwohl sich über Jahre nichts bessert? Ich denke eher nicht. Sie sollten den ganzen Fall beleuchten. Toyota/Lexus läuft und es wird investiert, genauso bei BMW und Mini. Leider war Max Moritz gezwungen, Geschäfte zu tätigen, die Kunden als Angebot mitgebracht haben und somit wurde jetzt im Nachgang zu oft auf Erträge verzichtet. Schuld ist sowohl der Hersteller und seine ständigen Rabattaktionen und natürlich auch die Händlerschaft rund um Hagen. Die großen lassen sich doch nicht gerne die Butter vom Brot nehmen und haben teilweise bessere Angebote beworben, die selbst Max Moritz nicht mitgegangen ist. Als ehemaliger Vertriebsmitarbeiter kann ich Ihnen von vielen solcher Angebote berichten, die nicht angenommen wurden. Egal wie es jetzt endgültig passiert ist, fakt ist doch, das der Rabatttourismuss der Kunden, die Preistreiberrei des Internets mit seinen vielen Onlineramschplattformen dafür führt, das der einfache Verkäufer gezwungen ist, Auftrageingänge zu generieren, die ein vernünftiges Einkommen fast unmöglich macht. Zusätzlich wird der Händler an seinem Jahresziel gemessen, egal wie unmöglich dies vom Hersteller vorgegeben wird. Alles in allem, gibt es nicht den einen Schuldigen, es sind viele Köche, die den Brei versauen. Herr Weller alleine wird das wohl nicht sein. Aus rein wirtschaftlicher Sicht ist das wohl die einzige gute Lösung. Die Mitarbeiter brauchen jetzt mehr Sicherheit als je zuvor, es muss weitergehen und vielleicht geschieht am Ende des Tages ein Wunder und der Standort lebt weiter. So, jetzt können sich die Hater wieder Ihre Mäuler zerreißen und weiter Ihre Meinungen kund tun.


Otto

13.12.2017 - 13:59 Uhr

Vor dem Hochmut kommt der Fall.


Wilhelm Koch

13.12.2017 - 14:14 Uhr

Weller war schon immer ein begnadeter Selbstdarsteller. Jetzt verkauft er die Insolvenz als strategische Maßnahme zur Sicherung des Marktes und der Arbeitsplätze. Tatsache ist, dass, nachdem er sämtliche Zuschüsse der VAG und VAG Bank verbrannt hat, er feststellen musste, dass verkaufen bedeutet, auch mal selbst Geld verdienen zu müssen. Nicht nur Umsatz, sondern auch Rendite machen. Aber plötzlich waren keine Banken mehr da, die auf Forderungen verzichten wollten, keine Hersteller, die GW-Inzahlungnahmestützen und Subventionen in Millionenhöhe mehr zahlen wollten; keine Hersteller, die Weller Dienstwagen zu besonders günstigen Konditionen anboten und auch kein Land NDS, das als Bürge für Weller auftrat. Ärgerlich, denn jetzt musste Weller beweisen, dass er auch in echter Konkurrenz zu anderen Händlern verkaufen kann, ... und nicht nur protzen. Das Ergebnis heisst: INSOLVENZ.Als bisher unbeteiligte Hersteller der Marken BMW und Toyota würde ich jetzt sehr aufpassen ... . VW hat`s offensichtlich verpennt ...


Frank Fehling

13.12.2017 - 14:42 Uhr

Die Weller Gruppe wird sterben. Der einzigste Gewinner ist der Autohersteller und die Verlierer sind die Mitarbeiter( Leider )


Recht so...

13.12.2017 - 15:14 Uhr

Die Nachricht des Gläubigerschutzes habe ich mit sehr, sehr großer Befriedigung vernommen. Wer dermaßen auftritt und sich selbst noch als begnadeter als der Rest verkauft, hat es nicht anders verdient. Und ganz ehrlich: ich hoffe es erwischt noch ALLE großen Ketten welche in den letzten Jahren auf Teufel komm´raus expandierten. Die können nichts, aber auch garnichts besser ! Dieses Geschäft kann ein 400-600 Einheiten Händler immernoch sehr, sehr gut abbilden. Besser als eine Kette. Die Mitarbeiter welche nun frei gesetzt werden, werden mit Sicherheit alle neue Jobs finden. Darum sollte es niemandem Bange sein. Die Kunden sind noch da, die Nachfrage ist auch da ! Möglichkeiten gäbe es durchaus noch in diesem geschäft Geld zu verdienen. Nur an kaufmännischer Weitsicht fehlt es enorm vielen - sowohl im Handel und erst recht bei den Herstellern/Importeuren...


Midata0

13.12.2017 - 15:25 Uhr

Sehr geehrte Foristen,in allen Ihren Beiträgen steckt ein wenig Wahrheit drin. Ich hatte das Vergnügen unter Herrn Weller "dienen" zu dürfen. Die dabei gemachten Erfahrungen möchte ich nicht missen. Nichtsdestotrotz ist der Führungsstil und auch die soziale Kompetenz dieser Gruppe mit null anzusetzen. Es gab keine qualifizierte Manpower mehr auf dem Markt, die sich das antat / antut. Du bist als Führungskraft in diesem Laden nur damit beschäftigt die "Schäfchen" zusammenzuhalten. Die einzige Ausnahme bildet hier der Standort Soest (ist nach meiner Kenntnis auch der einzige mit schwarzen Zahlen). Kurz um - Unternehmen, egal welcher Größe und Branche sind nicht lange am Markt. Man hat das Gefühl - sie können und wollen das auch gar nicht. Den Mitarbeitern wünsche ich alles Gute - es wird besser! Die da kommen werden MACHEN!


Vertragshändler

13.12.2017 - 15:37 Uhr

na super - sobald die Subventions- und Verkaufsförderungs-Gelder von den Herstellern nicht mehr fließen macht der Branchen-Guru pleite. Natürlich mit einem "sauberen Abgang". Da müsste man mal die Mitarbeiter und Gläubiger fragen wie sauber die Lösung für sie ist. Es hilft eben nichts: Größe allein schützt nicht vor dem Untergang. Saubere Geschäfte sind das Einzige was hilft. Bin mal gespannt wie sich die Banken und Hersteller der anderen Fabrikate jetzt verhalten. Ich glaube nicht, dass dies der Endpunkt der Schwierigkeiten ist.


Nordlicht

13.12.2017 - 16:43 Uhr

Schon vieles richtige ist hier bereits geschrieben worden.Man sollte aber bedenken, dass unternehmerisches Risiko auch das Scheitern beinhaltet. Und wenn keiner mehr das unternehmerische Risiko auf sich nehmen will, dann hätten wir Stillstand im Lande. Daher ist es auch grundsätzlich falsch, Häme über denjenigen zu kippen, der in die Insolvenzgerät.Nur hat eben Herr Weller in der Vergangenheit stets öffentlich in großer Pose den Stab über andere gebrochen und ihnen die unternehmerische Existenzberechtigung abgesprochen. Daran wird er sich jetzt messen lassen müssen!


Erwien

13.12.2017 - 17:23 Uhr

Wie gut das rechts neben diesem Artikel, in der Stellenausschreibung von Max und Moritz, ein Junior-Verkäufer mit "Herzblut" gesucht wird.Dieser kann sich sozusagen direkt mit dem Markt und den Bedingungen in der Automobilbranche "vertraut" machen. Es gibt zu dem Thema MM sicher viele richtige und evtl. auch falsche Meinungen.Ich kann Ihnen nur raten, versuchen Sie so schnell wie möglich aus der Automobilbranche auszusteigen. Ein Verbleiben hat definitiv keinen Sinn - Ein Einstieg ist Selbstmord.Machen Sie einfach etwas anderes liebe (ex) Kollegen.


Avensis

13.12.2017 - 17:30 Uhr

Schon sehr verdächtig das die Weller Gruppe erst in den letzten Tagen die Toyota Weber Gruppe übernommen hat. Da ist das Geld da und hier spielen die Banken nicht mit. Mal sehen wie es weiter geht.


Mleski

13.12.2017 - 18:37 Uhr

Wir Mitarbeiter von Max Moritz aus Soest haben von der Insolvenz gestern aus den Medien erfahren. Aus den Medien!!! Das sagt doch schon alles. Heute haben wir von den Führungskräften nichts gesehen und gehört!!!


Verkäufer

14.12.2017 - 08:47 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren, ich bin einer der betroffenen Verkäufer. Wir haben immer zu kämpfen gehabt mit dem Ruf der einzelnen Standorte oder damit, dass im "Vorstand" oder in der Gebietsleitung / Leitung der einzelnen Abteilungen Personen sitzen, die in Ihrem Leben noch NIE ein Fahrzeug verkauft haben. Auch Verkaufsleiter die lieber Arbeit abgeben (damit meine ich keinen aktiven Verkauf sondern deren Aufgaben Fahrzeuge richtig einzupreisen, Datenpflege usw.) war ein großes Problem um sich gezielt um den Vertrieb zu kümmern. Die ständige Mitarbeiter Fluktuation hat dabei natürlich nicht geholfen Max Moritz auf einen grünen zweig zu bekommen. Man musste kein Genie sein um festzustellen, dass das Vorhaben oder die Politik in der Weller Gruppe, Aufträge zu generieren, erstrebenswert war aber nicht umzusetzen um gleichzeitig Erträge fahren zu können.Fakt jedoch ist, ich habe ein irres Geld verdient, Abrechnungen wo andere Verkäufer (in anderen Gruppen) mit den Ohren schlackern.Mich macht es traurig das es soweit gekommen ist aber auch glücklich wieder Zeit zu haben für die schönen Dinge im Leben.Ich bedanke mich für die Chance die ich hatte und die Zeit die ich bei Max Moritz arbeiten durfte. Leider bin ich nicht so, dass ich nun abwarten kann ob sich Investoren finden oder wie durch ein Wunder Geld generiert werden kann. Ich habe Familie die an Platz 1 steht, da hilft kein Arbeitsloser Vater.Ich wünsche all meinen Kollegen viel Kraft und das Beste für die Zukunft.


Verkäufer

14.12.2017 - 11:34 Uhr

Ich denke am Niedergang der Gruppe sind viele Faktoren beteiligt. In dieser Größe möchte ich aktuell keine Diesel-Geschäftswagen und Privat Dieselfahrzeuge zurück nehmen müssen! Wurden diese doch mit schon überhöhten Restwerten kalkuliert, schlägt zusätzlich die Dieselkrise zu. So sind schnell an einem einzigen Fahrzeug was zurück genommen werden muss 2.000,-€ bis 4.000,-€ vernichtet. Was aber alle Kunden nicht sehen ist, wenn ich Liebling der Hersteller/Importeure sein will, muss ich die modernste Architektur, die hippeste Einrichtung, den besten Service und die besten Angestellten haben. Dies alles wird konter karriert durch das behaupten müssen am Markt gegen Firmen die lediglich Online Handel betreiben ohne jeglichen Service. Hier müssen die Hersteller sich endlich mal entscheiden was sie wollen. Online Internetautohaus mit Online Service, oder richtige Autohäuser mit Service. Service wird aber immer von Personal geleistet, was Geld kostet und das auch noch immer mehr, da uns in Deutschland die Leute ausgehen und die Fachkräfte scheinbar nicht in dem Maße zugezogen sind, wie von Wirtschaft und Politik erhofft, muss ich die guten mit Geld zufrieden stellen und dann Schlägt auch noch der „Diesel Judas“, VW Vostandsvorsitzender, oder „Neudeutsch“ CEO Müller zu und macht das Diesel-Geschäft zusätzlich dem Handel schwer, indem er wieder den Diesel in den Fokus der Medien rückt und sagt das über die Diesel-Subventionen nachgedacht werden müsse. Alle die jetzt kein Auto dringend brauchen halten sich spätestens jetzt zurück und harren der Dinge die da kommen. Den Firmen ist es egal die stellen Ihr Fahrzeug nach dem Leasing hin und das Autohaus kann daran zu Grunde gehen was Hersteller und dessen Bank gemeinsam durch gedrückt haben gegenüber den kleineren den Autohäusern. Aber jetzt genug den Weller in Schutz genommen, denn die Unternehmensführung ist an solchen Fehlentwicklungen immer mit Schuld z.Bsp: Dumpingpreise für Stückzahlen um Boni vom Hersteller zusätzlich zu erhalten, Jede sofortige Umsetzung von Neurungen die der Hersteller sich wünscht, egal ob Design oder Service; Übernahmen von Firmen bei eigenen Problemen!, Selbstarroganz (to Big to Fail), Ausbeutung von Arbeitnehmern die dann gehen, es bleiben oft an Schlüsselstellen die übrig die keiner wollte aber aufgrund von Personalmangel nicht zu vermeiden waren. Von daher leiden wie immer die kleinen das sind die Angestellten, die kleineren Autohäuser der Umgebung, weil der Riese die Preise kaputt gemacht hat und natürlich die treuen Kunden. Herr Weller wird seine Schäfchen schon ins trockene gebracht haben. Aber hoffentlich nicht wie die Schlecker Familie !!! J


Jörg Herrmann

14.12.2017 - 14:50 Uhr

Die größte Herausforderung aller Händlergruppen sind eben genau die Vielzahl der Standorte und deren Management. Dazu gehört, daß die Mehrmarge von Seiten des Herstellers in den Mehraufwand gehen muss! Und nicht als Nachlaß an den Kunden verschenkt wird, um das Geschäft zu machen?


Detlef Rüdel

14.12.2017 - 18:10 Uhr

Zitat Mleski "13.12.2017 "Wir Mitarbeiter von Max Moritz aus Soest haben von der Insolvenz gestern aus den Medien erfahren. Aus den Medien!!! Das sagt doch schon alles. Heute haben wir von den Führungskräften nichts gesehen und gehört!!!" Dazu kann ich nur sagen: das ist keine Art, Herr Weller ist sonst immer der erste, wenn es darum geht, sich in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Z.b. Führungskräfte, Seminar, Aufstieg von Führungskräften, usw. hier muss die Frage jetzt erlaubt sein: wieviel Anteil an dieser Insolvenz, trägt der Diesel-Skandal und damit der VW Konzern? Kommt nunmehr auch der Spruch zum tragen: too big to fail? Es wird sich zeigen, was hier ggf. auf der Seite von VW noch passiert. Generell, muss auch die Frage erlaubt sein: waren und sind, die richtigen Führungskräfte im Unternehmen gewesen? Aber auch in der Lage, Ertragsorientiert Verträge zu generieren? Herr Weller hat es verstanden, sich am Umsatz zu berauschen, nur der reicht eben nicht, wenn ich daraus keinen vernünftigen DB erwirtschafte. Wachstum um jeden Preis, ist und war unter diesen Umständen schon immer tödlich. Mit Sicherheit hat sich das Problem der drohenden Insolvenz nicht erst seit gestern bemerkbar gemacht, daher muss auch die Frage an die VW Betriebsberatung gestellt werden: war man hier auf beiden Augen bewusst blind? Die Suche nach einem Investor, ist legitim, doch wer will schon auf ein Pferd steigen, was schon Tod am Boden liegt. Mit Sicherheit wird der VW Konzern dem einen, oder anderen evtl. Geldgeber hilfreich in den Steigbügel helfen. Allen Beteiligten, ist zu wünschen möglichst schnell Sicherheit dazu zu erfahren, wie es mit Ihnen, aber auch mit der Gruppe weiter geht. Denn ist das humane Kapital erst einmal am abwandern, kommt das nächste Problem: neues Personal zu finden und das bei Annäherung der Vollbeschäftigung in der BRD. PS: Und noch einmal zum mitschreiben: Masse ohne Ertrag ist = nichts....


Chris

14.12.2017 - 18:29 Uhr

Der Name Weller scheint ja nun heftige Diskussionsrunden zu generieren - und ich persönlich stimme als kleiner, seriöser -und bereits über 20 Jahren am Markt in Bielefeld- aktiver Händler diesen Kommentaren absolut zu:@Recht so..@Wilhelm Koch@Arno Nym@Frank@VKL@pew@Boss...und jetzt Flasche leer...


Frank Fehling

14.12.2017 - 18:37 Uhr

Herr Weller hat die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Max & Moritz sucht auf zig verschiedenen Portalen ( Stellenangebote ) noch Personal für den Verkauf. Hier wird mit dem Hintergedanken gespielt, Einstellen,Gehaltszahlung ? und zum Schluß Insolvenzgeld von der Ba bis zu 7.500,-€ pro Mitarbeiter/innen. Herr Weller weiß wie es geht.


unknown passenger

15.12.2017 - 08:02 Uhr

Zunächst einmal sollte man tatsächlich von Spott und Häme absehen, denn letztendlich hängen hier Schicksale in allen Hierarchieebenen dran.Aber tatsächlich sind die Probleme, von aussen gesehen, hausgemacht. Die ständige Suche nach Vertriebs- und Führungspersonal, dazu die grottenschlechten Bewertungen als Arbeitgeber malen ein Bild, das nur zwei Schlüsse zulässt. Entweder ist es eine ABM-Maßnahme fürs Recruiting oder, was ich eher annehme, absolut verfehlte Unternehmensführung.Da gelten m.E. auch Argumente wie der böse Internethandel oder gar der garstige Intrabrandwettbewerb nicht, denn aus meiner Erfahrung zählt, früher wie heute, immer noch Personality und Engagement im Verkauf. Wenn ich aber mit den vorgenannten Scheinargumenten stets die Hosen bis zum Knöchel runter lasse und dies auch noch von der Heeresleitung abgesegnet ist, holt mich das irgendwann ein.Und dann auch noch Restwerte anzuheben, anstatt sie über VTI-Vermarktung oder RW-Modell abzusichern, ist fahrlässig. Da nehme ich mir jegliche Chance, mit den GWs das Geld zu verdienen, welches ich beim NW liegen lasse. Und die Hoffnung, dies mit Zukäufen aus dem herstellereigenen GW-Bestand zu schaffen, wird aktuell ja auch eher zum Fallstrick, da die Ware, bei den aktuellen Verkaufsförderungs-maßnahmen für NW, schlichtweg zu teuer ist.Kurzum - unternehmerisch kein Glanzstück unf das auch noch auf Pump, das muss irgendwann in die Hose gehen.Und die Vermutung, das dies erst der Anfang ist, liegt ja sehr nahe (bestes Beispiel von Vorgestern: FlyNiki! Die sollten ja auch unabhängig von AirBerlin gesund sein).Also ander Stelle : allen betroffenen Mitarbeitern, in allen Positionen, viel Glück und den Mut, dies nicht als Weltuntergang sondern als Chance zu sehen.Sicherlich werden die Standorte nicht als Open-Points auf der Landkarte enden.


AF

15.12.2017 - 10:49 Uhr

Herr Weller hatte in einem Anflug von Größenwahn vor einigen Jahren auch versucht, in Berlin den (Toyota-) Markt an sich zu reißen. Jedoch halfen ihm weder ein protziger Bau in der Franklinstrasse noch exorbitante Rabatte dabei. Das Ergebnis kennen wir: in der Franklinstrasse sitzt heute VW und von Herrn Welller ist in Berlin weder was zu sehen noch zu hören. Lieber Herr Weller: UMSATZ und STÜCKZAHLEN sind schön. Aber zum Überleben braucht es eben auch GEWINN. Und den mache ich nicht, indem ich Autos "verschenke". In diesem Sinne...


Verkäufer

15.12.2017 - 12:45 Uhr

Umsatz kann auch tödlich sein, oder man kann nicht nur vom Herstellerbonus leben ....@unknown paaenger : Man kann mit den GW aus der herstellereigenen Börse (ich spreche für AUDI) sehr wohl ordentliches Geld verdienen, wenn man dies professionell betreibt. Die Frage ist natürlich, ob es Sinn macht, auf einer LIVE Auktion für GW Pakete mit 100 oder 200 Fahrzeugen zu ersteigern, wo der Hersteller vielleicht 40% nicht marktgerechter Fahrzeuge hinein gepackt hat. Die Frage ist auch, ob solche Paketkäufe auch einmal nachkalkuliert worden sind. Aber ich vermute, auch hier ging es nur um Stückzahlen.


TT

15.12.2017 - 19:29 Uhr

Mir kommt bei dem Thema nur in Erinnerung, wie Herr Weller im Sommer den VW Händlerverband anlässlich der die Existenz der VWler berührenden Diskussion um neue Händlerverträge in Grund und Boden geschossen hat, Zitat: "Ich sehe gar nicht den gleichen Inhalt wie der Händlerverband. Im Übrigen neigt der Verband dazu, allzu oft als Tiger zu springen und als Bettvorleger zu landen." Da hat er wohl noch gehofft, sich durch "Liebesdienste" die Unterstützung aus WOB zu sichern....


Frank Fehling

18.12.2017 - 15:15 Uhr

Im Einkauf liegt der Gewinn.


M.Häcker

03.01.2018 - 09:26 Uhr

seit Jahren hört man nur "Wachstum" bei der Wellergruppe, unbedingt musste die Mrd.€ Umsatz erreicht werden! Niemals wurde über die Umsatzrendite geredet oder geschrieben! Quantität und Qualität. Wenn man mit aller Macht der " Mächtigste" werden will kommt so etwas dabei heraus.


HJS

17.01.2018 - 18:54 Uhr

Und wieder hat sich VW ein Sahnetörtchen für Volkswagen Retail Group mundgerecht vorbereitet. Fressen und gefressen werden. Die Großkunden wurden ja sowieso schon seit langem von VW direkt vereinnahmt. Der Händler bekam die Margensicherung und basta. Weller hat sicher den ortsansässigen kleinen Händlern nicht immer nur gut getan. Von wegen Konkurrenz belebt das Geschäft. Aber nur wenn mit gleichen Waffen gekämpft wird. Steigt der Hersteller (Niederlassungen oder auf welchem Umweg auch immer) mit in den Ring, ist selbst so ein großes Unternehmen nicht mehr sicher. Es reicht ein Entscheider bei VW, den Herr Weller vielleicht gegen sich aufgebracht hat, um "gekillt" zu werden.Dabei vergessen aber genau diese Entscheider, dass auch Sie nur Angestellte sind und überhaupt nicht wissen, was es bedeutet etwas finanziell eigenverantwortlich etwas zu "UNTERNEHMEN"! Wer hoch fliegt kann tief fallen. Das betrifft die kleinen Angestellten um so weniger, je geringer die Besitzstände sind, die es zu verteidigen gilt. Kein Urlaubs- und Weihnachtsgeld, 24 Tage Urlaub, da kann man sich eigentlich in Zeiten eines stark prosperierenden Marktes nur verbessern. Da haben es die Führungskräfte in den Zwischenebenen schon schwerer. denen lastet ab jetzt der Mangel an, aktiver Hauptdarsteller in der Gauklertruppe gewesen zu sein. Oder glaubt jemand ernsthaft, dass Ehrlichkeit, Erfolgshunger und kritisches permanentes Hinterfragen des eigenen Tun's charakterisierende Merkmale deren Tätigkeit waren? Never! Dann wäre es nicht so weit gekommen. Problem ist und bleibt im Autohandel, dass der eine Verkäufer den anderen Verkäufer und Kunden sowieso versucht zu übervorteilen. Und damit meine ich im übertragenen Sinne nur den Inhaber und dessen Führungskräfte. (Weil im Leben davor fast immer irgendwann erfolgreicher Verkäufer gewesen!) Also was soll dann noch dabei herauskommen? BG


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