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ZDK: "ADAC verzerrt den Wettbewerb"

Mit seiner neuen Online-Leasing-Plattform verzerrt der ADAC aufgrund seiner Marktmacht den Wettbewerb, kritisiert ZDK-Vizepräsident Thomas Peckruhn.
© Foto: Juliane Schleicher/AUTOHAUS

Der Automobilclub drängt mit einer Online-Leasing Plattform ins Geschäft mit Neuwagen. Im Handel macht sich der Club damit keine Freunde.


Datum:
20.05.2021
Autor:
aw
Lesezeit: 
3 min
1 Kommentare

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Der Vorstoß des ADAC ins Geschäft mit Neuwagen trifft bei Händlervertretern auf wenig Gegenliebe: "Mit seiner Marktmacht verzerrt der ADAC dauerhaft den Wettbewerb. Der Club sollte sich auf sein Kerngeschäft konzentrieren. Der Automobilhandel gehört definitiv nicht dazu", schimpft Thomas Peckruhn, Vizepräsident des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) in einer aktuellen Mitteilung.

Der Automobilclub hatte am Dienstag eine Online-Plattform an den Start gebracht, auf der er an seine rund 21 Millionen Mitglieder Neuwagen des Flottenleasing-Anbieters Mobility Concept (MeinAuto-Gruppe) zum Leasing vermittelt (wir berichteten). Letzterer bezieht seine Fahrzeuge direkt von den Herstellern – und das mit satten Rabatten wie man beim ZDK mutmaßt. Dementsprechend attraktiv seien die Leasingkonditionen, so der der ZDK. Der Handel als Fahrzeuglieferant geht indes leer aus. Die einzige Rolle der Autohäuser ist, die Fahrzeuge gegen eine Pauschale auszuliefern und gegebenenfalls Service und Remarketing zu übernehmen.

Wollten Autohäuser mit den Leasingkonditionen des ADAC mithalten, müssten sie zwangsläufig draufzahlen klagt Peckruhn. Im schlimmsten Fall habe der Händler dem Leasing-Interessenten des ADAC vorher sogar noch unwissentlich eine Produktberatung plus Probefahrt gewährt. "Die Corona-Krise hat uns bis jetzt schon genug Verdruss und Verluste beschert. Was bringt den ADAC jetzt dazu, in dieser angespannten Lage den Druck auf die Händler massiv zu erhöhen?", klagt Peckruhn. Damit ist klar: Von der Beteuerung des ADAC, man wolle den Handel mit dem neuen Angebot konstruktiv einbinden, hält man – zumindest beim ZDK – herzlich wenig.

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KOMMENTARE


Mathias R. Albert

20.05.2021 - 21:51 Uhr

Unterbinden kann und muss dies einzig und alleine der Hersteller/Improteur, denn jede Marke ist single source. Neben dem selektiven Vertragspartner darf es keine Trittbrettfahrer geben, die das breite Servicenetz und die Markenrpäsenz in der Fläche ausnutzen um ohne Strukturkosten an den Vertragspartnern vorbei Fahrzeuge in den Markt schiessen. Das zerstört Restwerte und welche Marke glaubt hier loyle Kunden zu finden hat weder Markt noch branding verstanden.


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